Generationenkluft, Instagram

Generationenkluft: 54% der unter 35-Jährigen recherchieren auf Instagram

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 20:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Jüngere Verbraucher setzen bei der Produktsuche auf Social Media, während Ältere Prospekten treu bleiben. Die Simon-Kucher-Studie zeigt klare Kanalpräferenzen.

Simon-Kucher-Studie: Generationenkluft bei der Produktrecherche
Eine junge Person nutzt ein Smartphone in einem Café, während im Hintergrund eine ältere Person eine Zeitung liest. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Eine umfassende Untersuchung der Strategieberatung Simon-Kucher beleuchtet den signifikanten Wandel in der Informationsbeschaffung von Konsumenten. Die im November 2025 veröffentlichte Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Appinio unter 1.000 Befragten durchgeführt wurde, zeigt eine deutliche Kluft zwischen den Generationen hinsichtlich ihrer Präferenzen für Informationskanäle und Kaufentscheidungen auf.

Digitale Dominanz bei jüngeren Zielgruppen

Die Ergebnisse der Erhebung machen deutlich, dass für Konsumenten unter 35 Jahren soziale Medien die primäre Quelle für Produktinformationen darstellen. Laut der Untersuchung nutzen 54 Prozent dieser Altersgruppe Instagram zur Recherche, während 42 Prozent auf TikTok zurückgreifen. Klassische Informationsmittel wie gedruckte Prospekte haben in diesem Segment an Bedeutung verloren und werden nur noch von 29 Prozent der Befragten genutzt.

Zudem zeigt sich eine wachsende Offenheit gegenüber technologischen Neuerungen und personenzentrierter Kommunikation. So gaben 26 Prozent der unter 35-Jährigen an, KI-Chatbots für die Einholung von Produktinformationen zu nutzen. Influencer spielen für 25 Prozent dieser Gruppe eine entscheidende Rolle im Entscheidungsprozess. Ein weiteres Merkmal der jüngeren Käufer ist der Wunsch nach einer emotionalen Ansprache: Für 24 Prozent sind Emotionen ein relevanter Faktor bei der Produktwahl.

Beständigkeit klassischer Formate bei älteren Generationen

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Die Simon-Kucher-Studie zeigt: 54% der unter 35-Jährigen recherchieren auf Instagram, während 50% der über 35-Jährigen weiterhin Prospekte nutzen. Wer beide Gruppen mit derselben Strategie erreichen will, verwässert seine Wirkung. Dieser Report liefert Ihnen die entscheidenden Hebel, um Ihre Kanäle und Botschaften präzise auf die Generationen abzustimmen. Jetzt kostenlosen Strategie-Report anfordern

Im Gegensatz dazu halten Konsumenten über 35 Jahren verstärkt an traditionellen Informationswegen fest. Die Studie belegt, dass für 50 Prozent dieser Altersgruppe Prospekte weiterhin das Mittel der Wahl sind, um sich über Angebote zu informieren. Digitale Innovationen und soziale Einflüsse stoßen hier auf deutlich geringere Resonanz. Lediglich 9 Prozent der Befragten über 35 Jahren nutzen KI-Chatbots, und nur 12 Prozent lassen sich durch Influencer in ihrem Kaufverhalten beeinflussen.

Auch die psychologische Ansprache unterscheidet sich zwischen den Altersgruppen. Während Emotionen bei den Jüngeren eine gewichtige Rolle spielen, gaben in der Gruppe der über 35-Jährigen lediglich 16 Prozent an, dass dieser Aspekt für sie bei der Informationsbeschaffung von Bedeutung sei.

Strategische Konsequenzen für die Marktbearbeitung

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Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer differenzierten Marketingstrategie. Dr. Tobias Maria Günter von Simon-Kucher wies in diesem Zusammenhang auf die Gefahren einer zu breit angelegten Kommunikation hin. Er erläuterte, dass Unternehmen ihre Wirkung am Markt verwässern würden, wenn sie versuchten, alle Zielgruppen mit derselben Strategie zu erreichen. Eine zielgerichtete Ansprache, die die spezifischen Kanalpräferenzen der jeweiligen Alterskohorten berücksichtigt, gewinne daher zunehmend an Relevanz.

Die Daten legen nahe, dass eine einheitliche Werbestrategie angesichts der auseinandergehenden Nutzungsgewohnheiten von sozialen Netzwerken, Künstlicher Intelligenz und klassischen Printmedien kaum noch Erfolg verspricht. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie ihre Ressourcen präzise zwischen digitalen Plattformen für jüngere und etablierten Kanälen für ältere Kunden aufteilen müssen, um ihre Sichtbarkeit und Effektivität zu wahren.

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