Gehirntraining, Demenzrisiko

Gehirntraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent

30.06.2026 - 01:42:04 | boerse-global.de

Forschungsergebnisse aus Harvard zeigen: Kombination aus Ausdauer, Kraft und Koordination verlangsamt den Alterungsprozess.

Harvard-Studie: Fünf Trainingsformen für gesundes Altern
Gehirntraining - Verschiedene Menschen trainieren: Schwimmen, Tai Chi, Krafttraining und Spazierengehen, um Gesundheit und Fitness zu symbolisieren. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Analyse von Professorin Dr. I-Min Lee zeigt: Die richtige Mischung aus Ausdauer, Kraft und Koordination kann den Alterungsprozess deutlich verlangsamen.

Schwimmen als optimales Ganzkörpertraining

Schwimmen gilt laut der Harvard-Studie als besonders effektiv. Ein Training von 30 bis 45 Minuten reduziert nachweislich das Risiko für Depressionen. Ergänzend empfehlen die Forscher Krafttraining und HIIT, um den Grundumsatz des Körpers nachhaltig zu steigern.

Für ältere Erwachsene steht Tai Chi ganz oben auf der Liste. Die asiatische Bewegungskunst verbessert die Balance und beugt Stürzen vor. Zur Förderung der Gedächtnisleistung raten die Experten zu täglichen Spaziergängen oder Wanderungen von mindestens 30 Minuten.

Beckenbodentraining und HIIT für die Generation 60plus

Als fünfte Komponente nennen die Forscher das Beckenbodentraining. Der empfohlene Rhythmus: fünf Wiederholungen mit jeweils zehn Sekunden Anspannung, vier- bis fünfmal täglich.

Forschungsergebnisse der University of the Sunshine Coast aus Ende Juni 2026 untermauern die Bedeutung von HIIT für die Generation 60plus. Demnach ist dies die einzige Trainingsform, die älteren Erwachsenen hilft, Körperfett zu reduzieren und gleichzeitig Muskelmasse zu erhalten.

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Junge Fitness schützt das Herz ein Leben lang

Eine im Juni 2026 in der Fachzeitschrift Circulation veröffentlichte Studie aus Uppsala zeigt die langfristigen Effekte von Fitness auf das Herz-Kreislauf-System. Männer mit guter kardiovaskulärer Fitness in jungen Jahren erleiden im Alter seltener Herz-Kreislauf-Ereignisse. Ein leicht erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern wurde beobachtet – der allgemeine gesundheitliche Nutzen überwog jedoch deutlich.

Gehirntraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent

Die ACTIVE-Studie begleitete über 20 Jahre rund 2.800 ältere Erwachsene. Ihr Ergebnis: Ein spezielles Training der Verarbeitungsgeschwindigkeit von mindestens acht Stunden Dauer senkt das Risiko für Alzheimer oder Demenz um 25 Prozent. Die Daten basieren auf einer umfassenden Auswertung von US-Medicare-Daten.

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Eine Meta-Analyse im Fachmagazin Nature Human Behaviour mit über 411.000 Teilnehmern über 50 Jahren zeigt einen weiteren Effekt: Die Nutzung moderner Technik wie Smartphones, Laptops und Internet verlangsamt den geistigen Abbau ebenfalls um ein Viertel. Die Forscher führen das auf drei Faktoren zurück – die kognitive Komplexität der Bedienung, die Förderung sozialer Verbindungen und die Auslagerung von Gedächtnisleistungen an technische Hilfsmittel.

Die aktuelle Datenlage spricht für eine Kombination aus moderater Ausdauer, gezieltem Krafttraining und kognitiver Stimulation. Während Schwimmen und Wandern die Basis bilden, sichern HIIT und Tai Chi die körperliche Substanz. Ergänzt durch gezielte kognitive Reize entsteht so ein umfassender Schutz für Körper und Geist.

de | wissenschaft | 69656103 |