Gewaltkriminalität in Berlin: 543 Schussabgaben 2025 registriert
20.06.2026 - 17:16:51 | boerse-global.de
Eine Gruppe maskierter Personen hat am Freitagabend einen 18-jährigen Mann in der Lindauer Allee überfallen und schwer verletzt. Die Täter erbeuteten Bargeld und ein Mobiltelefon, bevor sie unerkannt flüchteten.
Pfefferspray und brutale Gewalt
Zunächst attackierten zwei maskierte Männer das Opfer unvermittelt mit Schlägen und Tritten. Kurz darauf kamen zwei weitere Täter hinzu und forderten die Herausgabe von Bargeld. Dabei setzten die Angreifer Pfefferspray gegen den 18-Jährigen ein.
Anzeige: Die Zahl der Schussabgaben in Berlin ist 2025 auf 543 gestiegen – Überfälle mit Pfefferspray und Bandenkriminalität nehmen zu. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Guide, wie Sie sich mit einfachen Maßnahmen schützen. Jetzt Sicherheits-Guide anfordern
Das Quartett entwendete sowohl das Handy als auch das Bargeld des Mannes. Nach der Tat floh die Gruppe in unbekannte Richtung. Der 18-Jährige erlitt schwere Verletzungen und muss stationär im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei ermittelt wegen schweren Raubes.
Steigende Gewaltkriminalität in Berlin
Der Überfall in Reinickendorf fällt in eine Phase zunehmender Gewalt im öffentlichen Raum. Die Statistik für 2025 zeigt 543 registrierte Schussabgaben im Stadtgebiet – ein deutlicher Anstieg gegenüber 363 Fällen im Jahr 2024.
Anzeige: Immer mehr Raubüberfälle in Wohngebieten – die Täter erbeuten Handys und Bargeld. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Smartphone sichern und im Ernstfall richtig reagieren. Ratgeber gegen Handyraub jetzt sichern
Mehr als 600 bewaffnete Drohungen verzeichneten die Behörden im vergangenen Jahr. Sicherheitsexperten führen die Entwicklung teils auf eskalierende Konflikte zwischen kriminellen Gruppierungen zurück. Diese werden vermehrt auch in Wohngebieten wie Kreuzberg, Spandau oder Reinickendorf ausgetragen. Ob der aktuelle Fall in der Lindauer Allee mit organisierter Bandenkriminalität zusammenhängt, prüfen die Ermittler derzeit.
Weiterer Gewaltvorfall am Wochenende
Neben dem Raub in Reinickendorf meldeten die Behörden einen weiteren Angriff. In Berlin-Kreuzberg wurde am Freitag eine 23-jährige Frau am Lausitzer Platz Opfer eines rassistisch motivierten Übergriffs. Die Täter traten auf ihr Opfer ein, bis es das Bewusstsein verlor. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.
