GMKtec Neo-X1: Mini-PC mit Flüssigkühlung startet am 17. August
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 00:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Mini-PC-Branche erlebt einen grundlegenden Wandel: Immer mehr kompakte Systeme setzen auf künstliche Intelligenz und leistungsfähige Grafikeinheiten. Gleichzeitig drängen Hersteller mit neuen Kühllösungen und Hochleistungs-Komponenten in Bereiche, die bislang klassischen Desktop-Rechnern vorbehalten waren.
GMKtec bringt Flüssigkeitskühlung in kompakte Systeme
Mit der neuen Neo-X1-Serie wagt GMKtec den Spagat zwischen Mini-PC und kompaktem Desktop. Die am 17. August 2026 erscheinenden Systeme nutzen eine „Mobile on Desktop"-Architektur – kurz MoDT – und setzen auf Flüssigkeitskühlung, um eine CPU-Leistungsaufnahme von 160 Watt zu bewältigen.
Das Flaggschiff Neo-X1 Pro kombiniert einen AMD Ryzen 9 9955HX3D mit einer NVIDIA GeForce RTX 5070 samt 12 GB VRAM. Für rund 2.500 Euro gibt es zudem 64 GB RAM und eine 2-TB-SSD. Die günstigere Variante mit Ryzen 9 9955HX und RTX 5060 Ti (8 GB VRAM) kostet etwa 1.800 Euro. Beide Modelle verfügen über ein 850-Watt-Netzteil, Wi-Fi 7 und 2,5-GbE-LAN.
KI-Leistung als neues Verkaufsargument
Besonders AMDs Strix-Halo- und Strix-Point-Architekturen treiben die Entwicklung KI-fähiger Mini-Rechner voran. Der MINIX ER939-AI Pro, der heute in Japan startet, zeigt, wohin die Reise geht: Mit Ryzen AI Max+ 395, 128 GB LPDDR5X-8000-Speicher und zwei 10G-LAN-Ports kostet das System umgerechnet rund 3.750 Euro.
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Der GMKtec EVO-X2 AI – ebenfalls mit Ryzen AI Max+ 395 ausgestattet – wurde am 3. August im Handel gesichtet. Das System bietet 16 Zen-5-Kerne und eine NPU mit 50 TOPS Rechenleistung. Der Listenpreis von 2.079 Euro dürfte angesichts der Ausstattung für Aufsehen sorgen.
Doch nicht alles ist Gold, was glänzt: Beim EVO-X1 Pro mit Ryzen AI 9 HX 470 (86 TOPS gesamt) bemängelten Tester den verbauten LPDDR5-6400-Speicher. Der ist spürbar langsamer als das LPDDR5X-7500, das in günstigeren Konfigurationen zum Einsatz kommt.
Bei Intel-basierten Systemen überzeugte der GMKtec NucBox K13 mit Core Ultra 7 256V (Lunar Lake). Der Mini-PC erreichte im PCMark 10 beachtliche 7.695 Punkte, im 3DMark Time Spy 4.006 Punkte. Die NPU liefert 47 TOPS – bei einem Stromverbrauch von nur 8,3 Watt im Leerlauf und 28 Watt unter Volllast.
Industrie und Effizienz als Wachstumsfelder
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Neben Gaming und KI rücken auch Spezialanwendungen in den Fokus. Der Geekom IT13 Max richtet sich mit Intel Core Ultra 9 185H an industrielle Umgebungen. RS232- und RS485-Schnittstellen treffen hier auf modernes Dual-2,5GbE und USB4. Für rund 750 Euro bekommen Unternehmen ein robustes Arbeitstier – auch wenn Kreativprofis mit dem System eher nicht glücklich werden.
Am anderen Ende des Spektrums positioniert sich der Beelink EQI: Der Fünf-Kern-Rechner mit Intel Core 3304 (Wildcat Lake) begnügt sich mit 4 Watt im Leerlauf und 7 Watt bei der 4K-Videowiedergabe. ASUS wiederum setzt mit dem 0,55-Liter-VM31 auf AMD-Mendocino-Prozessoren (Zen 2) – 330 Gramm Leichtgewicht fürs Büro.
Lokale KI-Modelle werden praxistauglich
Passend zur Hardware-Offensive gibt es neue Software: Alibaba kündigte am 2. August das Open-Weight-Modell Qwen3.8-27B an. Das Modell mit 27 Milliarden Parametern benötigt nur 14 bis 16 GB Speicherplatz und läuft auf Mini-PCs mit 32 GB RAM flüssig. Damit wird lokale KI-Nutzung ohne Cloud-Anbindung zunehmend Realität – ein Trend, der die Nachfrage nach speicherstarken Kompaktrechnern weiter ankurbeln dürfte.
