Google-Datenschutz, KI-Training

Google-Datenschutz: KI-Training mit Uploads seit Juni – Widerspruch nötig

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 11:38 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Google nutzt hochgeladene Medien aus Diensten wie Lens und Maps ab Juni 2026 standardmäßig für das KI-Training. Nutzer müssen widersprechen.

Google ändert Datenschutz: Medien automatisch für KI-Training
Google-Datenschutz - Digitale Grafik zeigt Nutzerdaten, darunter Bilder und Audio, die in ein KI-Gehirn fließen – symbolisiert Googles Datennutzung. 07.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Suchmaschinenriese Google hat seine Datenschutzeinstellungen geändert: Seit Juni 2026 werden hochgeladene Medien aus den Suchdiensten automatisch für das Training Künstlicher Intelligenz verwendet – es sei denn, der Nutzer widerspricht aktiv.

Datenhunger der KI wächst

Die Neuerung betrifft eine breite Palette von Google-Diensten. Konkret werden Bilder, Audioaufnahmen, Videos und Dateien aus Google Lens, Translate, Maps und der Sprachsuche erfasst. Bislang dienten diese Uploads ausschließlich der Erfüllung konkreter Nutzeranfragen. Nun fließen sie in die Verbesserung der KI-Modelle ein.

Branchenbeobachter sehen darin einen logischen Schritt: Der Bedarf an vielfältigen Trainingsdaten für immer leistungsfähigere KI-Systeme wächst rasant. Persönliche Fotos aus anderen Bereichen – etwa aus Google Fotos – bleiben von dieser Regelung ausdrücklich ausgenommen.

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Das System arbeitet nach dem Opt-out-Prinzip: Wer nicht möchte, dass seine hochgeladenen Medien fürs KI-Training verwendet werden, muss selbst aktiv werden. Dazu müssen Nutzer in den Einstellungen zur Suchverlaufshistorie navigieren und die Option „Medien speichern" deaktivieren.

Zusätzliche Anpassungen auf den Personalisierungsseiten können nötig sein, um die Datennutzung vollständig einzuschränken. Wer seine Medien weiterhin speichern möchte, kann zwischen automatischen Löschfristen von 3, 18 oder 36 Monaten wählen.

Kritik von Datenschützern

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Datenschutzorganisationen reagieren alarmiert. Sie kritisieren vor allem die stille Einführung der Änderung und die Entscheidung, sie als Standardeinstellung zu implementieren. „Die Beweislast wird auf den Nutzer abgewälzt", so ein Sprecher. Statt expliziter Zustimmung vor der Nutzung für sekundäre Zwecke müsse der Anwender nun selbst aktiv werden.

Der Schritt reiht sich ein in einen globalen Trend: Immer mehr Technologiekonzerne versuchen, riesige Mengen nutzergenerierter Inhalte für sich zu erschließen – der Wettlauf um die Vorherrschaft im KI-Sektor ist in vollem Gange. Google hat die neuen Einstellungen in die zentralen Verwaltungsseiten für Suchverlauf und Personalisierung integriert, um den Nutzern eine einheitliche Kontrolle zu ermöglichen.

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