Gemini-Update: Token-Verbrauch sinkt um 88 Prozent, Kosten um 66%
Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 15:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Technologiekonzern Google hat am 1. September 2026 die Einführung von Google Pics bekannt gegeben. Das neue Werkzeug zur Bildgenerierung und -bearbeitung wird in den kommenden Wochen für Abonnenten von Google AI Pro und Ultra sowie für einen Großteil der Workspace-Geschäftskunden bereitgestellt. Die schrittweise Integration in die Anwendungen Slides, Docs und Drive hat zum Monatsbeginn begonnen.
Erweiterte Funktionen für Workspace und Videoverarbeitung
Parallel zur Einführung von Google Pics weitete das Unternehmen die Kapazitäten seiner Gemini-Modelle aus. Ab dem 1. September 2026 steht ein agentisches Video-Verständnis für die Versionen Gemini 3.7 Flash, 3.6 Flash und 3.5 Flash-Lite zur Verfügung.
Diese Neuerung ist über Programmierschnittstellen (API), das Google AI Studio sowie Gemini Enterprise zugänglich. Nach Unternehmensangaben reduziert die optimierte Verarbeitung den Token-Verbrauch um bis zu 88 Prozent und senkt die Kosten um 66 Prozent, während die Qualität um 7 Prozent gesteigert werden konnte.
Bereits in den Vormonaten hatte Google das Workspace-Portfolio ergänzt. So wurden seit Mitte Juni automatische PDF-Zusammenfassungen in Drive in über 20 Sprachen eingeführt. Für das Tool Forms folgten im Sommer Funktionen zur Zusammenfassung offener Antworten sowie eine KI-gestützte Unterstützung bei der Erstellung von Formularen.
Microsoft und Amazon forcieren agentengestützte Entwicklung
Auch andere Branchengrößen meldeten zum 1. September 2026 Fortschritte bei der Automatisierung von Arbeitsprozessen. Microsoft gab die allgemeine Verfügbarkeit des Coauthorings für Canvas Apps mit KI-Agenten bekannt. Diese Funktion ermöglicht eine agentengestützte Softwareentwicklung unter Nutzung von über 1.400 Connectors bei gleichzeitiger Einhaltung von Governance-Kontrollen.
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Zeitgleich stellte Amazon den Dienst Quick allgemein zur Verfügung. Das Tool erlaubt es Kunden in den Tarifen Plus, Professional und Enterprise, Anwendungen mittels natürlicher Sprache zu erstellen. Dabei ist eine Integration in bestehende Systeme wie Salesforce oder Jira vorgesehen.
Branchenspezifische Automatisierung für Recht und Wissenschaft
Im Bereich der spezialisierten Dokumentenerstellung wurden zu Beginn des Monats mehrere Innovationen vorgestellt. Das Unternehmen Avvoka präsentierte auf der Fachkonferenz ILTACON 2026 in Nashville das Tool Curate.
Die Software soll die Erstellung von Standard-Templates aus früheren Transaktionsdokumenten von mehreren Monaten auf wenige Stunden verkürzen. Das Unternehmen hatte zuvor im März 2026 eine Investition in Höhe von 14 Millionen Britischen Pfund erhalten.
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Für den akademischen Sektor wurde ChatSlide 3.0 veröffentlicht. Die Plattform konzentriert sich auf die referenzbasierte Erstellung von Präsentationsfolien inklusive Zitaten und einer integrierten Literatursuche in Datenbanken wie PubMed. Nach Angaben des in San Francisco ansässigen Anbieters nutzen bereits über 25.000 Forscher und 18.000 Pädagogen den Dienst.
Effizienzgewinne in der Content-Produktion und Software-Entwicklung
Das in Singapur ansässige Unternehmen Leadde AI vermeldete im Rahmen seiner Workflow-Erweiterungen für die Videoerstellung aus Dokumenten signifikante Effizienzsteigerungen. Laut Berichten von Kunden konnten die Produktionseffizienz um 90 Prozent gesteigert und die Kosten um 70 Prozent gesenkt werden. CEO Chase Yang verwies zudem auf eine zehnfache Skalierbarkeit der Prozesse.
Einen ähnlichen Fokus auf Kosteneffizienz setzt VerSe Innovation mit der Plattform SparkStation. Das System soll die Produktionskosten für Kurzfilme drastisch senken – von bisher 10 bis 25 Lakh Indischen Rupien auf nun 50.000 bis 75.000 Indische Rupien. Das Projekt, in das über 30 Millionen US-Dollar investiert wurden, startete Ende August in die Betaphase.
Im Bereich der Unternehmenssoftware brachte UST am 1. September 2026 die Plattform UST Codon auf den Markt. Laut CEO Krishna Sudheendra beschleunigt das System die KI-gestützte Entwicklung für Umgebungen wie ServiceNow, SAP und Salesforce um rund 50 Prozent, wodurch Applikationen innerhalb einer Woche fertiggestellt werden könnten.
