Glucosamin bei Alzheimer: Gedächtnisverlust könnte um 25% schneller
16.06.2026 - 04:21:51 | boerse-global.de
Wer beides zusammen einnimmt, riskiert, dass die wertvollen Inhaltsstoffe verpuffen.
Der Grund: Polyphenole und Gerbstoffe im Kaffee binden Mineralien im Magen-Darm-Trakt. Das betrifft vor allem Eisenpräparate. Ernährungsmediziner Dr. Matthias Riedl rät zu einem Abstand von mindestens ein bis zwei Stunden zwischen Kaffee und Supplement.
Die harntreibende Falle
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Kaffee wirkt entwässernd – und das kostet den Körper wasserlösliche Vitamine. Vitamin B und Vitamin C werden schneller über die Nieren ausgeschieden. Eine brasilianische Studie zeigt zudem: Koffein erhöht die Calcium-Ausscheidung und könnte die Vitamin-D-Rezeptoren beeinträchtigen.
Besonders gefährdet: Menschen mit chronischen Darmerkrankungen, Eisenmangel, Schwangere und ältere Personen. Ihre ohnehin eingeschränkte Nährstoffaufnahme leidet zusätzlich.
Nicht nur Vitamine sind betroffen
Auch Medikamente reagieren empfindlich auf Kaffee. Eine Übersichtsarbeit aus dem European Journal of Drug Metabolism and Pharmacokinetics (Januar 2025) zeigt: Koffein beeinflusst über das Enzym CYP1A2 den Abbau von Antidepressiva.
Schilddrüsenmedikamente wie Levothyroxin, Mittel gegen Bluthochdruck und Osteoporose-Präparate werden ebenfalls gestört.
Und noch eine Warnung: Eine UF-Health-Studie (Datenbasis 2021–2024) fand Hinweise, dass Glucosamin bei Alzheimer-Patienten den Gedächtnisverlust um 25 Prozent beschleunigen könnte. Das Supplement überwindet die Blut-Hirn-Schranke und verursacht Ablagerungen in Gedächtnisregionen.
Die gute Nachricht: Kaffee ist nicht böse
Trotz der Wechselwirkungen: Kaffee hat auch positive Seiten. Eine Studie der Texas A&M University (Juni 2026, „Nutrients") belegt, dass Polyphenole wie Kaffeesäure und Chlorogensäure entzündungshemmend wirken. Und das sogar bei entkoffeiniertem Kaffee.
Eine Langzeitstudie mit 460.000 Teilnehmern über 13 Jahre zeigt: Zwei bis drei Tassen täglich senken das Depressionsrisiko. Erst bei mehr als fünf Tassen kehrt sich der Effekt um.
So klappt's mit der Einnahme
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Die Faustregel: Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel immer mit Wasser einnehmen. Bei Vitamin B12 empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 4 µg täglich – am besten morgens auf nüchternen Magen. In Auffüllphasen sind bis zu 1.000 µg sinnvoll, bevorzugt als Methylcobalamin.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hält bis zu 400 mg Koffein täglich für unbedenklich. Bei Schwangeren liegt die Grenze bei 200 mg.
Vorsicht bei anregenden Supplements: Koffein kann deren Wirkung verstärken – mit Folgen wie Nervosität, Herzrasen oder Schlafstörungen.
