Google Maps: Ask Maps wird zum KI-Assistenten für Bestellungen
Veröffentlicht am: 08.08.2026 um 05:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Google hat seine Kartendienste am 7. August 2026 umfassend erweitert: Die neue Version von „Ask Maps“ setzt auf generative Künstliche Intelligenz (KI) und kann nun eigenständig komplexe Aufgaben wie Essensbestellungen oder die Koordination öffentlicher Verkehrsmittel übernehmen. Parallel dazu entdecken Nutzer und Analysten neue Wege, die Navigationsfunktion effizienter zu nutzen – etwa durch Anpassung der Routeneinstellungen.
Ask Maps wird zum digitalen Assistenten
Die aktualisierte Funktion, die auf der KI Gemini basiert, startete am 7. August 2026 in den USA. Statt nur einfacher Suchanfragen ermöglicht die agentenbasierte KI nun Bestellungen bei Partner-Restaurants über Dienste wie Square und Toast – die Integration von Uber Eats ist bereits geplant. Ergänzt wird das Angebot durch ein Live-Transit-Widget und sogenannte „Personal Intelligence“-Funktionen, die auf Gmail- und Kalenderdaten zugreifen, um kontextbezogene Empfehlungen zu liefern.
Nach dem US-Start sollen die Funktionen auch in Australien, Brasilien, Kanada, Indonesien, Japan und Mexiko verfügbar werden. Für ausgewählte US-Nutzer gibt es zudem einen immersiven 3D-Modus, der Street-View- und Luftbildaufnahmen kombiniert – aktualisiert mit über 100 Millionen Bildern täglich. Smarte Zoomfunktionen und transparente Gebäudeüberlagerungen sollen die Orientierung in Innenstädten erleichtern.
Hardware-Anforderungen und Batterieverbrauch
Die neuen KI-Funktionen stellen klare Anforderungen an die Geräte. Für „Personal Intelligence“ sind mindestens 6 Gigabyte Arbeitsspeicher nötig – etwa beim Pixel 8, Galaxy S24 oder iPhone 15 und neueren Modellen. Wer die Funktionen aktiv nutzt, muss laut Analysten mit einem zusätzlichen Batterieverbrauch von drei bis fünf Prozent pro Stunde rechnen.
Ein aktueller Technik-Test zeigt zudem: Die standardmäßig aktivierte kraftstoffsparende Routenführung kann Fahrzeiten verlängern. In einem Beispiel aus Georgia verkürzte sich eine Strecke von 51 auf 48 Minuten, nachdem die Effizienz-Option deaktiviert wurde. Wer regelmäßig unterwegs ist, kann durch diese manuelle Anpassung im Jahresverlauf erheblich Zeit sparen.
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Unternehmen müssen ihre Profile optimieren
Für lokale Betriebe bedeutet die Weiterentwicklung von Ask Maps – erstmals eingeführt im März 2026 – eine Anpassung ihrer digitalen Präsenz. Um für die zwei Milliarden Nutzer sichtbar zu bleiben, sind vollständige, maschinenlesbare Profile mit detaillierten Attributen, Öffnungszeiten und Kundenbewertungen entscheidend. Nur so kann der Gemini-Agent bei komplexen Fragen passende Empfehlungen liefern.
Die Investitionen in die KI-Infrastruktur sind gewaltig: Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, meldete für das zweite Quartal 2026 einen Umsatz von 119,8 Milliarden Euro – ein Plus von 24 Prozent im Jahresvergleich. Die Investitionsausgaben stiegen im selben Zeitraum auf 44,9 Milliarden Euro, ein Anstieg von 100 Prozent.
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Technische Basis und Drittanbieter-Herausforderungen
Auf Infrastrukturebene aktualisiert Google Cloud das Cortex Framework und führt eine Vorschauversion für quantensichere Schlüsselimporte ein. Die Plattform Looker 26.14 soll zwischen dem 10. und 23. August 2026 ausgerollt werden.
Während Google seine offiziellen Funktionen ausbaut, beobachten Drittanbieter Kompatibilitätsprobleme. Entwickler von Open-Source-Headunit-Anwendungen warnen, dass Android Auto in Version 17.4 drahtlose Verbindungen stören könnte. Nutzer mit nicht-standardisierter Hardware, die Google Maps im Fahrzeug anzeigen möchten, benötigen spezielle Workarounds. Diese Anpassungen zeigen: Viele Nutzer suchen zunehmend nach Wegen, ihre Interaktion mit dem Google-Ökosystem zu individualisieren und zuverlässiger zu gestalten.
