Uni Bremen klagt gegen die EinschrÀnkung von Tierversuchen
27.02.2024 - 13:05:09Die UniversitÀt Bremen zieht im Streit um Tierversuche vor das Bundesverfassungsgericht. Die Klage richtet sich nach Angaben der Uni gegen Teile des neuen Hochschulgesetzes, mit dem Bremens Regierung Tierversuche stark einschrÀnkt. Zuerst hatte «buten un binnen» von Radio Bremen berichtet.
Die UniversitĂ€t kritisiert, dass sie auf eigens fĂŒr die Lehre getötete Tiere verzichten soll. «Die Vorschrift geht ĂŒber das Bundesrecht hinaus», teilte eine Sprecherin der UniversitĂ€t mit.
Das deutsche Tierschutzrecht lasse das Töten von Tieren fĂŒr die Forschung zu. Die Hochschule klagt auch dagegen, dass sie eine externe Kommission bilden soll, die die Tierversuche begutachtet und Empfehlungen ausspricht. Damit werde die Wissenschaftsfreiheit eingeschrĂ€nkt, so die Argumentation der Uni.
Schon seit Jahren wird in Bremen vor allem ĂŒber Affenversuche des Hirnforschers Andreas Kreiter gestritten. Er entzog Makaken zuletzt regelmĂ€Ăig Wasser, fixierte die Tiere im sogenannten Primatenstuhl und fĂŒhrte umfangreiche Kopfoperationen durch. Der Senat hatte die Fortsetzung der umstrittenen Experimente an der UniversitĂ€t abgelehnt. Kreitner wehrt sich dagegen vor dem Bremer Verwaltungsgericht.


