Gemini, Google

Gemini 4: Google startet Training fĂŒr nĂ€chste KI-Generation

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 11:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google beginnt mit dem Training von Gemini 4, wÀhrend das Zwischenmodell 3.5 Pro weiterhin mit Verzögerungen kÀmpft. Neue Flash-Varianten und hohe Investitionen in die Cloud-Infrastruktur prÀgen die Strategie.

Google startet Training fĂŒr Gemini 4: Fokus auf autonome Systeme
Futuristische ServerrĂ€ume mit leuchtenden Glasfaserkabeln und abstrakten Datenvisualisierungen eines neuronalen Netzes. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Der Technologiekonzern Google hat offiziell mit der frĂŒhen Trainingsphase fĂŒr sein nĂ€chstes großes KI-Modell, Gemini 4, begonnen. Damit reagiert das Unternehmen auf einen verschĂ€rften Wettbewerbsdruck und wachsende Kritik an den aktuellen Entwicklungszyklen. WĂ€hrend Gemini 4 speziell auf autonome Systeme und signifikant verbesserte ProgrammierfĂ€higkeiten ausgelegt ist, kĂ€mpft die Zwischengeneration Gemini 3.5 Pro weiterhin mit Verzögerungen.

Strategiewechsel inmitten von Verzögerungen

Branchenberichten zufolge verlagert Google den internen Fokus massiv auf die Entwicklung von Gemini 4. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Gemini 3.5 Pro die Erwartungen bislang nicht vollstĂ€ndig erfĂŒllen konnte. Das Modell befindet sich derzeit noch in Testphasen mit Partnern und zeigt laut Analysen SchwĂ€chen in den Bereichen Programmierung und kreative Textgestaltung gegenĂŒber der Konkurrenz. In Fachforen und sozialen Netzwerken wie Reddit Ă€ußerten Nutzer zuletzt deutliche Kritik an der verzögerten Bereitstellung und bezeichneten das Modell 3.5 Pro bereits als unzureichend.

Um die LĂŒcke bis zum Erscheinen der nĂ€chsten Generation zu schließen, hat Google spezialisierte Varianten der Flash-Reihe veröffentlicht. Dazu gehören Gemini 3.6 Flash, 3.5 Flash-Lite sowie die sicherheitsorientierte Version Gemini 3.5 Flash Cyber. Das Modell 3.6 Flash soll eine Effizienzsteigerung bieten und rund 17 Prozent an Tokens einsparen. Gemini 3.5 Flash Cyber wurde gezielt fĂŒr die Cybersicherheit entwickelt und kommt bereits in Pilotprojekten fĂŒr Regierungen zum Einsatz. In Tests identifizierte dieses Modell 55 Schwachstellen in der JavaScript-Engine V8, womit es sowohl die Standardversion Gemini 3.5 Flash mit 47 Funden als auch das Konkurrenzmodell Claude Opus 4.6 mit 36 Funden ĂŒbertraf.

Anzeige

Die rasante Entwicklung von Modellen wie Gemini 4 zeigt, wie tiefgreifend kĂŒnstliche Intelligenz unsere Wirtschaft verĂ€ndert – doch mit der Technologie steigen auch die regulatorischen Anforderungen. Dieser kostenlose Leitfaden hilft Unternehmen, die komplexen Vorgaben des EU AI Acts rechtzeitig und rechtssicher umzusetzen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklĂ€rt

Hohe Investitionen in Infrastruktur und Cloud

Die ambitionierte Modellstrategie spiegelt sich in den aktuellen GeschĂ€ftszahlen der Konzernmutter Alphabet wider. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 24,2 Prozent auf 119,8 Milliarden US-Dollar. Besonders die Cloud-Sparte verzeichnete mit einem Plus von 81,8 Prozent auf 24,8 Milliarden US-Dollar ein starkes Wachstum. Gleichzeitig treibt der Konzern den Ausbau seiner RechenkapazitĂ€ten massiv voran. Die Investitionsausgaben beliefen sich im Berichtsquartal auf 44,9 Milliarden US-Dollar, was zu einem negativen freien Cashflow von 5,9 Milliarden US-Dollar fĂŒhrte.

FĂŒr die Zukunft hat Alphabet die Prognose fĂŒr die Investitionsausgaben auf eine Spanne von 195 bis 205 Milliarden US-Dollar angehoben. Ein Teil dieser Mittel fließt in die Entwicklung neuer Hardware. Mit der „Frozen V2“ wurde eine neue Generation von Tensor Processing Units (TPU) entwickelt, die durch den Einsatz von On-Chip-SRAM ohne das aufwendige CoWoS-Packaging auskommt. Diese Chips sind speziell fĂŒr die Anforderungen kĂŒnftiger Gemini-Modelle optimiert. Eine Serienproduktion wird ab dem kommenden Jahr erwartet, wobei ein vollstĂ€ndiger Hochlauf fĂŒr 2028 geplant ist. Als potenzieller Partner fĂŒr dieses Projekt gilt Marvell.

Anzeige

WĂ€hrend Google massiv in neue Sicherheits-KI investiert, stehen viele Firmen noch vor der Frage, welche konkreten Pflichten die neue EU-Gesetzgebung fĂŒr sie bereithĂ€lt. Erfahren Sie in diesem Experten-Report, welche KI-Systeme als Hochrisiko eingestuft werden und welche Dokumentationspflichten Sie jetzt erfĂŒllen mĂŒssen. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zur KI-Verordnung sichern

Marktumfeld und Nutzerbasis

Trotz der Verzögerungen bei einzelnen Modellvarianten meldet Google eine weiterhin hohe Akzeptanz seiner KI-Dienste. Die Gemini App erreicht monatlich rund 950 Millionen Nutzer, wobei die Systemlast bei etwa 22 Milliarden Tokens pro Minute liegt. Der Wettbewerbsdruck bleibt jedoch hoch: Konkurrenten bringen mit Modellen wie Kimi K3, Opus 5 oder der GPT 5.6-Serie mit den Varianten Sol, Luna und Terra kontinuierlich neue Leistungsstufen auf den Markt. Mit dem Fokus auf Gemini 4 und die FĂ€higkeit zu autonomen Handlungen versucht Google, die technologische FĂŒhrung in diesem wettbewerbsintensiven Sektor zu festigen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

de | wissenschaft | 69891698 |