Generation, Krankheit

Generation Z: 65 Prozent arbeiten trotz Krankheit – Burnout-Risiko

01.06.2026 - 17:18:51 | boerse-global.de

1,19 Milliarden Ăśberstunden 2024, viele unbezahlt. Junge Arbeitnehmer leiden besonders unter Belastung und Konflikten.

Generation Z: 65 Prozent arbeiten trotz Krankheit – Burnout-Risiko - Bild: über boerse-global.de
Generation Z: 65 Prozent arbeiten trotz Krankheit – Burnout-Risiko - Bild: über boerse-global.de

Die Zahlen sind alarmierend: 2024 leisteten Beschäftigte in Deutschland rund 1,19 Milliarden Überstunden – mehr als die Hälfte davon unbezahlt. Der Trend setzt sich 2025 fort, parallel steigen die Krankheitstage auf durchschnittlich 14,8 Tage.

Generation Z leidet besonders

Der DAK-Gesundheitsreport vom Juli 2025 zeigt: Jüngere Arbeitnehmer sind überdurchschnittlich betroffen. 28 Prozent der Unter-30-Jährigen leiden unter Generationenkonflikten am Arbeitsplatz – der Gesamtdurchschnitt liegt bei 23 Prozent. Besonders hart trifft es Branchen wie Gesundheitswesen und Erziehung.

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Doch die Probleme gehen tiefer. 65 Prozent der jungen Beschäftigten arbeiten trotz Krankheit – ein gefährlicher Trend. 26 Prozent berichten von depressiven Symptomen. Der Krankenstand der Generation Z lag 2024 bei 4,7 Prozent, unter dem Durchschnitt von 5,4 Prozent. Die hohe Präsentismus-Rate birgt jedoch erhebliches Burnout-Risiko.

Sport als mentale Waffe

Die Wissenschaft betont: Körper und Psyche sind untrennbar verbunden. Schlafqualität, Bewegung und Stresshormon-Regulation sind entscheidend für emotionale Stabilität. Wer Ruhephasen ignoriert, schwächt das Immunsystem.

Das American College of Sports Medicine hat seine Leitlinien nach 17 Jahren aktualisiert. Die gute Nachricht: Bereits zwei Trainingseinheiten pro Woche reichen aus, um Kraft und Muskelfunktion zu verbessern. Für mentale Resilienz ist kein Training bis zum Muskelversagen nötig – Regelmäßigkeit und moderate Anstrengung zählen.

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Atemtechnik gegen BĂĽrostress

Eine einfache Methode für den Arbeitsalltag: Herzkohärenz-Training. Durch bewusste, rhythmische Atmung harmonisiert sich der Herzschlag, das Nervensystem beruhigt sich. Ergebnis: mehr Gelassenheit im Job.

Natur als Therapieraum

Chemnitz geht neue Wege: Ende Mai 2026 eröffnete ein spezieller Rundweg für psychische Gesundheit im Rabensteiner Wald. Auf 3,2 Kilometern vermitteln Stationen Achtsamkeit, Akzeptanz und Atemübungen. Eine Fachklinik für Psychotherapie unterstützte das Projekt – niedrigschwellige Prävention für alle.

Sport setzt auf mentale Stärke

Auch im Profisport gewinnt psychologische Betreuung an Bedeutung. Werder Bremen trennte sich nach viereinhalb Jahren von seinem Mentalcoach – der Verein will die Rolle neu definieren. In der Nationalmannschaft setzen Verantwortliche vor großen Turnieren auf Teamgeist und Erholung: Golf oder Gesellschaftsspiele im Mannschaftsquartier sollen den Druck abfedern.

Die Botschaft ist klar: Wer langfristig leistungsfähig bleiben will, muss Körper und Psyche gleichermaßen pflegen. Das Institut der deutschen Wirtschaft prognostiziert bis 2040 einen Rückgang des Arbeitskräftepotenzials um fast drei Millionen Menschen – die Gesundheit der Mitarbeiter wird zum entscheidenden Faktor.

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