Gicht, Gewichtsabnahme

Gicht und Gewichtsabnahme: HarnsĂ€ure steigt in der ersten Woche vorĂŒbergehend

Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 20:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bei 102 MÀnnern erzielten drei kalorienreduzierte ErnÀhrungsweisen nach zwölf Wochen Àhnliche Ergebnisse bei Gewicht und HarnsÀure.
Frisches GemĂŒse, HĂŒlsenfrĂŒchte und Vollkornprodukte auf einer dunklen HolzoberflĂ€che. Illustration mit AI erstellt.

FĂŒr ĂŒbergewichtige und adipöse Personen mit erhöhtem HarnsĂ€urespiegel spielt die Wahl der geeigneten ErnĂ€hrungsstrategie eine zentrale Rolle bei der Stoffwechselregulierung. Eine im Fachjournal „Diabetes Care“ veröffentlichte randomisierte Untersuchung liefert detaillierte Einblicke in die Wirksamkeit verschiedener ErnĂ€hrungsformen.

In der Studie wurden 102 ĂŒbergewichtige oder adipöse MĂ€nner mit HyperurikĂ€mie ĂŒber einen Zeitraum von 12 Wochen begleitet. Das Forschungsteam verglich dabei drei kalorienreduzierte Kostformen: eine kohlenhydratarme ErnĂ€hrungsweise, die DASH-DiĂ€t sowie eine ausgewogene purinarme Kost.

Ähnliche Gewichts- und HarnsĂ€ureverĂ€nderungen nach 12 Wochen

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die konkrete DiĂ€tform fĂŒr den Gesamterfolg der Gewichtsreduktion eine untergeordnete Rolle spielte. Von den 85 Teilnehmern, die an der Nachuntersuchung teilnahmen, betrug der durchschnittliche Gewichtsverlust ĂŒber alle Gruppen hinweg 8,47 kg, was 9,3 % des ursprĂŒnglichen Ausgangsgewichts entsprach.

Nach Ablauf der 12 Wochen zeigten sich zwischen den drei Gruppen keine statistisch signifikanten Unterschiede in Bezug auf das Ausmaß des Gewichtsverlusts. Ebenso verlief die Reduktion der HarnsĂ€urewerte in den Gruppen vergleichbar, ohne dass eine der untersuchten ErnĂ€hrungsweisen in diesem Punkt einen statistisch messbaren Vorsprung gegenĂŒber den anderen Varianten verzeichnen konnte.

Unterschiede bei der Therapietreue und frĂŒhe Belastungsspitzen

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Trotz der vergleichbaren Endergebnisse traten zwischen den DiÀtformen qualitative Unterschiede auf. Teilnehmer in der DASH-Gruppe wiesen eine bessere AdhÀrenz auf und hielten die ErnÀhrungsvorgaben verlÀsslicher ein. Zudem verzeichneten die Probanden unter der DASH-DiÀt einen geringeren Verlust an Muskelmasse im Vergleich zur Gruppe mit kohlenhydratarmer Kost.

Gleichzeitig dokumentierte die Untersuchung eine kritische Phase zu Beginn der Umstellung: In der ersten Woche kam es zu einem vorĂŒbergehenden HarnsĂ€ureanstieg, der mit einem frĂŒhen Gipfel bei GichtanfĂ€llen einherging. Diese kurzzeitige Schwankung wurde von den Teilnehmern mittels Kapillarblutmessungen zu Hause erfasst.

Einordnung durch internationale Fachinstitutionen

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Die Beobachtungen decken sich in wesentlichen Punkten mit den Leitlinien internationaler Gesundheitsorganisationen. Die National Institutes of Health (NIH) verweisen darauf, dass eine schrittweise Gewichtsreduktion dazu beitragen kann, den HarnsÀurespiegel nachhaltig zu senken.

Das britische National Institute for Health and Care Excellence (NICE) hĂ€lt fest, dass die wissenschaftliche Evidenz fĂŒr eine spezifische einzelne DiĂ€t zur gezielten Vermeidung von GichtanfĂ€llen unzureichend sei. Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Institution Betroffenen vor allem eine ausgewogene ErnĂ€hrung.

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