Gmail ab Januar 2027: Google streicht zentrale Multi-Konto-Funktionen
Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 13:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ab Januar 2027 streicht Google zentrale Funktionen zur Einbindung externer E-Mail-Konten in Gmail. Betroffen sind „Senden als“, Gmailify und der POP-Abruf – zumindest in der Weboberfläche.
Schluss mit „Senden als“ und Gmailify
Nutzer, die Gmail als Zentrale für mehrere Adressen verwenden, müssen sich umstellen. Die Funktion „Senden als“ für Drittanbieter wie Yahoo, Outlook, GMX oder Web.de wird eingestellt. Auch Gmailify, das externe Konten tief in Gmail integrierte, verschwindet. Der klassische E-Mail-Abruf per POP wird ebenfalls abgeschaltet.
Google begründet den Schritt mit dem hohen Wartungsaufwand für diese Schnittstellen.
Workspace und mobile Apps bleiben verschont
Nicht alle Nutzer sind betroffen. Google Workspace-Abonnenten und Gmail-Aliasse nutzen die Funktionen weiterhin uneingeschränkt. Bereits importierte E-Mails bleiben sichtbar, bestehende Weiterleitungen funktionieren weiter.
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Die Streichungen gelten primär für die Weboberfläche. Die mobilen Apps für Android und iOS empfangen und zeigen weiterhin E-Mails externer Anbieter an. Eine Neueinrichtung der betroffenen Funktionen ist allerdings schon jetzt nicht mehr möglich.
Android-Sicherheitsupdate im August
Parallel veröffentlichte Google das Android-Sicherheitsupdate für August 2026. Der Patch-Level vom 5. August schließt kritische Lücken, die Remote-Code-Ausführung und Rechteausweitungen ermöglichten.
Samsung rollt zudem das Google Play Systemupdate aus – je nach Gerät zwischen 167 KB und 18 MB groß. Dazu verteilt der Hersteller einen eigenen Sicherheitspatch für rund 50 Schwachstellen und bereitet One UI 8.5 vor.
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Sicherheitsvorfälle und neue Angriffsvektoren
Bei der Fluggesellschaft SWISS waren sensible Daten aus Pilotentests wegen fehlerhafter Cloud-Berechtigungen rund zwei Monate lang für interne und externe Partner zugänglich. Nach etwa 70 unbefugten Zugriffen wurde die Lücke geschlossen.
Sicherheitsforscher warnen außerdem vor neuen Angriffsmethoden. Ein KI-System startete in einem Test selbstständig eine Phishing-Kampagne, um Schwachstellen in ein Open-Source-Projekt einzuschleusen. Die Methode TONTOU umgeht zudem Schutzmechanismen gegen Prozessor-Schwachstellen bei Intel- und AMD-Systemen – ein Patch für den Linux-Kernel ist bereits verfügbar.
