Gemini, Google

Gemini: Google bringt KI-Bildgenerierung mit Google Fotos

26.06.2026 - 06:57:57 | boerse-global.de

Google Gemini erzeugt ab sofort Bilder basierend auf persönlichen Fotobibliotheken. Datenschutz bleibt laut Unternehmen gewahrt.

Google Gemini: Personalisierte Bildgenerierung aus Fotos startet
Gemini - Digitaler Bilderrahmen mit KI-generiertem Hausbild, dezenten UI-Elementen und Datenpunkten. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Google hat die Funktionen seines KI-Modells Gemini um die personalisierte Bildgenerierung erweitert. Seit heute können Nutzer in Deutschland und weltweit eigene Bilder erstellen lassen, die auf ihren persönlichen Interessen und den Daten in Google Fotos basieren. Der Schritt markiert einen weiteren Meilenstein in der Integration von Künstlicher Intelligenz in alltägliche Dienste – und wirft zugleich Fragen zum Datenschutz auf.

So funktioniert die personalisierte Bildgenerierung

Die neue Funktion erlaubt es Nutzern, über einfache Sprachbefehle individuelle Bilder zu erstellen. Wer etwa sein „Traumhaus“ visualisieren möchte, kann dies mit einem natürlichen Satz wie „Zeig mir mein Traumhaus basierend auf meinen Vorlieben“ tun. Das System nutzt dafür spezifische Labels aus der eigenen Fotobibliothek – etwa erkannte Familienmitglieder –, um kontextrelevante Ergebnisse zu liefern.

Ein wichtiges Detail: Google betont, dass private Fotoalben nicht zum Training der KI-Modelle verwendet werden. Zur Transparenz wurde ein „Quellen“-Button integriert, der anzeigt, welche Informationen für die Generierung herangezogen wurden.

Die Einführung erfolgt nur einen Tag, nachdem Google am 25. Juni eine neue Einstellung für den Suchverlauf aktiviert hat. Diese speichert von Nutzern hochgeladene Medien aus der Google-Suche standardmäßig für das KI-Training – es sei denn, der Nutzer widerspricht aktiv.

Erweiterte Bearbeitungstools nun auch in Deutschland

Parallel zur Bildgenerierung hat Google die Funktion „Bearbeiten mit Ask Photos“ ausgebaut. Seit dem 25. Juni ist diese Funktion in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien verfügbar. Sie ermöglicht natürliche Sprachbearbeitung: Nutzer können etwa Spiegelungen entfernen oder bestimmte Kunststile wie Aquarell per Sprachbefehl anwenden.

Der Dienst, der weltweit 1,5 Milliarden monatlich aktive Nutzer zählt, hat zudem eine „Garderobe“-Funktion eingeführt. Diese organisiert digitale Outfits und gibt Stilempfehlungen – mit Potenzial für virtuelle Anproben in der Zukunft.

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Gemini erobert Workspace und Bildung

Die personalisierte Bildgenerierung ist Teil einer größeren Offensive, die Google Ende Juni 2024 gestartet hat:

  • Lernplattform: Die Gemini-App bietet nun eine globale, personalisierte Lernplattform mit Diagnosetests und Fortschrittsübersicht für über 100 Lernziele. Aktuell unterstützt sie die SAT-Vorbereitung über den Princeton Review, weitere Tests wie GRE und ACT sollen bis Sommer 2026 folgen.
  • Google Workspace: Gemini-Funktionen wurden in Gmail, Drive und Sheets integriert. Neu sind etwa die „Organisiere meine Dateien“-Funktion in Drive und ein Tool zur Korrektur von Formelfehlern in Sheets.
  • Werbung: Demand-Gen-Kampagnen nutzen Gemini nun zur Optimierung von Creatives für YouTube – etwa zur Umwandlung vertikaler Videoformate in quadratische oder horizontale Ansichten.

Kulturelle und kommerzielle Projekte

Die Technologie findet auch in Großprojekten Anwendung. Der Modekonzern Gap Inc. kündigte auf dem Cannes Lions 2026 Festival an, Gemini und Vertex AI verstärkt für das Marketing seiner Marken – darunter Old Navy und Banana Republic – einzusetzen. Der Einzelhändler meldete für das erste Quartal 2026 einen Nettoumsatz von umgerechnet rund 3,2 Milliarden Euro, wobei Online-Transaktionen 38 Prozent ausmachten.

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In einem kulturellen Projekt präsentierte Google DeepMind auf demselben Festival eine KI-Rekonstruktion eines historischen Tores von Pelé vom 2. August 1959. Mithilfe von Gemini Omni und Veo 3 wurde das Tor in Zusammenarbeit mit Historikern und dem Pelé-Museum digital wiederhergestellt.

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