Gelenkschutz, Biologikum

Gelenkschutz: Neues Biologikum reduziert SchÀdigung um 57%

30.05.2026 - 05:09:26 | boerse-global.de

FDA erweitert Zulassung fĂŒr Psoriasis-Arthritis-Medikament. Forscher warnen vor NierenschĂ€den durch ĂŒbermĂ€ĂŸigen Chili-Konsum.

Gelenkschutz: Neues Biologikum reduziert SchĂ€digung um 57% - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Gelenkschutz: Neues Biologikum reduziert SchĂ€digung um 57% - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Chronische Schmerzen und EntzĂŒndungen betreffen Millionen Deutsche. Jetzt warnen Forscher vor riskanten DiĂ€ten, wĂ€hrend gleichzeitig bahnbrechende Therapien auf den Markt kommen.

Lebensgefahr durch scharfes Essen?

Eine aktuelle Fallstudie aus China sorgt fĂŒr Aufsehen: Ein 56-jĂ€hriger Mann aß monatelang zu jeder Mahlzeit Chili – mit verheerenden Folgen. Die Ärzte diagnostizierten schwere NierenschĂ€den durch Oxalatsteine und NierenentzĂŒndungen. Schuld ist die hohe Konzentration von Vitamin C in der scharfen Schote.

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Forscher der UniversitĂ€t SĂŁo Paulo schlagen Alarm: Wer tĂ€glich ein bis zwei Gramm Vitamin C zu sich nimmt, riskiert die Bildung von Calciumoxalat-Kristallen. Diese können die Nierentubuli schĂ€digen und langfristig zu Nierenversagen fĂŒhren.

Doch nicht nur Chili birgt Gefahren. Ein Chefarzt aus Stuttgart warnte am 28. Mai 2026 eindringlich vor Schmerzmitteln wie Ibuprofen wĂ€hrend Hitzewellen. „Bei hohen Temperaturen sollten Patienten auf nierenschĂ€digende Medikamente verzichten", so der Mediziner. Stattdessen empfiehlt er, bis zu drei Liter FlĂŒssigkeit tĂ€glich zu trinken, um die Nieren zu schĂŒtzen.

Durchbruch bei Gelenkerkrankungen

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat am 29. Mai 2026 eine bedeutende Zulassungserweiterung fĂŒr Guselkumab von Johnson & Johnson genehmigt. Das Medikament, ein IL-23-Inhibitor, kann nun auch zur Verhinderung von GelenkschĂ€den bei aktiver Psoriasis-Arthritis eingesetzt werden.

Die Phase-3b-APEX-Studie liefert beeindruckende Zahlen: Patienten, die auf das Biologikum umstellten, zeigten nach 48 Wochen eine 57-prozentige Reduktion der radiologischen GelenkschĂ€digung. FĂŒr Betroffene, die bisher auf herkömmliche Therapien nicht ansprachen, eröffnet sich damit eine völlig neue Perspektive.

Rheuma-Medikament gegen Depressionen?

Forscher gehen neue Wege: Eine randomisierte Pilotstudie, Ende Mai im Fachjournal JAMA Psychiatry veröffentlicht, untersuchte den Einsatz von Tocilizumab – einem Biologikum gegen Rheuma – bei behandlungsresistenter Depression. Die Infusion linderte zwar körperliche Symptome innerhalb weniger Wochen, erreichte jedoch keine statistische Signifikanz. Dennoch: Die Idee, EntzĂŒndungsprozesse als Ursache von Depressionen zu behandeln, gewinnt an Fahrt.

Cannabis und Krillöl: Neue Hoffnung fĂŒr Schmerzpatienten

Alternative Behandlungen rĂŒcken zunehmend in den Fokus der Forschung. Eine 12-wöchige Studie mit 164 Teilnehmern, veröffentlicht in Clinical Therapeutics, untersuchte die Wirkung von oralen Cannabinoid-Kapseln bei Arthritis und Fibromyalgie. Die Ergebnisse sind vielversprechend: Die Patienten berichteten von deutlichen Verbesserungen bei Schmerzen, SchlafqualitĂ€t und LebensqualitĂ€t.

Auch Krillöl zeigt Potenzial. Eine Pilotstudie der University of Florida und Aker BioMarine untersuchte die Wirkung auf chronische Schmerzen bei Ă€lteren Erwachsenen. Vier Gramm tĂ€glich ließen den Omega-3-Index von 4,3 auf 7,4 Prozent steigen. Die Forscher beobachteten einen Trend zu geringeren SchmerzintensitĂ€ten, betonen aber: GrĂ¶ĂŸere Studien sind nötig.

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Cannabis-LÀden senken Opioid-TodesfÀlle

Eine vom US-Gesundheitsinstitut NIH finanzierte Studie der University of Kentucky liefert bemerkenswerte Daten. Die Analyse von Daten aus den Jahren 2011 bis 2021 zeigt: In Gegenden mit medizinischen Cannabis-Apotheken sank die Zahl der nicht-tödlichen Opioid-Vergiftungen um 15,47 Prozent. Bei jungen Erwachsenen lag der RĂŒckgang sogar bei ĂŒber 23 Prozent.

Regenerative Therapien: Muskeln und Gelenke heilen schneller

Die Sportmedizin setzt zunehmend auf Eigenbluttherapie (ACP). Eine retrospektive Studie zeigt: ACP kann die KontinuitĂ€t von BĂ€ndern wiederherstellen und ermöglicht eine RĂŒckkehr zum Sport innerhalb von etwa vier Monaten. Parallel dazu nutzen Profisportler Mikrostromtherapie, um Muskelgewebe zu stimulieren und die Zellerneuerung zu fördern – besonders bei Muskelfaserrissen, die sonst vier bis sechs Wochen benötigen.

Forscher der University of Colorado und der Colorado State University arbeiten an experimentellen Therapien, die Gelenke innerhalb von acht Wochen reparieren sollen. Das ARPA-H-NITRO-Programm setzt auf regenerative Injektionen und Biomaterial-Systeme. Klinische Studien könnten innerhalb der nÀchsten 18 Monate beginnen.

PflegekrÀfte fordern mehr Schmerzexpertise

Der Deutsche Berufsverband fĂŒr Pflegeberufe (DBfK) hat anlĂ€sslich des Aktionstags gegen Schmerzen am 2. Juni 2026 eine klare Forderung: Speziell ausgebildete SchmerzpflegekrĂ€fte mĂŒssen in allen Versorgungsbereichen zur Pflicht werden. Die InterdisziplinĂ€re Multimodale Schmerztherapie (IMST) – mit Schulungen Anfang Juni in Buchholz – zeigt, worum es geht: nicht um vollstĂ€ndige Schmerzfreiheit, sondern um eine deutliche Verbesserung der LebensqualitĂ€t.

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