GB300, NVL72

GB300 NVL72: NVIDIA erreicht 61.400 KI-Agenten pro Megawatt

14.06.2026 - 04:12:46 | boerse-global.de

NVIDIA investiert in Australien, Südkorea und China in KI-Rechenzentren. Neue Blackwell-Systeme zeigen eine 20-fache Effizienzsteigerung bei KI-Agenten.

NVIDIA treibt KI-Infrastruktur mit Milliardenprojekten weltweit voran
GB300 - A brightly lit server room with rows of advanced computing infrastructure, featuring glowing blue and green lights from server racks. 14.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Allein in Australien entsteht ein Rechenzentrum im Wert von fast fünf Milliarden Euro – und die Effizienz der neuen Blackwell-Systeme übertrifft alle Erwartungen.

Sharon AI investiert 4,5 Milliarden Euro in Australien

Die Sharon AI Holdings hat eine strategische Partnerschaft mit NVIDIA bekannt gegeben. Das sechsjährige Kooperationsprojekt umfasst den Aufbau einer 72-Megawatt-Rechenzentrumskapazität in Australien mit bis zu 40.000 Grace Blackwell GB300 GPUs. Der Gesamtwert der Vereinbarung beläuft sich auf rund 4,5 Milliarden Euro.

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Bis Mitte 2027 soll Sharon AI eine Gesamtkapazität von 132 Megawatt erreichen – mit über 55.000 NVIDIA-GPUs. Das Geschäftsmodell basiert auf einer Umsatzbeteiligung für Cloud-Dienste. Die Anleger reagierten begeistert: Die Aktie des Unternehmens legte am Tag der Bekanntgabe zweistellig zu.

Effizienzrevolution: 20-mal mehr KI-Agenten pro Megawatt

NVIDIA veröffentlichte zudem beeindruckende Leistungsdaten zum neuen GB300 NVL72-System auf Basis der Blackwell-Ultra-Architektur. Der AgentPerf-Benchmark, durchgeführt mit dem DeepSeek V4 Pro Modell, zeigt: Das System unterstützt 61.400 KI-Agenten pro Megawatt – eine zwanzigfache Steigerung gegenüber der Vorgängergeneration H200 mit 2.600 Agenten pro Megawatt.

Das System vereint 72 GPUs und 36 Grace CPUs, bietet 130 TB/s NVLink-Bandbreite und bis zu 21 TB HBM3e-Speicher. Zu den Kunden zählen Microsoft Azure, Oracle Cloud Infrastructure und CoreWeave. Technische Optimierungen durch CUDA und TensorRT LLM treiben die Leistungssteigerungen in der Produktion voran.

Expansion nach Südkorea und China

In Südkorea arbeitet NVIDIA mit dem Internetkonzern Naver zusammen. Der Aufbau beginnt mit einer 55-Megawatt-Erweiterung des Gak-Sejong-Rechenzentrums. Langfristig ist eine Gigawatt-Kapazität geplant. Partner vor Ort sind SK Hynix für Speicherkomponenten und die Doosan Group für Bau und Energieinfrastruktur. Die erste Anlage soll Anfang 2027 in Betrieb gehen.

Ab August 2026 will NVIDIA zudem seine neue Vera-CPU für KI-Rechenzentren in China anbieten. Die Preise liegen bei über 18.000 Euro pro Chip, komplette Racks mit 256 Chips kosten rund neun Millionen Euro. NVIDIA erwartet von der Vera-Serie einen Umsatz von etwa 18 Milliarden Euro bis Ende des Geschäftsjahres. Erste Tests sollen chinesische Kunden zunächst in Übersee durchführen.

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Rechenzentren der Zukunft: Höhere Dichte, neue Technologien

Die Anforderungen an Rechenzentren verändern sich grundlegend. Schneider Electric prognostiziert, dass KI bis 2030 für 36 Prozent aller Rechenzentrums-Workloads verantwortlich sein wird. Aktuell sind 150-kW-Racks im Einsatz – doch die Branche rechnet mit einer Leistungsaufnahme von einem Megawatt pro Rack bei künftigen GPU-Generationen.

Die Lösung: 800-Volt-Gleichstromsysteme und fortschrittliche Flüssigkeitskühlung. Ein Beispiel für die neue Dimension ist TeraWulfs Lake Mariner AI Campus, der auf dem Gelände eines ehemaligen Kraftwerks entsteht – mit einer geplanten Kapazität von 750 Megawatt. Spezialisierte Gebäude für Dutzende Megawatt lassen sich laut Branchenberichten in nur sechs Monaten errichten, um der wachsenden Nachfrage nach NVIDIAs Blackwell- und Vera-Architekturen gerecht zu werden.

de | wissenschaft | 69536668 |