Gemini, Omni

Gemini Omni 1.2 Flash: Google senkt Videokosten um 30 Prozent

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 23:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das neue Modell erstellt Clips bis 15 Sekunden, kostet 30 Prozent weniger als sein Vorgänger und ist in Google Vids integriert.
Modernes Rechenzentrum mit schlichten Server-Racks in einer minimalistischen, blau beleuchteten Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Google DeepMind hat das KI-Modell Gemini Omni 1.2 Flash auf den Markt gebracht. Wie aus einem Unternehmensbericht vom 5. November 2026 hervorgeht, steht das System ab sofort über die Gemini API sowie über die Google Cloud allgemein zur Verfügung. Die Neuentwicklung zielt darauf ab, die automatisierte Erstellung und Bearbeitung von Videosequenzen für Entwickler und Unternehmenskunden flexibler, kostengünstiger und technisch robuster zu gestalten.

Längere Clips und präzisere Steuerung

Im Vergleich zur Vorgängerversion hebt das Modell bisherige Laufzeitbeschränkungen an. Gemini Omni 1.2 Flash generiert native Videoclips mit einer Dauer von bis zu 15 Sekunden, während das Limit zuvor bei 10 Sekunden lag. Entwickler können die gewünschte Videolänge in Schritten von einer Sekunde innerhalb eines Bereichs von 3 bis 15 Sekunden exakt festlegen.

Zudem bringt die Modellgeneration funktionale Weiterentwicklungen mit. Dazu gehört ein sogenanntes Multi-Turn-Conversational-Editing, das iterative Anpassungen über mehrstufige Dialoge erlaubt.

Nach Angaben von Google DeepMind erzielt das System eine höhere Referenztreue sowie insgesamt konsistentere Ergebnisse bei der Bildfolge. Ergänzend wurden die Natürlichkeit der Sprachausgabe verbessert und die Steuerungsmöglichkeiten für virtuelle Kamerabewegungen ausgebaut.

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Kostensenkung und Sicherheitsmerkmale

Neben den technischen Modifikationen wurde auch die Preisstruktur überarbeitet. Die Nutzungskosten liegen um 30 Prozent unter denen von Omni 1.1 und belaufen sich auf 0,07 US-Dollar pro Sekunde für Material in einer Auflösung von 720p.

Für den Produktionsablauf unterstützt das Modell eine gestaffelte Generierung: Erste Entwürfe lassen sich schnell in Auflösungen von 360p oder 720p rendern, bevor bei Bedarf ein Hochskalieren auf 1080p oder 4K erfolgt. Um den Schutz vor Manipulationen und die Nachverfolgbarkeit von KI-Inhalten zu gewährleisten, versieht Google DeepMind alle erzeugten Ausgaben mit einem SynthID-Wasserzeichen.

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Direkte Einbindung in Google Vids

Das neue Videomodell fließt unmittelbar in das Endanwender-Ökosystem von Google ein. Das hauseigene Tool Google Vids setzt auf Omni 1.2 Flash auf, um videobasierte Arbeitsabläufe direkt am Arbeitsplatz zu unterstützen. Nutzer mit einem regulären Google-Konto oder über Google Workspace erhalten die Möglichkeit, monatlich bis zu drei Videos mit einer Länge von jeweils 15 Sekunden kostenlos zu erstellen.

In der Anwendungsumgebung von Google Vids lassen sich unter anderem schnittfreie Produktwerbungen realisieren. Zudem können Referenzbilder eingesetzt werden, um Charaktere und visuelle Szenen über den gesamten Verlauf hinweg konsistent darzustellen, während das Modell gleichzeitig für eine natürlichere Sprachbegleitung sorgt.

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