Gefundene, USB-Sticks

Gefundene USB-Sticks: Wie prÀparierte DatentrÀger Schadsoftware einschleusen

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 14:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das BSI hĂ€lt Alufolie fĂŒr unnötig; das Landratsamt Freising schottet seine IT gegen manipulierte USB-Sticks ab.

USB-Stick-Angriffe und Ausweisschutz: BSI erklÀrt Risiken und Mythen
Moderne ServerrÀume mit blÀulich beleuchteten SchaltschrÀnken in einer gesicherten IT-Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

IT-Experten haben vor Cyberangriffen durch gefundene USB-Sticks gewarnt und zugleich ĂŒber ineffektive Schutzmaßnahmen wie das Einwickeln von Dokumenten in Alufolie aufgeklĂ€rt.

Wie aus Berichten vom 7. Oktober 2026 hervorgeht, stellen scheinbar herrenlose Speichermedien nach wie vor ein ernstes Einfallstor fĂŒr Schadsoftware dar. Gleichzeitig halten sich im Alltag hartnĂ€ckige Vorstellungen ĂŒber angebliche Abwehrmaßnahmen gegen Datendiebstahl, die tatsĂ€chliche Risiken verfehlen.

Risiken durch prÀparierte DatentrÀger in Behörden

Das Bedrohungspotenzial durch manipulierte Hardware ist auch in der öffentlichen Verwaltung prĂ€sent. Das Landratsamt Freising erklĂ€rte hierzu, dass ein prĂ€parierter USB-Stick Mitarbeiter dazu verleiten könne, unbedarft Schadsoftware in das interne System einzuschleusen. Um derartigen Gefahren zu begegnen, habe die Behörde ihre Netze in den vergangenen vier bis fĂŒnf Jahren stĂ€rker abgeschottet und sensible Bereiche zusĂ€tzlich unterteilt.

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Zudem schĂŒtze das Landratsamt sensible Daten durch getrennte Netze sowie zusĂ€tzliche Bandsicherungen, wenngleich es eine hundertprozentige Sicherheit nicht gebe. Aktuell wird die IT-Infrastruktur der Behörde auf eine sogenannte Three-Tier-Architektur mit zwei redundanten Rechenzentren umgebaut, um die Ausfallsicherheit und Datensicherheit weiter zu erhöhen.

BSI rÀumt mit Alufolien-Mythos bei Ausweisdokumenten auf

Neben physischen Wechselmedien wie USB-Sticks sorgen auch funkbasierte Dokumente regelmĂ€ĂŸig fĂŒr Verunsicherung bei Verbrauchern. Das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellte klar, dass Alufolie zum Schutz deutscher ReisepĂ€sse und Personalausweise vor heimlichem Auslesen nicht nötig sei.

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Nach Angaben der Bonner Sicherheitsbehörde wird das Sicherheitsprotokoll PACE bei allen Personalausweisen und ReisepĂ€ssen eingesetzt. Das Ă€ltere Verfahren BAC werde lediglich bei Ă€lteren ReisepĂ€ssen aus historischen GrĂŒnden der KompatibilitĂ€t unterstĂŒtzt. Beide Verfahren verhindern laut dem BSI bereits technisch das unbemerkte Auslesen der Dokumente durch eine Jackentasche hindurch.

Zudem warnte das BSI vor einem falschen SicherheitsgefĂŒhl durch externe Abschirmungen: Spezielle RFID-SchutzhĂŒllen böten keinerlei Schutz vor realen Risiken wie Dokumentenverlust, dem einfachen Abfotografieren der Dokumente oder gezielten Phishing-Angriffen. Die Sicherheit digitaler IdentitĂ€ten hĂ€nge maßgeblich vom umsichtigen Umgang mit den Daten selbst ab.

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