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Google UCP in Kanada: Direktkauf startet in Gemini und der KI-Suche

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 09:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kanadische Kunden können Produkte in Googles KI-Angeboten kaufen; Händler bleiben für Verkauf, Versand und Retouren zuständig.
Ein modernes Logistiklager mit ordentlich sortierten Regalen und Waren in einer hellen, minimalistischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Google erweitert seine E-Commerce-Funktionen und rollt den Direktkauf über das Universal Commerce Protocol (UCP) in Kanada aus. Wie Sabrina Geremia, Vizepräsidentin und Landesgeschäftsführerin von Google Kanada, mitteilte, steht die Funktion sowohl im sogenannten AI Mode der Google-Suche als auch innerhalb der Gemini-App zur Verfügung.

Nutzer können Produkte direkt innerhalb der KI-Oberfläche recherchieren, vergleichen und erwerben, ohne dafür auf die Website des jeweiligen Anbieters wechseln zu müssen. Die eigentliche Transaktion wird erst nach einer ausdrücklichen Freigabe durch den Nutzer ausgelöst.

Erste Handelspartner und Abwicklung über Google Pay

Zu den ersten teilnehmenden Unternehmen auf dem kanadischen Markt gehören die Handelskette Simons, Shoppers Drug Mart, der Sportbekleidungshersteller lululemon sowie ausgewählte Händler der Plattform Shopify. Weitere Handelspartner sollen im neuen Jahr folgen.

Zum Auftakt unterstützt lululemon allerdings ausschließlich den Kauf einzelner Artikel über den Sofort-Checkout; ein Warenkorb für mehrere Artikel wurde ohne festes Datum angekündigt. Weitere Stellungnahmen und Einordnungen zum Start kamen unter anderem von Vertretern wie Lauren Steinberg für Shoppers Drug Mart, Nick Engel für lululemon, Frederick Lecoq für Simons sowie Mani Fazeli für Shopify.

Die Zahlungsabwicklung erfolgt über Google Pay unter Rückgriff auf die in Google Wallet hinterlegten Zahlungs- und Versandinformationen. Dadurch umgeht das System Einschränkungen kanadischer Großbanken, die automatisierte Logins von KI-Agenten blockieren. Die beteiligten Unternehmen fungieren weiterhin als offizielle Verkäufer, womit auch der Warenversand sowie die Retourenabwicklung unverändert in deren Verantwortung verbleiben.

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Technische Basis, Marktumfeld und offene Fragen

Nach Angaben von Eric Morris, Leiter des Einzelhandelsbereichs bei Google Kanada, ist der Zugang zum Protokoll für Händler kostenlos. Morris bezifferte die Datenbasis auf über 60 Milliarden laufend aktualisierte Produkteinträge, während der zugrundeliegende Shopping Graph generell mehr als 50 Milliarden Einträge umfasst, von denen zwei Milliarden stündlich aktualisiert werden.

Laut einer gemeinsamen Erhebung von Google und Angus-Reid aus dem Oktober 2026 unter 1.057 befragten Kanadiern beabsichtigen 59 Prozent der saisonalen Weihnachtskäufer, beim Einkaufen auf KI-Werkzeuge zurückzugreifen.

Kommerzielle Anzeigen im kanadischen KI-Modus der Suche werden als gesponsert gekennzeichnet, während die Gemini-App derzeit werbefrei bleibt. Für die kommenden Monate sind zudem Treueprogramm-Funktionen im Bezahlprozess vorgesehen, ebenfalls noch ohne festes Startdatum.

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Trotz der Neuerungen stehen Händler vor Herausforderungen. Berichten zufolge riskieren Händler durch den Kaufabschluss innerhalb des Google-Ökosystems den Verlust wertvoller Daten über das Such- und Auswahlverhalten der Kundschaft auf ihren eigenen Plattformen. Zudem gelten Fragen zur Attribution im Google Merchant Center und bei Google Ads nach wie vor als ungeklärt.

Das UCP-Checkout-Feature war im Februar zunächst in den USA mit Partnern wie Etsy und Wayfair gestartet und anschließend in Australien eingeführt worden. Ab 2027 plant Google eine vereinfachte UCP-Integration direkt über das Merchant Center, damit Händler die Direktkauffunktion künftig selbstständig freischalten können; der genaue Zeitplan und die Zulassungskriterien hierfür sind noch offen.

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