Gehirnleistung, LIBRA-Score

Gehirnleistung: LIBRA-Score zeigt Lebensstil-Effekt bei 150.000 Personen

06.06.2026 - 20:09:53 | boerse-global.de

Ab Mitte Juni mĂŒssen Hersteller alle HerkunftslĂ€nder auf HonigglĂ€sern angeben. AltbestĂ€nde dĂŒrfen noch verkauft werden.

Neue Honig-Kennzeichnung: Alle HerkunftslÀnder ab Juni 2026
Gehirnleistung - Nahaufnahme eines Honigkamms mit tropfendem Honig, im unscharfen Hintergrund wissenschaftliche GerĂ€te. 06.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Ab dem 14. Juni 2026 mĂŒssen Hersteller alle HerkunftslĂ€nder auf dem Etikett auflisten. Bisher reichte die Sammelbezeichnung „EU- und Nicht-EU-LĂ€nder“. KĂŒnftig stehen die LĂ€nder in absteigender Reihenfolge ihres prozentualen Anteils.

AltbestĂ€nde dĂŒrfen noch abverkauft werden. Der Deutsche Imkerbund (DIB) betont: GlĂ€ser mit Mindesthaltbarkeitsdatum nach dem 13. Juni 2028 brauchen zwingend die neue Kennzeichnung.

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Warum die neuen Regeln kommen

Der internationale Handel mit Honig hat ein QualitÀtsproblem. Eine Untersuchung von 320 importierten Proben aus den Jahren 2021 und 2022 ergab: Rund 46 Prozent entsprachen nicht der Honigrichtlinie. Besonders hÀufig fielen Produkte aus China durch.

Das Problem: Die heimische Produktion deckt nur etwa 30 Prozent des deutschen Bedarfs. Der Markt ist auf Importe angewiesen – umso wichtiger werden transparente Lieferketten.

Was der Lebensstil mit dem Gehirn macht

Die im Mai 2026 veröffentlichte NAKO-Studie zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen Lebensstil und geistiger LeistungsfÀhigkeit. Knapp 150.000 Teilnehmende zwischen 20 und 75 Jahren wurden untersucht. Der sogenannte LIBRA-Score erfasst Faktoren wie Rauchen, Bewegungsmangel und Depressionen.

Ergebnis: Ein höherer Score bedeutet in allen Altersgruppen schlechtere kognitive Performance. Bei JĂŒngeren dominieren Verhaltensfaktoren, bei Älteren rĂŒcken kardiovaskulĂ€re Risiken in den Vordergrund.

Die Forschung betont zudem die Rolle des Stoffwechsels. Studien aus 2026 deuten darauf hin, dass PropionsĂ€ure – eine kurzkettige FettsĂ€ure – die MS-Abwehrzellen um bis zu 30 Prozent steigern kann. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) empfiehlt mindestens 30 Gramm Ballaststoffe tĂ€glich.

Alzheimer: Killer-T-Zellen im Visier

Im Mai 2026 veröffentlichte die UniversitÀtsmedizin Mannheim gemeinsam mit dem DKFZ eine Studie in Nature Communications. Die Forscher identifizierten spezialisierte Killer-T-Zellen als wesentliche Treiber der Neuroinflammation bei Alzheimer. Sie reagieren gezielt auf Amyloid-Beta-Ablagerungen.

Im Krankheitsverlauf zeigt sich ein dynamischer Wechsel: In frĂŒhen Stadien dominieren Mikrogliazellen, in spĂ€teren Phasen ĂŒbernehmen T-Zellen die zentrale Rolle.

ErgĂ€nzend dazu entdeckten Fachleute im Juni 2026 das STING-Protein als zentrale Schaltstelle fĂŒr chronische EntzĂŒndungen im Nervensystem. Bei Alzheimer-Patienten fand sich eine Überaktivierung dieses Proteins.

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Langlebigkeit: Ein Genschalter als SchlĂŒssel

Ein weiterer Ansatzpunkt: der DREAM-Repressorkomplex. Eine Untersuchung in Nature Aging vom 2. Juni 2026 zeigte: Eine niedrige AktivitĂ€t dieses Genschalters korreliert bei SĂ€ugetieren mit einer lĂ€ngeren Lebensspanne. Beim Menschen könnte er vor schweren neuropathologischen VerĂ€nderungen schĂŒtzen.

Neues Forschungszentrum in Leipzig

Am 4. Juni 2026 öffnete das Exzellenzcluster Leipzig Center of Metabolism (LeiCeM). Das Zentrum wird fĂŒr sieben Jahre mit rund 51 Millionen Euro gefördert. Ziel: personalisierte PrĂ€ventions- und Therapiemöglichkeiten fĂŒr Stoffwechselstörungen wie Diabetes und Fettleber.

Hummeln als Problemlöser

Dass kognitive FlexibilitĂ€t keine rein menschliche DomĂ€ne ist, belegte eine Studie der UniversitĂ€t Oulu im Juni 2026 in Science. Hummeln setzten ohne vorheriges Training Werkzeuge ein, um an eine Belohnung zu gelangen. Die Erkenntnisse erweitern das VerstĂ€ndnis ĂŒber die biologischen Grundlagen von Fokus und Problemlösung – ĂŒber Artengrenzen hinweg.

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