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Gravis Robotics: Schweizer Robotik-Startup erreicht Einhorn-Status

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 18:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Gravis Robotics erhält 200 Millionen US-Dollar in einer Rekord-Series-A-Runde. Die Bewertung des ETH-Spin-offs steigt auf eine Milliarde US-Dollar.

Gravis Robotics: 200-Millionen-Finanzierung von SoftBank katapultiert Schweizer Startup zum Einhorn
Ein autonomer Bagger mit moderner Sensortechnik arbeitet bei Dämmerung auf einer Baustelle. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Schweizer Robotik-Unternehmen Gravis Robotics hat eine Series-A-Finanzierungsrunde in Rekordhöhe abgeschlossen. Unter der Führung von SoftBank flossen dem Unternehmen Kapitalmittel in Höhe von 200 Millionen US-Dollar zu. Branchenanalysten werten dies als die bisher umfangreichste Series-A-Finanzierung innerhalb der Konstruktionsrobotik sowie der gesamten Baubranche weltweit.

Aufstieg zum Einhorn-Status in der Bauindustrie

Die aktuelle Finanzierungsrunde, die ein Volumen von umgerechnet 172 Millionen Euro umfasst, führt zu einer signifikanten Neubewertung von Gravis Robotics. Mit einer Post-Money-Bewertung von 862 Millionen Euro, was einem Marktwert von einer Milliarde US-Dollar entspricht, erreicht das Unternehmen den Status eines sogenannten Einhorns. Dieser Meilenstein markiert eine außergewöhnliche Entwicklung für die im Jahr 2022 gegründete Firma.

Gravis Robotics ist als Spin-off aus der ETH Zürich hervorgegangen und basiert auf technologischen Entwicklungen im Bereich der autonomen Systeme, die in der akademischen Forschung der Schweiz initiiert wurden. Die nun gesicherten Mittel sollen dazu verwendet werden, die Marktposition zu festigen und die globale Skalierung der Technologie voranzutreiben.

Effizienzsteigerung durch KI-Nachrüstung mit Gravis Rack

Das technologische Portfolio von Gravis Robotics konzentriert sich auf die Automatisierung bestehender Baumaschinen. Unter der Produktbezeichnung „Gravis Rack“ bietet das Unternehmen eine Lösung an, mit der herkömmliche Bagger für den autonomen Betrieb nachgerüstet werden können.

Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und fortschrittlichen Steuerungssystemen ist die Technologie in der Lage, komplexe Aufgaben auf Baustellen selbstständig auszuführen.

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Ein wesentlicher Treiber für das Interesse von Investoren ist die nachgewiesene Effizienz der Systeme. Den vorliegenden Daten zufolge führt der Einsatz der Technologie von Gravis Robotics zu einer Produktivitätssteigerung von bis zu 30 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen, manuell gesteuerten Verfahren. Dies adressiert eines der drängendsten Probleme im Baugewerbe, das weltweit mit steigenden Kosten und einem Mangel an qualifizierten Maschinenbedienern konfrontiert ist.

Internationale Präsenz auf vier Kontinenten

Trotz der noch jungen Unternehmensgeschichte konnte Gravis Robotics bereits eine weitreichende globale Reichweite erzielen. Die Systeme des Unternehmens befinden sich aktuell in sieben Ländern auf insgesamt vier Kontinenten im Einsatz. Diese geografische Diversifizierung unterstreicht die universelle Anwendbarkeit der Nachrüstlösungen für unterschiedliche Bauumgebungen und regulatorische Rahmenbedingungen.

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Ein bedeutendes Einzelprojekt wird derzeit im Vereinigten Königreich umgesetzt. Dieses Vorhaben hat ein Gesamtvolumen von acht Millionen US-Dollar und dient als wichtiger Referenzpunkt für die Leistungsfähigkeit autonomer Baumaschinen bei Infrastrukturprojekten.

Durch die Partnerschaft mit SoftBank und die massive Kapitalzufuhr ist das Unternehmen nun positioniert, seine Aktivitäten in weiteren Märkten auszubauen und die technologische Transformation der Baubranche maßgeblich mitzugestalten.

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