Gesundheitswesen, Fehltage

Gesundheitswesen: 474 psychisch bedingte Fehltage je 100 Versicherte

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 20:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
2025 stieg die mittlere Ausfalldauer bei psychischen Diagnosen auf 34,2 Tage; im Gesundheitswesen und bei Frauen lagen die Fehlzeiten besonders hoch.
Ein leerer, steriler Krankenhausflur mit kühlem Tageslicht und minimalistischer Architektur. Illustration mit AI erstellt.

Psychische Erkrankungen gewinnen im betrieblichen Fehlzeitengeschehen weiter an Gewicht. Wie aus dem DAK-Psychreport 2026 hervorgeht, über den in einem Bericht vom 04.11.2026 informiert wurde, waren seelische Leiden im Jahr 2025 mit einem Anteil von 18,7 Prozent die zweithäufigste Ursache für krankheitsbedingte Fehltage bei den versicherten Beschäftigten. Damit rückte diese Diagnosegruppe im Vergleich zum Vorjahr 2024 vor, in dem sie noch auf dem dritten Platz gelegen hatte.

Die Auswertung der Krankenkasse verdeutlicht nicht nur eine wachsende Relevanz im Arbeitsalltag, sondern auch eine Zunahme langwieriger Ausfälle, wobei bestimmte Branchen und Beschäftigtengruppen besonders stark betroffen sind.

Längere Ausfallzeiten und breite Betroffenheit

Ein zentraler Befund des Berichts betrifft die Dauer der Krankschreibungen. Die durchschnittliche Krankheitsdauer bei psychischen Diagnosen stieg von 32,9 Tagen im Jahr 2024 auf 34,2 Tage im Jahr 2025 an.

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Insgesamt waren im Jahr 2025 rund 7 Prozent der DAK-versicherten Beschäftigten mindestens einmal wegen einer psychischen Erkrankung arbeitsunfähig gemeldet. Über alle Wirtschaftszweige hinweg belief sich das durchschnittliche Ausfallvolumen auf 366 Fehltage je 100 Versicherte.

Hohe Belastung im Gesundheitswesen und geschlechtsspezifische Unterschiede

Besonders gravierend stellt sich die Situation für das Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen dar. Im Gesundheitswesen registrierte die Kasse im Erhebungsjahr 474 Fehltage je 100 Versicherte. Dieser Wert liegt deutlich über dem allgemeinen Durchschnitt von 366 Fehltagen je 100 Versicherte und veranschaulicht den überdurchschnittlichen Arbeitsausfall in diesem Bereich.

Gleichzeitig verzeichnet der Report erhebliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Frauen kamen auf 456 psychisch bedingte Fehltage je 100 Versicherte, während bei Männern 288 Fehltage je 100 Versicherte registriert wurden. Für weibliche Beschäftigte stellten psychische Erkrankungen im Jahr 2025 damit sogar die häufigste Ursache für Fehlzeiten dar.

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Depressionen bleiben dominierendes Krankheitsbild

Bei der differenzierten Betrachtung der Diagnosen zeigt sich eine Konzentration auf zwei Hauptkategorien. Auf Depressionen entfielen 55 Prozent aller psychisch bedingten Ausfälle. Dies entsprach einem Umfang von rund 202 Fehltagen je 100 Versicherte.

Anpassungsstörungen bildeten einen weiteren wesentlichen Faktor und verursachten rund 64 Ausfalltage je 100 Versicherte. Beide Kennzahlen wiesen im Vergleich zum Vorjahr 2024 einen Anstieg auf. Die Zunahme sowohl bei den Fallzahlen als auch bei der durchschnittlichen Ausfalldauer unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen, vor denen Arbeitgeber und das betriebliche Gesundheitsmanagement stehen.

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