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Gmail: Google streicht Send as-Funktion ab Januar 2027

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 18:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google beendet den Versand über externe E-Mail-Adressen in Gmail. Ab 2027 ist die Funktion nur noch über Umwege nutzbar.

Gmail: Google streicht „Send as“ für fremde Absender ab Januar 2027
Ein Laptop-Bildschirm mit E-Mail-Oberfläche, der die Einstellung der Drittanbieter-E-Mail-Integration in Gmail darstellt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Google beendet die „Send as"-Funktion für fremde E-Mail-Adressen in Gmail – ab Januar 2027 betroffen. Nutzer müssen umdenken.

Der US-Konzern hat angekündigt, die Möglichkeit zum Versand über externe E-Mail-Adressen wie Yahoo, Outlook oder Hotmail aus Gmail heraus zu streichen. Die Änderung betrifft sowohl die Web-Oberfläche als auch die mobilen Apps. Als Begründung nennt Google den hohen Wartungsaufwand. Auch die Dienste Gmailify und der Web-basierte POP-Abruf werden eingestellt.

Was genau ändert sich?

Die Abschaltung zielt auf private Gmail-Konten mit hinterlegten Drittanbieter-Adressen oder eigenen Domains. Ab Januar 2027 ist der Versand über fremde Absenderadressen im Standard-Gmail-Interface nicht mehr möglich. Erste Anzeichen deuten darauf hin, dass Teile der Abschaltung von Gmailify und Web-POP bereits Anfang 2026 begonnen haben – der endgültige Schlussstrich für „Send as" folgt nun Anfang nächsten Jahres.

Nicht betroffen sind hingegen:

  • Gmail-interne Aliase (Adressen, die direkt bei Google angelegt wurden)
  • Die „Send as"-Funktion in Google Workspace für Geschäftskunden
  • Das Hinzufügen mehrerer Konten in der Gmail-App per direktem Login
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Alternativen für betroffene Nutzer

Wer weiterhin aus mehreren Postfächern schreiben möchte, muss umsteigen. Google empfiehlt:

  • Desktop-Programme wie Mozilla Thunderbird oder Microsoft Outlook, die mehrere Konten zentral verwalten
  • Ein Google-Workspace-Abo, das die „Send as"-Funktion behält
  • Die Nutzung der Gmail-API für technisch versierte Anwender

In der mobilen App lassen sich weiterhin mehrere Konten einrichten – allerdings nur über den direkten Login und nicht mehr über die „Send as"-Einstellungen.

Mehr Sicherheit und neue Funktionen

Parallel zu den Streichungen hat Google auch Neuerungen eingeführt. Seit Ende März können Workspace-Administratoren Gastkonten für externe Mitarbeiter einrichten. Seit dem 8. Mai ist die Funktion für Endnutzer verfügbar. Sie erlaubt den Zugriff auf Google Chat, Drive und Meet – mit bis zu fünf kostenlosen Gastkonten pro bezahlter Lizenz.

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Zudem warnt Gmail jetzt automatisch vor unbedachten „Allen antworten"-Aktionen bei Blindkopien (BCC). Wer als BCC-Empfänger versehentlich auf „Allen antworten" klickt, erhält einen Hinweis, dass dabei die eigene Adresse für alle sichtbar würde. Der Schutz gilt für Workspace-Kunden, Einzelabonnenten und private Konten.

Für mehr Produktivität sorgt die engere Einbindung von Google Keep in die Gmail-Seitenleiste am Desktop. Notizen lassen sich so direkt im Postfach erfassen – allerdings fehlen bislang erweiterte Ordnerfunktionen.

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