Gewichtsverlust, Herzwerte

Gewichtsverlust ab 40: Fünf Prozent können Herzwerte bis 62 verbessern

Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 18:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Wer zwischen 40 und 50 Jahren mindestens fünf Prozent abnimmt und das Gewicht hält, zeigt mit 62 günstigere Gesundheitswerte.
Ein sonniger Parkweg in einer grünen Landschaft, der eine gesunde und aktive Lebensweise symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Eine moderate Verringerung des Körpergewichts im mittleren Erwachsenenalter kann die kardiovaskuläre Gesundheit im späteren Leben maßgeblich verbessern.

Wie eine Untersuchung des University College London (UCL) vom 21. Oktober 2026 darlegt, erreichten vormals übergewichtige Erwachsene, die im Alter zwischen 40 und 50 Jahren mindestens 5 Prozent ihres Körpergewichts verloren und dieses bis zum 55. Lebensjahr hielten, mit 62 Jahren vergleichbare Blutdruck-, Cholesterin- und Entzündungswerte wie Personen, die ihr gesamtes Leben lang normalgewichtig geblieben waren.

Langzeitdaten aus britischer Kohorte

Die Untersuchung stützt sich auf die Daten von über 6.000 Teilnehmern der britischen National Child Development Study, die in einer bestimmten Geburtswoche des Jahres 1958 geboren wurden.

Im Rahmen der Erhebung analysierten die Wissenschaftler den Verlauf des Body-Mass-Index (BMI) von den Zwanzigerjahren an, das jeweilige Höchstgewicht bis zum 42. Lebensjahr, Gewichtsveränderungen bis zum 50. Lebensjahr sowie den Erhalt des Gewichts bis 55. Schließlich wurden umfassende Gesundheitsindikatoren im Alter von 62 Jahren bewertet.

Ein Gewichtsverlust von 5 Prozent entspricht bei einem Ausgangsgewicht von 80 Kilogramm einer Abnahme von 4 Kilogramm, bei 90 Kilogramm etwa 4,5 Kilogramm und bei 100 Kilogramm rund 5 Kilogramm.

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Trotz dieser vergleichsweise moderaten Größenordnung gelang es nur etwa 6 Prozent der Studienteilnehmer, bis zum 50. Lebensjahr mindestens 5 Prozent ihres Gewichts abzubauen und dieses Niveau bis zum 55. Lebensjahr zu halten. Etwa jeder vierte Teilnehmer hielt demgegenüber über das gesamte Leben hinweg ein gesundes Normalgewicht.

Risiken von Gewichtszunahme und Gewichtsschwankungen

Die Analyse verdeutlicht die kardiometabolischen Konsequenzen verschiedener Gewichtsverläufe. Eine kontinuierliche Gewichtszunahme im mittleren Lebensabschnitt beschleunigte die Verschlechterung der Herz- und Stoffwechselgesundheit am stärksten.

Folglich wiesen dauerhaft normalgewichtige Personen die besten Messwerte auf. Die ungünstigsten Werte zeigten sich hingegen bei stark übergewichtigen Personen sowie bei Menschen mit wiederholt schwankendem Gewicht.

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Da es sich bei der UCL-Untersuchung um eine reine Beobachtungsstudie handelt, liefert sie keinen direkten Kausalitätsnachweis für die beobachteten Zusammenhänge. Dennoch unterstreichen die Studienautoren die Bedeutung einer gezielten Gesundheitsförderung in diesem Lebensabschnitt.

Hauptautorin Dr. Charis Bridger Staatz hob hervor, dass das Altern nicht zwangsläufig mit einer Verschlechterung des Gesundheitszustands einhergehen müsse. Präventionsmaßnahmen sollten daher explizit auch Personen in ihren Fünfzigern einschließen; ohne entschiedenes Vorgehen gegen Übergewicht in dieser Altersphase könnten tausende Menschenleben verloren gehen.

Co-Autorin Dr. Laura Gimeno betonte ergänzend, wie wesentlich es sei, einer Gewichtszunahme im mittleren Alter vorzubeugen und den Zugang zu wirksamer Unterstützung bei der Gewichtsreduktion zu erweitern.

Relevanz für die präventive Kardiologie

Die Erkenntnisse unterstreichen den Wert zielgerichteter Lebensstilinterventionen bei älteren Erwachsenen. Fachleute aus der Kardiologie heben hervor, dass es auch in fortgeschrittenem Alter nicht zu spät sei, um die eigene kardiovaskuläre Gesundheit wirksam zu stabilisieren. Bereits ein verhältnismäßig geringer, aber dauerhafter Gewichtsverlust kann das Stoffwechsel- und Entzündungsprofil bis in das Rentenalter hinein positiv beeinflussen.

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