Glukose-Trick: Uwe Knop sieht keinen wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 12:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein bestimmtes Ernährungskonzept verspricht eine bessere Kontrolle des Blutzuckerspiegels allein durch die Reihenfolge der Nahrungsaufnahme. Die Biochemikerin Jessie Inchauspé empfiehlt mit ihrem sogenannten Glukose-Trick, Mahlzeiten strukturiert abzuarbeiten: Zunächst sollen Ballaststoffe und Gemüse verzehrt werden, gefolgt von Fett, Kohlenhydraten und Fleisch.
Zucker und Stärke bilden nach diesem Prinzip den Abschluss einer Mahlzeit. Der Ansatz sorgt für Diskussionen unter Fachleuten über Nutzen und wissenschaftliche Haltbarkeit.
Mechanismus und versprochene Effekte
Das Prinzip hinter der Methode basiert auf der Beeinflussung von Stoffwechselprozessen. Wie unter anderem in Beiträgen des Senders Sat1 thematisiert wurde, sollen durch die vorgegebene Reihenfolge Blutzuckerspitzen und die damit verbundene Insulinausschüttung gedämpft werden.
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Allerdings zeigen sich in der Praxis deutliche Unterschiede: Individuelle Reaktionen auf diese Ernährungsweise fallen von Mensch zu Mensch verschieden aus, weshalb die Effekte nicht pauschal bei jedem Anwender identisch auftreten.
Kritik und Vorbehalte aus der Wissenschaft
Aus der Ernährungswissenschaft gibt es deutliche Vorbehalte gegenüber dem Konzept. Der Ernährungswissenschaftler Uwe Knop sieht keinen wissenschaftlichen Nachweis für die Wirksamkeit des Glukose-Tricks. In seiner Argumentation verweist er unter anderem auf eine israelische Studie aus dem Jahr 2016, die die Komplexität und Individualität von Blutzuckerreaktionen verdeutlicht.
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Zudem warnt Knop vor den potenziellen Begleiterscheinungen des Trends. Ein dauerhaftes Glukose-Selbsttracking könne erheblichen psychischen Druck bei den Anwendern erzeugen, wenn das tägliche Essverhalten ständig kontrolliert und überwacht werde.
Teile dieses Beitrags beruhen auf Recherchen von Augsburger Allgemeine.
