Google Gemini: Wasserzeichen auf KI-Inhalten nun deaktivierbar
Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 21:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Technologieriese Google weitet die Kontrollmöglichkeiten fĂŒr Nutzer seiner KI-Dienste aus. Wie das Unternehmen kĂŒrzlich bekannt gab, erhalten die Anwendungen Gemini und Flow eine neue Einstellungsoption, mit der sich sichtbare Wasserzeichen auf generierten Medieninhalten entfernen lassen. Die AnkĂŒndigung erfolgte durch den VizeprĂ€sidenten Josh Woodward.
FlexibilitÀt bei der Kennzeichnung von KI-Inhalten
Die neue Funktion betrifft eine breite Palette an Medienformaten, die mit Google-Werkzeugen erstellt werden. Dazu gehören Bilder, die auf dem Modell Nano Banana basieren, sowie mit Omni generierte Videos und AudiostĂŒcke der Plattform Lyria. Nutzer können den sogenannten âMedia Watermarkâ-Schalter kĂŒnftig direkt in den Einstellungen der Gemini-App sowie in der Flow-Umgebung finden.
WĂ€hrend der Rollout fĂŒr die mobilen Anwendungen und die Web-OberflĂ€chen in den nĂ€chsten Tagen beginnt, soll die UnterstĂŒtzung fĂŒr die Google-Suche zu einem spĂ€teren Zeitpunkt folgen. Die Neuerung zielt darauf ab, die Ă€sthetische PrĂ€sentation von KI-Erzeugnissen zu verbessern, ohne die grundlegende Transparenz vollstĂ€ndig aufzugeben.
Verbleib unsichtbarer Sicherheitsmerkmale
Trotz der Möglichkeit, optisch störende Kennzeichnungen auszublenden, verzichtet Google nicht auf die Identifizierbarkeit der Inhalte. Auch bei deaktiviertem sichtbarem Wasserzeichen bleiben digitale Merkmale im Hintergrund bestehen.
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Dazu zĂ€hlen insbesondere die unsichtbaren SynthID-Wasserzeichen sowie Metadaten nach dem C2PA-Standard. Diese Techniken stellen sicher, dass die Herkunft der Dateien fĂŒr technische Systeme und Verifizierungstools weiterhin nachvollziehbar bleibt.
In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen zudem die C++-Bibliothek Credentio als Open-Source-Software veröffentlicht. Diese dient der Verifizierung von C2PA-Metadaten und soll Entwicklern dabei helfen, die AuthentizitĂ€t von digitalen Medien plattformĂŒbergreifend zu prĂŒfen.
Regionale EinschrÀnkungen und Abo-Modelle
Die VerfĂŒgbarkeit der neuen Deaktivierungsoption ist jedoch stark von regionalen Gesetzgebungen abhĂ€ngig. In Gebieten, in denen die Kennzeichnung von KI-Inhalten rechtlich zwingend vorgeschrieben ist, wird der Schalter nicht angeboten. Dies betrifft unter anderem die Mitgliedstaaten der EuropĂ€ischen Union sowie China und SĂŒdkorea.
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ZusĂ€tzlich knĂŒpft Google die Funktion in bestimmten MĂ€rkten an finanzielle Bedingungen. In Indien, Vietnam und SĂŒdkorea setzt die Nutzung des Wasserzeichen-Schalters ein kostenpflichtiges AI-Ultra-Abonnement voraus. Zudem wurde klargestellt, dass die Option fĂŒr Konten aus dem Bildungsbereich sowie fĂŒr Arbeitskonten (Workspace) generell ausgeschlossen ist. Damit bleibt die Funktion vorerst primĂ€r auf Privatnutzer in regulierten MĂ€rkten beschrĂ€nkt.
