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Google Maps: Essensbestellung und Hotelbuchung direkt im Chat

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 22:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google und Kakao führen handlungsfähige KI-Assistenten ein, die Bestellungen und Buchungen direkt im Chat übernehmen. Analysten prognostizieren eine rasante Verbreitung.

KI-Agenten erobern Alltag: Google und Kakao starten autonome Assistenten
Ein Smartphone-Bildschirm mit einer fortschrittlichen KI-Assistentenoberfläche und Symbolen zur Aufgabenausführung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Digitale Assistenten werden handlungsfähig: Führende Tech-Plattformen ermöglichen Nutzern nun komplexe Transaktionen direkt im Chat.

Seit Anfang August 2026 haben Google und der südkoreanische Messaging-Riese Kakao neue Funktionen eingeführt, die weit über die reine Informationssuche hinausgehen. Die sogenannten agentischen KI-Systeme erledigen eigenständig Aufgaben wie Essensbestellungen oder Reisebuchungen. Für europäische Nutzer zeichnet sich ab: Der Trend zu autonomen digitalen Assistenten wird auch den hiesigen Markt in den kommenden Jahren massiv verändern.

Google Maps wird zur Allzweck-Plattform

Der US-Konzern hat seine „Ask Maps"-Funktion um agentische Fähigkeiten erweitert. Nutzer in den Vereinigten Staaten können nun per Sprachbefehl Essen über die Partner Square und Toast bestellen – die Integration von Uber Eats steht kurz bevor. Auch Hotelbuchungen und die Suche nach Veranstaltungstickets sind direkt über die Karten-App möglich.

Das Herzstück des Updates ist „Personal Intelligence": Eine optionale Funktion, die dem KI-Agenten Zugriff auf Gmail und Kalender gewährt, um personalisierte Empfehlungen zu liefern. Während die agentischen Funktionen zunächst auf den US-Markt beschränkt bleiben, hat Google andere Ask-Maps-Neuerungen bereits in Australien, Brasilien, Kanada, Indonesien, Japan und Mexiko ausgerollt.

KakaoTalk wird zum digitalen Marktplatz

In Südkorea treibt Kakao die Entwicklung voran: Das Unternehmen kooperiert mit dem Lieferdienst Coupang Eats, um KI-Agenten in die Messaging-Plattform KakaoTalk zu integrieren. Rund 50 Millionen Nutzer können dort künftig Speisen direkt im Chat bestellen und bezahlen. Kakao-CEO Chung Shin-a kündigte im Rahmen der Quartalszahlen an, das Angebot auf allgemeinen Handel, Reisedienste und Reservierungen auszuweiten.

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Die Strategie folgt einem klaren Branchentrend: Messaging-Apps entwickeln sich zunehmend zu umfassenden Service-Hubs, die von autonomen KI-Agenten gesteuert werden.

Prognosen: KI-Agenten übernehmen Entscheidungen

Die jüngsten Markteinführungen untermauern die Erwartungen von Analysten an eine rasche Verbreitung agentischer KI. Das Beratungsunternehmen Gartner rechnet damit, dass bis 2028 ein Drittel aller Unternehmenssoftware mit agentischer KI ausgestattet sein wird – 2024 lag der Anteil noch unter einem Prozent. Branchenexperten gehen zudem davon aus, dass bis dahin rund 15 Prozent der täglichen Arbeitsentscheidungen autonom von KI-Agenten getroffen werden.

Besonders groß ist das Interesse in der Reisebranche. Laut IDC könnten bis 2030 etwa 30 Prozent aller Reisebuchungen über KI-Agenten abgewickelt werden. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist bereits hoch: Mehrere Studien zeigen, dass eine große Mehrheit der Reisenden das Konzept der KI-gestützten Reiseplanung kennt.

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Spezialisierte Agenten für Nischenmärkte

Neben den Massenanwendungen entstehen zunehmend spezialisierte agentische Werkzeuge für den professionellen Einsatz. Der Anbieter Elevate Jet hat eine KI-gestützte Buchungsplattform für Privatjets mit Sofortpreisen und einem Flugbewertungssystem gestartet. In der Softwareentwicklung präsentierte Alibaba-Forscher das Framework „SkillWeaver", das mit „Skill-Aware Decomposition" tausende Tools effizienter verwaltet und den Token-Verbrauch um bis zu 99,9 Prozent reduzieren soll.

Im Kreativbereich kooperiert Google Gemini mit dem englischen Fußballverband: Eine neue Funktion verwandelt persönliche Fotos per KI in digitale Wandbilder – passend zu physischen Installationen in London. Für Unternehmen entstehen zudem Open-Source-Projekte wie „trycompai/crm", die Kundenbeziehungsmanagement mit agentischen Fähigkeiten kombinieren und eigenständig Recherchen durchführen sowie Datensätze aktualisieren.

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