Gehirntraining, Bridge

Gehirntraining: Bridge senkt Demenzrisiko um 15 Prozent

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 19:03 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Studien belegen: Strategische Spiele wie Bridge senken das Demenzrisiko um 15 Prozent. Bewegung im Alter schützt die kognitive Gesundheit.

Welttag des Gehirns: Bridge und Bewegung als Schlüssel zur Fitness
Eine ältere Hand bewegt eine Schachfigur auf einem Brett, im Hintergrund spielen Menschen Karten. Fokus auf geistige Aktivität. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Strategische Spiele und Bewegung spielen dabei eine Schlüsselrolle.

Zum Welttag des Gehirns am 22. Juli 2026 rücken kostengünstige und soziale Aktivitäten in den Fokus. Unter dem Motto „Brain Health: Access for All“ zeigt die Forschung: Gezieltes Training kann die kognitive Resilienz stärken.

Kartenspiele senken das Demenzrisiko

Regelmäßiges Bridge-Spielen hat messbare Effekte auf die Hirngesundheit. Der Deutsche Bridge-Verband (DBV) mit rund 17.000 Mitgliedern in 400 Clubs verweist auf die Paquid-Studie mit 3.600 Teilnehmern. Das Ergebnis: Aktive Spieler haben ein um 15 Prozent geringeres Demenzrisiko.

Weitere Studien untermauern diese Befunde. Forscher der Tianjin Normal University beobachteten 2025 verbesserte Werte beim Arbeitsgedächtnis durch strategisches Training. Bereits 2022 zeigte eine Warschauer Studie, dass die geistige Beanspruchung beim Bridge den kognitiven Abbau verlangsamt.

Auch Schach bleibt relevant für die Prävention. Zum Internationalen Tag des Schachs am 20. Juli 2026 weisen Fachleute auf die Steigerung der Konzentrationsfähigkeit hin. Die Universität Bielefeld belegt den Aufbau kognitiver Reserven durch das Spiel.

Die Popularität steigt rasant: Laut lichess.org wurden im Februar 2020 noch 44 Millionen Partien verzeichnet. Im Juni 2026 waren es 86,8 Millionen.

Bewegung hält das Gehirn jung

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Die körperliche Verfassung spielt eine wesentliche Rolle für die geistige Fitness im Alter. Eine Studie der Stony Brook University in „Neurology“ identifizierte „Super Mover“ – über 80-Jährige mit der Gehgeschwindigkeit von 50-Jährigen.

Diese Personen haben ein um 50 Prozent geringeres Risiko für kognitive Beeinträchtigungen. Autopsien zeigten: Trotz altersbedingter Hirnveränderungen hatten sie weniger klinische Symptome. Nur 19 Prozent der Super Mover erfüllen gleichzeitig die Kriterien als „Super Ager“ – das deutet auf unterschiedliche Schutzmechanismen hin.

Risikofaktoren werden ebenfalls untersucht. Auf der internationalen Alzheimer-Konferenz (AAIC) 2026 in London wurde eine Studie mit 142 ehemaligen Profifußballern vorgestellt. Das Ergebnis: 31 Prozent leiden unter Depressionen (Vergleichsgruppe: 9 Prozent), 42 Prozent unter Angstzuständen (Vergleichsgruppe: 25 Prozent). Zudem wurde ein geringeres Volumen der grauen Substanz festgestellt – Forscher bringen dies mit Kopfbällen in Verbindung.

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Neue Programme für Führungskräfte

Die berufliche Weiterentwicklung entdeckt die kognitive Resilienz. Das Fraunhofer IAO startet im November 2026 den „Cortex Circle“. Über fünf Monate trainieren Führungskräfte auf C-Level ihre mentale Belastbarkeit mit Neurotechnologien wie Wearables und Eye-Tracking.

Auch in der Ausbildung junger Menschen rücken mentale Kompetenzen in den Fokus. Zum Welttag der Jugendkompetenz am 15. Juli 2026 stehen Projekte zur Förderung von Alltagskompetenzen im Mittelpunkt. In Bayern läuft seit April 2026 die Plattform „AKO“ zur Vernetzung von Schulen und Bildungsangeboten.

Der Nachwuchs in Denksportarten ist aktiv: Fünf deutsche Bridge-Spieler planen im Oktober 2026 die Teilnahme an der FISU World University Championship Mind Sports im chinesischen Liaocheng.

Ergänzend dazu analysiert die Autorin Dr. Johanna Dahm in ihrem am 8. Juli 2026 veröffentlichten Buch das bewusste Beenden von Prozessen als Ausdruck kognitiver Klarheit – ein weiterer Aspekt mentaler Gesundheit im Beruf.

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