Gemini Omni 1.2 Flash: Google senkt Videokosten um rund 31 Prozent
Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 10:05 Uhr | Redaktion boerse-global.deGoogle bereitet einen nahtlosen Übergang auf sein überarbeitetes Videomodell vor: Ab dem 3. Dezember 2026 werden Anfragen an Omni 1.1 automatisch auf Version 1.2 umgeleitet.
Die allgemeine Verfügbarkeit von Gemini Omni 1.2 Flash über die Google Cloud und die Gemini API hatte DeepMind-Produktmanager Anish Nangia am 5. November 2026 bekanntgegeben. Nutzer können damit Videoclips mit einer Dauer von bis zu 15 Sekunden erstellen und über fortlaufende Dialog-Prompts schrittweise anpassen.
Niedrigere Kosten und längere Videosequenzen
Während Version 1.1 Videos auf maximal 10 Sekunden begrenzte, erlaubt Gemini Omni 1.2 Flash Sequenzen zwischen 3 und 15 Sekunden, die sich in 1-Sekunden-Schritten einstellen lassen.
Die Omni-Modellfamilie war am 19. Mai 2026 auf der Konferenz Google I/O gestartet; Version 1.1 hatte Szenenverlängerungen sowie Steuerungen für Start- und Endframes eingeführt.
Gleichzeitig sinken die Nutzungskosten: In 720p-Auflösung kostet die Generierung 0,07 US-Dollar pro Sekunde, was rund 30 Prozent unter den Kosten von Omni 1.1 Flash liegt. Dort fielen exakt 0,10136 US-Dollar pro Sekunde an, was einer Preissenkung um rund 31 Prozent entspricht.
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Ein 15-Sekunden-Clip in 720p kostet 1,05 US-Dollar, während für die gleiche Dauer unter Omni 1.1 rund 1,52 US-Dollar berechnet wurden. Zum Vergleich lagen die Token-Preise bei Version 1.1 bei 1,50 US-Dollar pro 1 Million Input-Tokens, 9,00 US-Dollar pro 1 Million Text-Output-Tokens sowie 17,50 US-Dollar pro 1 Million Video-Output-Tokens bei 5.792 Tokens pro Sekunde für 720p.
Bei einer beispielhaften Auslastung von 400 Werbeclips pro Monat mit jeweils vier Versuchen sinken die Gesamtkosten von 2.432,64 US-Dollar bei 1.1 auf 1.680,00 US-Dollar bei 1.2 – eine Ersparnis von 752,64 US-Dollar.
Entwürfe lassen sich in 360p und 720p erstellen. Eine Hochskalierung auf 1080p oder 4K wird separat abgerechnet und wird nur für erfolgreiche Entwürfe fällig; Preise für 360p, 1080p und 4K von Version 1.2 wurden bisher nicht veröffentlicht.
Erweiterte Bearbeitung und Integration in Werkzeuge
Über die gesamte Länge von 15 Sekunden hinweg unterstützt das Modell mehrstufige Dialog-Bearbeitungen. Verbessert wurde die Referenztreue: Gesichter, Markenfarben, Verpackungen sowie Produkt- und Markenbilder bleiben über wechselnde Kamerawinkel hinweg konsistent. Hinzu kommen konsistentere Bilder, natürlichere Sprache, optimierte Lippen-Synchronisation und filmische Kamerabewegungen.
Neue Anwendungsbereiche umfassen virtuelle Anproben, Produktvideos, Erklärclips, Kampagnen in sozialen Netzwerken sowie FPV-Drohnenflüge aus zwei Fotos.
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Grenzen bestehen weiterhin bei schneller Sportaction, raschen Skriptwechseln und komplexer Physik; Benchmark-Werte wurden nicht veröffentlicht, sondern lediglich Vergleichsbeispiele gegenüber Version 1.1. Sämtliche Ausgaben erhalten ein SynthID-Wasserzeichen, während Audio-Referenzen eine Freigabe erfordern.
Verfügbar ist das Modell über die Gemini API im AI Studio, die Google Cloud, Google Flow, Google Vids, Google Ads, Provisioned Throughput sowie Partner-Plattformen wie Figma Weave und Magnific; eine Einbindung in Adobe Firefly ist vorgesehen.
In der Gemini-App steht die Funktion vorerst Nutzern von Google AI Ultra zur Verfügung, während kostenlose Konten Werkzeuge wie Flow und Google Vids nutzen können. In Google Vids sind monatlich bis zu 3 kostenlose 15-Sekunden-Generierungen für Google- und Workspace-Konten ohne Zusatzkosten enthalten.
Überdies nutzt das Google Ads Asset Studio im Rahmen des Programms Creative Drop #2 im November 2026 Gemini Omni 1.2 Flash für Videowerbung. Die dortige Prompt-Funktion setzt einen allgemeinen Zugang zu generativen KI-Funktionen in Google Ads voraus, ist derzeit auf globales Englisch beschränkt und liefert je Batch-Projekt drei verschiedene Videokonzepte.
Mehr zum Thema bei heise online: „Google upgrades AI video generator Gemini Omni to version 1.2 Flash“
