Gesundheitsregion, Braunschweig

Gesundheitsregion Braunschweig: Zentralklinikum am Fichtengrund geplant

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 06:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Drei Braunschweiger Kliniken und die Stadt planen neue Rollen, digitale VerbĂŒnde und ein Zentralklinikum fĂŒr eine stabile Versorgung bis 2035.

Braunschweiger Kliniken bĂŒndeln KrĂ€fte fĂŒr Gesundheitsregion 2035
Eine Baustelle in der MorgendÀmmerung mit Erdarbeiten auf einer weiten FlÀche. Illustration mit AI erstellt.

In einer gemeinsamen Initiative haben die drei großen Braunschweiger Kliniken sowie die Stadtverwaltung PlĂ€ne zur langfristigen Sicherung der medizinischen Versorgung vorgestellt.

Wie das StĂ€dtische Klinikum Braunschweig (skbs), das Marienstift und das Herzogin Elisabeth Hospital (HEH) zusammen mit OberbĂŒrgermeister Dr. Thorsten Kornblum am 7. September 2026 bekannt gaben, soll die Initiative „Gesundheitsregion Braunschweig 2035“ den Standort stĂ€rken und eine engere Kooperation zwischen den HĂ€usern etablieren.

Die strategische Neuausrichtung ist eine Reaktion auf die aktuellen Herausforderungen im deutschen Gesundheitswesen. Insbesondere die bundesweite Krankenhausreform, der zunehmende FachkrÀftemangel und die steigenden QualitÀtsanforderungen an medizinische Leistungen machen laut den Beteiligten eine stÀrkere Zusammenarbeit notwendig. Das gemeinsame Ziel bestehe darin, die Versorgungsstrukturen effizienter zu gestalten und den Standort Braunschweig zukunftssicher aufzustellen.

Differenzierte Rollenverteilung der Kliniken

Ein Kernpunkt der Initiative ist die SchĂ€rfung der jeweiligen Klinikprofile, um Überschneidungen zu reduzieren und KapazitĂ€ten gezielter einzusetzen. Das StĂ€dtische Klinikum Braunschweig (skbs) wird dabei weiterhin seine Funktion als Maximalversorger fĂŒr die Region wahrnehmen.

Ein zentraler Bestandteil der kĂŒnftigen Struktur ist die Planung eines neuen Zentralklinikums, das am Standort Fichtengrund entstehen soll. Durch diese BĂŒndelung der Kompetenzen will das skbs die medizinische QualitĂ€t und die betrieblichen AblĂ€ufe optimieren.

Anzeige

Wer sich mit der Sicherung von Versorgungsstrukturen befasst, muss auch die Einhaltung gesetzlicher Standards wie den Infektionsschutz sicherstellen. Dieser kostenlose Muster-Hygieneplan unterstĂŒtzt Einrichtungen dabei, in wenigen Schritten ein rechtskonformes Konzept zu erstellen. Gratis Muster-Hygienekonzept jetzt herunterladen

Das Marienstift verfolgt unterdessen das Ziel, seine Akut- und Notfallversorgung signifikant auszubauen. Damit soll sichergestellt werden, dass dringliche medizinische FÀlle in der Stadt weiterhin eine verlÀssliche Anlaufstelle finden.

Im Gegensatz dazu prĂŒft das Herzogin Elisabeth Hospital (HEH) eine Neupositionierung als spezialisiertes Fachkrankenhaus. Der Fokus des HEH soll kĂŒnftig verstĂ€rkt auf der elektiven Spezialversorgung liegen. Hierbei werden insbesondere die Fachbereiche Endoprothetik und WirbelsĂ€ulenchirurgie als Schwerpunkte genannt.

Kooperation und digitale Transformation

Neben der medizinischen Spezialisierung sieht die Initiative „Gesundheitsregion Braunschweig 2035“ vor, gemeinsame Versorgungsstrukturen zu schaffen. Dies beinhaltet auch die Implementierung digitaler Lösungen, um die Kommunikation und DatenĂŒbermittlung zwischen den HĂ€usern zu verbessern. Um diese tiefgreifenden VerĂ€nderungen finanziell zu bewĂ€ltigen, planen die Kliniken die Nutzung von Mitteln aus dem Krankenhaustransformationsfonds.

Anzeige

Bei der Neuausrichtung medizinischer Standorte ist die Vermeidung von kostspieligen Fehlern im Bereich der Hygiene-Compliance essenziell. Erfahren Sie in diesem kostenlosen PDF-Leitfaden, wie Sie einen Hygieneplan nach § 36 IfSG schnell und fĂŒr jede Branche anpassbar umsetzen. Kostenlosen Hygieneplan-Leitfaden sichern

Die Ausarbeitung der konkreten Umsetzungsschritte erfolgt in enger Abstimmung mit dem NiedersÀchsischen Gesundheitsministerium. Obwohl der strategische Rahmen nun feststeht, bleiben zum gegenwÀrtigen Zeitpunkt noch Detailfragen offen.

So stehen laut Berichten aus den vergangenen Tagen die genaue Zuteilung der kĂŒnftigen Leistungsgruppen sowie detaillierte Personalplanungen noch nicht fest. Diese Aspekte sollen im weiteren Verlauf der KooperationsgesprĂ€che prĂ€zisiert werden, um eine bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung bis zum Jahr 2035 und darĂŒber hinaus zu gewĂ€hrleisten.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70072627 |