GPU-Preise, VRAM-Kosten

GPU-Preise: VRAM-Kosten treiben RTX 5000-Serie um bis zu 150 Dollar

Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 04:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Steigende VRAM-Preise verteuern Nvidia-Grafikkarten erheblich. Analysten sehen KI-Boom als Hauptgrund für die Speicherkrise.

GPU-Preisexplosion: Speicherkosten treiben RTX 5000-Serie in die Höhe
Detailaufnahme einer Grafikkarte mit Fokus auf die Speicherbausteine auf der Platine. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Eine aktuelle Marktanalyse vom 24. Juli 2026 belegt, dass die steigenden Preise für Grafikprozessoren (GPUs) spezifisch auf die Verteuerung von Speicherbausteinen zurückzuführen sind. Demnach treiben nicht die Kosten für das eigentliche Grafik-Silizium die Endkundenpreise in die Höhe, sondern die signifikant gestiegenen Ausgaben für Video-RAM (VRAM). Diese Entwicklung betrifft insbesondere die kommende RTX 5000-Serie sowie bestehende Modelle mit GDDR6-Speicher.

Spezifische Preiserhöhungen bei der RTX 50-Serie

Die Anpassungen bei den sogenannten GPU-Kits, die sowohl den Grafikchip als auch den zugehörigen VRAM umfassen, wirken sich unmittelbar auf die Preisgestaltung der nächsten Hardware-Generation aus. Jüngste Daten verdeutlichen den Umfang der erwarteten Aufschläge für die RTX 50-Serie. So verzeichnet die RTX 5080 einen Anstieg von 150 US-Dollar, während die RTX 5070 Ti um 120 US-Dollar teurer kalkuliert wird. Auch die RTX 5060 Ti in der 16GB-Variante ist von einem Preissprung in Höhe von 130 US-Dollar betroffen.

Die Preiserhöhungen erstrecken sich über ein breites Spektrum des Portfolios, beginnend bei der RTX 5050 bis hin zu Modellen der aktuellen RTX 40-Serie, die GDDR6-Speicher nutzen. Selbst ältere Modelle wie die RTX 3060 sind aufgrund der Speicherproblematik von Anpassungen betroffen. Im Gegensatz dazu blieben die Preise für Konkurrenzprodukte wie die AMD RX 9070 XT nach aktuellem Stand unverändert.

Ursachen der Speicherkrise und technische Hürden

Branchenanalysten sehen die Ursache für diese Entwicklung in einer globalen Speicherkrise, die durch die massive Nachfrage im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) befeuert wird. Die Kosten für die neuen GDDR7-Module stellen dabei einen erheblichen Faktor dar. Ein einzelnes 3GB GDDR7-Modul wird derzeit mit 60 bis 70 US-Dollar veranschlagt, während ein 2GB-Modul bei etwa 20 US-Dollar liegt.

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Diese hohen Modulkosten haben bereits strategische Konsequenzen für die Produktplanung. Berichten zufolge wurde die Entwicklung der RTX 50 SUPER-Serie vorerst ausgesetzt, da die teuren 3GB-Module eine wirtschaftliche Produktion derzeit erschweren. Erste Anpassungen waren bereits im Mai bei den Modellen RTX 5090 und RTX 5090D V2 zu beobachten. Insgesamt sind die GPU-Preise in den vergangenen Monaten bereits um 20 bis 30 Prozent gestiegen.

Auswirkungen auf Board-Partner und den Endkundenmarkt

Die großen Board-Partner (AIBs) wie ASUS, MSI und GIGABYTE wurden bereits über die Kostensteigerungen bei den GPU-Kits informiert. Es wird erwartet, dass diese Hersteller die Mehrkosten direkt an die Verbraucher weitergeben. Neben den reinen Speicherkosten sehen sich die AIB-Partner zudem mit höheren Ausgaben für Kühlsysteme, Leiterplatten (PCBs) und Verpackungsmaterialien konfrontiert.

Diese Entwicklung könnte langfristige Folgen für die Marktstruktur haben. Experten warnen davor, dass steigende Komponentenkosten die Produktion von günstigen Einstiegsgrafikkarten unrentabel machen und somit deren Verfügbarkeit reduzieren könnten. Obwohl NVIDIA die Preiserhöhungen offiziell noch nicht bestätigt hat, wird die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario in Branchenkreisen mit etwa 85 Prozent als sehr hoch eingeschätzt.

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Infolge der Preisentwicklung bei Neuware zeichnet sich ein trend zur Hardware-Erhaltung ab. Ältere Hardware gewinnt zunehmend an Wert, da Nutzer versuchen, ihre bestehenden Systeme länger in Betrieb zu halten oder auf dem Gebrauchtmarkt nach preislich stabileren Alternativen suchen.

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