Google Play Store 52.1: Entwickler dürfen eigene Zahlungsdienste nutzen
30.06.2026 - 20:16:53 | boerse-global.de
Ab sofort dürfen Entwickler in wichtigen Märkten eigene Zahlungsdienste anbieten – eine direkte Reaktion auf den wachsenden regulatorischen Druck aus Europa.
Neue Ära für In-App-Käufe
Mit der Version 52.1 des Google Play Store, die heute ausgerollt wurde, beginnt ein neues Kapitel für die digitale Wirtschaft. In den USA, Großbritannien und Europa können App-Anbieter künftig zwischen verschiedenen Bezahlsystemen wählen. Das Modell sieht gestaffelte Gebühren vor: Entwickler zahlen zehn Prozent auf die ersten eine Million Dollar Jahresumsatz. Wer zusätzlich zu Alternativanbietern weiterhin Googles eigenes System nutzt, zahlt fünf Prozent extra. Bei höheren Einnahmen liegen die Kommissionen zwischen 20 und 25 Prozent.
Die Öffnung ist kein Zufall. Europäische Wettbewerbshüter hatten lange auf mehr Fairness gedrängt. Google plant nun, diese Regelung bis Ende September 2027 weltweit verbindlich zu machen. Im September starten zudem spezielle Förderprogramme für Spiele- und App-Entwickler.
KI hält Einzug in den App-Store
Parallel zu den Zahlungsänderungen treibt Google die Künstliche Intelligenz im Play Store voran. Bereits Anfang Juni führte der Konzern „Ask Play" ein – ein KI-gestütztes Suchtool, das Nutzerfragen in Echtzeit beantwortet. Seit gestern gibt es zudem eine direkte Anbindung an den Gemini-Assistenten. Nutzer können ihre Softwarewünsche einfach beschreiben, der KI-Helfer sucht passende Apps und öffnet die entsprechenden Store-Seiten. Voraussetzung: ein persönliches Google-Konto und ein Mindestalter von 18 Jahren.
Die neue Store-Version kennzeichnet außerdem KI-generierte Inhalte in App-Beschreibungen. Ein spezielles Label macht transparent, welche Bilder oder Medien von künstlicher Intelligenz erstellt wurden. Ein neues „Vertrauenswürdig"-Abzeichen hebt zudem geprüfte Rezensenten hervor.
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Technische Optimierungen im Hintergrund
Die Aktualisierung bringt auch handfeste Verbesserungen für die Nutzer. Auf großen Bildschirmen zeigt der Store nun mehr Inhalte gleichzeitig an. Eine neue Funktion stellt Spielserien nach einem Gerätewechsel wieder her und unterstützt In-Game-Videos von Entwicklern – wahlweise im Vollbild- oder Bild-im-Bild-Modus.
Besonders spannend: Das für diesen Monat erwartete Android 16 soll mit „Cloud Compilation" eine Technologie einführen, die App-Installationen drastisch beschleunigt. Statt auf dem Gerät selbst zu kompilieren, nutzt das System verschlüsselte Metadaten aus dem Play Store. Das spart vor allem auf günstigeren Geräten wertvolle Zeit.
Google Wallet wird smarter
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Nicht nur der Play Store bekommt Zuwachs. Die heutigen System-Updates verbessern auch die Google Wallet. Digitale Autoschlüssel lassen sich künftig mit feineren Berechtigungen versehen: Mitfahrer, Gäste oder Servicepersonal erhalten unterschiedliche Zugriffsrechte. Hinzu kommen Unterstützung für konto-basierte Zahlungen, optimierte Check-in-Prozesse für Flüge und JPEG-Unterstützung für Ausweisfotos.
Ein neuer Standard für den Austausch von Zugangsdaten erlaubt zudem den reibungslosen Transfer von Passwörtern zwischen Googles eigenem Manager und autorisierten Drittanbietern. Bereits Anfang Juni hatte Google Sicherheitsupdates speziell für Samsung-Geräte bereitgestellt, die Kompatibilitätsprobleme behoben.
