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GNOME Commander 2.0.0: Rust-Migration und GTK4-Update abgeschlossen

23.05.2026 - 04:42:21 | boerse-global.de

Der quelloffene Dateimanager GNOME Commander 2.0 setzt auf Rust und GTK4. Ein neues Terminal und FĂŒhrungswechsel prĂ€gen das Update.

GNOME Commander 2.0.0: Rust-Migration und GTK4-Update abgeschlossen - Foto: ĂŒber boerse-global.de
GNOME Commander 2.0.0: Rust-Migration und GTK4-Update abgeschlossen - Foto: ĂŒber boerse-global.de

0.0 einen der tiefgreifendsten Architekturwechsel seiner Geschichte vollzogen. Das Update vom 19. Mai 2026 ersetzt zentrale C++-Komponenten durch Rust und migriert die OberflĂ€che auf das GTK4-Toolkit – ein Schritt, der das seit ĂŒber zwei Jahrzehnten bestehende Projekt fĂŒr die moderne GNOME-Desktop-Umgebung fit machen soll.

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Technischer Neuanfang: Rust und GTK4

Das HerzstĂŒck der Version 2.0.0 ist die nahezu vollstĂ€ndige Neuprogrammierung der Codebasis. Die Entwickler setzen dabei auf die Speichersicherheit und die ParallelisierungsfĂ€higkeiten von Rust – eine Sprache, die im GNOME-Ökosystem zunehmend an Bedeutung gewinnt. Parallel dazu ersetzt GTK4 das seit Juli 2024 genutzte GTK3-Framework.

Der Wechsel ist mehr als eine optische Auffrischung. GTK4 verĂ€ndert grundlegend, wie die Anwendung Rendering und Benutzerinteraktionen verarbeitet. Nach Angaben aus dem Entwicklerteam lag die Migrationsrate Mitte Mai bei 94 Prozent – 17 von 18 großen Architekturzielen waren vor dem öffentlichen Release abgeschlossen. Die Integration von Libadwaita stellt zudem sicher, dass GNOME Commander 2.0.0 den aktuellen GNOME-Richtlinien fĂŒr BenutzeroberflĂ€chen entspricht.

Die technische Überholung adressiert mehrere Probleme aus dem 1.18.x-Zyklus. WĂ€hrend Version 1.18.0 lediglich den Sprung von GTK2 auf GTK3 schaffte, geht der Sprung auf 2.0.0 deutlich weiter. Moderne Ereignissteuerungen und eine ĂŒberarbeitete Symbolverwaltung – der Wechsel von GdkPixbuf zu GIcon – optimieren die Ressourcennutzung. Das Ergebnis: Das klassische Zwei-Fenster-Layout bleibt selbst bei großen Verzeichnisstrukturen flĂŒssig bedienbar.

FĂŒhrungswechsel und neues Terminal

Mit der Version 2.0.0 endet auch eine Ära: Der langjĂ€hrige Betreuer Uwe Scholz ĂŒbergab das Projekt an Wladimir (online bekannt als @palant). Der neue Maintainer hatte in den vergangenen vier Monaten den Großteil der GTK4- und Rust-Migrationsarbeit geleistet.

Zu den wichtigsten neuen Funktionen gehört ein integriertes Terminal. Bislang mussten Nutzer auf externe Emulatoren oder separate Fenster zurĂŒckgreifen, um Kommandozeilen-Befehle im aktiven Verzeichnis auszufĂŒhren. Die Mai-2026-Version integriert das Terminal nun direkt in die Dateimanager-OberflĂ€che – ein Gewinn fĂŒr alle, die regelmĂ€ĂŸig die Kommandozeile nutzen.

Weitere Verbesserungen im Überblick:
- Moderne GTK-Popovers ersetzen veraltete MenĂŒstrukturen
- Überarbeitete Dialoge und Pop-up-Fenster fĂŒr ein saubereres Erscheinungsbild
- Höhere StabilitĂ€t beim Start, insbesondere Behebung der Anfang 2025 gemeldeten AbstĂŒrze
- Verbesserte UnterstĂŒtzung moderner GNOME-MIME-Typen und erweiterte Internationalisierung

Diese Neuerungen bleiben der „orthodoxen" Dateimanager-Philosophie treu, die GNOME Commander seit seinen AnfĂ€ngen prĂ€gt. Die klassische Zwei-Fenster-Ansicht, die an den legendĂ€ren Norton Commander erinnert, wird mit modernen OberflĂ€chenelementen kombiniert.

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Der Weg zur Version 2.0

Die stabile 1.18.x-Serie ebnete den Weg fĂŒr den großen Sprung. Fast zwei Jahre lang diente sie als verlĂ€ssliche Basis, wĂ€hrend im Hintergrund an der Rust- und GTK4-Migration gearbeitet wurde.

Die Release-Chronologie:
- Version 1.18.0 (Juli 2024): EinfĂŒhrung von GTK3-UnterstĂŒtzung
- Version 1.18.1 (30. Juli 2024): Behebung von StartabstĂŒrzen, neue Übersetzungen
- Version 1.18.2 (10. Februar 2025): StabilitĂ€tsverbesserungen, insbesondere fĂŒr Debian
- Version 1.18.3 (22. Juni 2025): Verfeinerung der GTK3-Implementierung
- Version 1.18.4 (28. September 2025): Weitere OberflÀchen-Optimierungen
- Version 1.18.5 (28. Januar 2026): Letztes großes Wartungs-Update vor dem Fokus auf 2.0

Dieser strukturierte Rhythmus stellte sicher, dass Nutzer von LTS-Distributionen wie Debian und Ubuntu stets eine zuverlĂ€ssige Version zur VerfĂŒgung hatten.

Einordnung und Ausblick

Die Veröffentlichung von GNOME Commander 2.0.0 kommt zu einem strategisch gĂŒnstigen Zeitpunkt. Mit der Freigabe von GNOME 50 am 18. MĂ€rz 2026 hat die Desktop-Umgebung eine Verschlankung erfahren. GNOME Commander positioniert sich mit GTK4 und Libadwaita als ernsthafte Alternative zu Nautilus (GNOME-Dateien) fĂŒr Nutzer, die erweiterte Funktionen wie Verzeichnisvergleiche oder integrierten Kommandozeilenzugriff benötigen.

Die Migration zu Rust folgt einem breiteren Trend in der Open-Source-Entwicklung: mehr Sicherheit und weniger Speicherfehler. FĂŒr einen Dateimanager, der stĂ€ndig mit potenziell unsicheren Daten und verschiedenen Dateisystemen interagiert, sind die Sicherheitsgarantien von Rust besonders wertvoll.

Die Entwicklung des 2.x-Zweigs wird sich laut Team auf die restlichen sechs Prozent der Migrationsaufgaben und die Verfeinerung der neuen Funktionen konzentrieren. HĂ€ufigere Updates sind zu erwarten, wĂ€hrend der neue Maintainer Wladimir und die Community die Rust-Codebasis optimieren. Der erfolgreiche Übergang von Uwe Scholz' langjĂ€hriger FĂŒhrung zu neuer Leitung deutet auf einen nachhaltigen Weg fĂŒr das Projekt hin. Mit dem integrierten Terminal und der GTK4-Grundlage dĂŒrfte sich der Fokus nun auf die Erweiterung der Plugin-UnterstĂŒtzung und die Verbesserung von Netzwerkprotokollen wie SFTP und WebDAV verlagern.

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