Grooming in Schulen: Kommission analysiert über 130 Fälle
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 19:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kommunikation, Deeskalation und Schutz vor Übergriffen – das sind die großen Themen in der aktuellen Fortbildungswelle für soziale, medizinische und behördliche Berufe.
Workshops und Schulungen sollen Fachkräfte gezielt auf Konfliktsituationen vorbereiten. Ein Beispiel: Der Workshop „Mund auf statt Kopf zu!“ im Juli 2026 trainierte schlagfertige Kommunikation und deeskalierende Strategien. Ziel ist es, die Hemmschwelle zur direkten Ansprache von Problemen zu senken.
Gebärdensprache und Inklusion
Die Volkshochschule Mettmann bietet im Oktober 2026 Intensivkurse in Deutscher Gebärdensprache an. Damit erweitern Fachkräfte ihr kommunikatives Spektrum und bauen Barrieren im Umgang mit hörbehinderten Menschen ab.
Schutz vor Grooming in Schulen
Eine unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs analysierte über 130 Fälle von Grooming im schulischen Umfeld. Die Ergebnisse sind alarmierend: Täter nutzen gezielt Machtgefälle und emotionale Nähe aus.
Betroffene schweigen oft, und Bildungseinrichtungen neigen dazu, den eigenen Ruf zu schützen statt Vorfälle aufzuklären. Experten fordern Reformen bei der Prävention. Jugendorganisationen bieten daher im November 2026 Grundausbildungen wie die Juleica-Schulung an, um Ehrenamtliche zu sensibilisieren.
Deeskalation bei Polizei und Behörden
Auch Sicherheitsorgane rüsten auf. Das IBZ Schloss Gimborn führt internationale Seminare durch, bei denen Polizisten Techniken für Amok- oder Schießszenarien einüben. Die Trainings sollen die Handlungssicherheit in Extrembelastungen stärken.
In Lehrte reagierte das Jugendamt auf eine Gewalttat in einer Jugendhilfeeinrichtung im Juli 2026. Die Folge: eine Terminpflicht für den Publikumsverkehr. Das Schutzkonzept soll Mitarbeiter schützen und geordnete Beratung sicherstellen.
Ob im Jugendamt oder in anderen sozialen Einrichtungen – der Schutz der Mitarbeiter vor Übergriffen beginnt bei einer rechtssicheren Dokumentation. Dieser kostenlose Report liefert bewährte Hilfsmittel, die in der Praxis und vor Behörden standhalten. Warum erfahrene Sifas bei der Gefährdungsbeurteilung auf diese Vorlagen schwören
Rassismus in Behörden – erste Reaktionen
Die InRa-Studie vom Februar 2026 belegte strukturelle Defizite und Rassismus in Jobcentern, Polizei und Gesundheitsämtern. Erste Behörden planen nun einfachere Sprache und digitale Antragsverfahren, um Zugangshürden abzubauen.
Ethikberater fürs Gesundheitswesen
Ein Zertifikatskurs ab Juli 2026 bildet Fachkräfte zu Ethikberatern aus. Sie sollen künftig ethische Konfliktfälle im medizinischen Alltag moderieren – von der Theorie bis zur komplexen Entscheidungsfindung.
Neben ethischen Fragen ist die physische und psychische Sicherheit am Arbeitsplatz ein zentraler Faktor für Arbeitgeber und Verantwortliche. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden, wie Sie Gefährdungsbeurteilungen erstellen, die von Aufsichtsbehörden sofort anerkannt werden. Gefährdungsbeurteilung: Jetzt kostenlose Vorlagen und Checklisten sichern
Die Diakonie Neumarkt bietet zudem Schulungen zur Rettung von Menschen mit Überdosis an. Die Programme kombinieren technisches Training mit psychologischer Vorbereitung, um die Handlungsfähigkeit in Krisen zu stärken.
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