GeldwÀsche-Compliance: Seminar zur UBO-Ermittlung am 2. November
Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 20:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Identifizierung wirtschaftlich Berechtigter bleibt eine der zentralen Herausforderungen fĂŒr Verpflichtete nach dem GeldwĂ€schegesetz. Um FachkrĂ€ften aus der Rechtsberatung, dem Finanzsektor und der Unternehmenscompliance eine fundierte Wissensbasis zu vermitteln, veranstaltet die Akademie Heidelberg im kommenden Herbst ein spezialisiertes Fortbildungsformat.
Das Intensiv-Seminar mit dem Titel âVertiefung â wirtschaftlich Berechtigte und Transparenzregisterâ ist fĂŒr den 2. November 2026 angesetzt und widmet sich den komplexen Anforderungen der UBO-Ermittlung sowie den weitreichenden Ănderungen im regulatorischen Rahmen.
In der ganztĂ€gigen Veranstaltung, die von 9 bis 17 Uhr angesetzt ist, stehen insbesondere die praktischen Aspekte der Identifizierung im Vordergrund. Die Ermittlung des sogenannten âUltimate Beneficial Ownerâ (UBO) hat durch die Umgestaltung des Transparenzregisters an KomplexitĂ€t gewonnen.
WĂ€hrend frĂŒher Mitteilungsfiktionen galten, erfordern die aktuellen gesetzlichen Vorgaben eine aktive Meldung und kontinuierliche ĂberprĂŒfung der Daten. Das Seminar soll den Teilnehmern dabei helfen, auch bei verschachtelten Beteiligungsstrukturen die Kontrolle ĂŒber die Meldepflichten zu behalten.
Expertise aus Anwaltschaft und Kreditwirtschaft
FĂŒr die Leitung des Seminars hat die Akademie Heidelberg zwei Experten gewonnen, die unterschiedliche Perspektiven auf die Thematik einbringen. Als Referenten fungieren Till Komma von der Wirtschaftskanzlei CMS Hasche Sigle sowie Sebastian Weschler von der Sparkasse Pforzheim Calw. Durch diese Besetzung werden sowohl die juristischen Feinheiten der Rechtsauslegung als auch die operativen Anforderungen in der Bankpraxis abgedeckt.
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Till Komma wird im Rahmen der Veranstaltung voraussichtlich die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Auslegung der geltenden Vorschriften beleuchten. Experten aus groĂen Wirtschaftskanzleien sind in der Regel maĂgeblich daran beteiligt, Unternehmen bei der Strukturierung ihrer Compliance-Systeme zu beraten und Haftungsrisiken zu minimieren.
Sebastian Weschler bringt hingegen die Sichtweise eines regional verankerten Kreditinstituts ein. Gerade fĂŒr Sparkassen und Banken ist die korrekte UBO-Ermittlung ein wesentlicher Bestandteil der Know-Your-Customer-Prozesse (KYC), um Sanktionen und ReputationsschĂ€den zu vermeiden.
Auswirkungen der neuen EU-GeldwÀscheverordnung
Ein wesentlicher Teil des Programms am 2. November 2026 wird sich mit den Ănderungen durch die neue AML-Verordnung (AML-VO) befassen. Die europĂ€ische Gesetzgebung strebt eine stĂ€rkere Harmonisierung der GeldwĂ€schebekĂ€mpfung an, was fĂŒr deutsche Unternehmen und Finanzinstitute neue Anpassungsschritte bedeutet.
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Die Referenten werden aufzeigen, welche Modifikationen bei der PrĂŒfung der wirtschaftlichen Berechtigung zu erwarten sind und wie sich die Befugnisse der Aufsichtsbehörden verĂ€ndern.
ZusĂ€tzlich zur AML-VO steht das Transparenzregister im Fokus. Die Teilnehmer sollen detaillierte Einblicke in die Handhabung des Registers erhalten. Dazu gehören nicht nur die ordnungsgemĂ€Ăe Eintragung, sondern auch der Umgang mit Unstimmigkeitsmeldungen, die in der Praxis hĂ€ufig zu zeitaufwendigen KlĂ€rungsprozessen fĂŒhren.
Das Seminar richtet sich an GeldwĂ€schebeauftragte, RechtsanwĂ€lte, Notare sowie Fach- und FĂŒhrungskrĂ€fte aus den Bereichen Recht und Compliance. Mit dem Termin Anfang November bietet die Akademie Heidelberg eine Plattform, um sich frĂŒhzeitig auf die kommenden Anforderungen des Jahres 2027 vorzubereiten und die internen Prozesse an die aktuelle Rechtslage anzupassen.
Die Veranstaltung unterstreicht den hohen Bedarf an spezialisierter Weiterbildung in einem umfeld, das durch stetig steigende Transparenzanforderungen geprÀgt ist.
