Haarausfall, Lebensmittelgruppen

Haarausfall: Sechs Lebensmittelgruppen beugen Haarverlust vor

28.06.2026 - 03:31:39 | boerse-global.de

Die ErnÀhrungswissenschaft identifiziert sechs Lebensmittelgruppen zur Vorbeugung von Haarausfall. Der Supplement-Markt erreicht 4,3 Milliarden Euro.

ErnÀhrung gegen Haarausfall: Sechs Lebensmittelgruppen im Fokus
Haarausfall - Ein Teller mit einer gesunden Mahlzeit, die Lachs, grĂŒnes GemĂŒse, Beeren und NĂŒsse enthĂ€lt, zur Förderung der Haargesundheit. 28.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Aktuelle Empfehlungen setzen auf gezielte NĂ€hrstoffzufuhr.

Was wirklich gegen Haarausfall hilft

Die ErnĂ€hrungswissenschaftlerin Gao Minmin hat sechs wesentliche Lebensmittelgruppen identifiziert, die zur Vorbeugung von Haarausfall beitragen können. Zentraler Baustein ist hochwertiges Protein aus Fisch, Fleisch, Eiern und HĂŒlsenfrĂŒchten. Auch die Eisenversorgung spielt eine entscheidende Rolle – Austern, Schweineleber und Rote Bete gelten als effiziente Lieferanten.

Vitamin C aus Guaven, Beeren und ZitrusfrĂŒchten sowie B-Vitamine aus grĂŒnem GemĂŒse, braunem Reis und Milchprodukten unterstĂŒtzen die Haarstruktur und das Wachstum. Essentielle FettsĂ€uren aus NĂŒssen, Pflanzenölen und Lachs sowie das Spurenelement Zink komplettieren die Liste. Experten beobachten allerdings, dass diese Lebensmittel in vielen Regionen nicht ausreichend tĂ€glich konsumiert werden.

Haarfollikel: Bitterrezeptoren und Giftstoffdeponie

Die Forschung liefert neue Einblicke in die Funktionsweise der Haarfollikel. Wissenschaftliche Analysen zeigen, dass Haarfollikel ĂŒber Bitterrezeptoren verfĂŒgen. Deren Aktivierung kann das Wachstum fördern. Zudem beschreiben Forscher Haare als eine Art Giftstoffdeponie – sie nehmen Substanzen aus dem Blut auf.

Die Genetik spielt ebenfalls eine SchlĂŒsselrolle. Rund 380 Gen-Orte stehen inzwischen mit mĂ€nnlichem Haarausfall in Verbindung. Ein neuer Forschungsansatz konzentriert sich auf einen sogenannten genetischen Masterschalter. Dieser könnte die Deaktivierung von Androgenrezeptoren ermöglichen und neue Wege zur Behandlung des androgenen Haarausfalls eröffnen.

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Supplement-Markt boomt – 4,3 Milliarden Euro Umsatz

Das Bewusstsein fĂŒr den Zusammenhang zwischen NĂ€hrstoffmangel und Haargesundheit treibt den Markt fĂŒr NahrungsergĂ€nzungsmittel an. In Deutschland erreichte das Marktvolumen 2026 einen Wert von 4,3 Milliarden Euro. Vitamine und Mineralstoffe machen knapp die HĂ€lfte des Gesamtumsatzes aus.

Ein spezifischer Zusammenhang besteht zwischen Vitamin-D-Mangel und möglichem Haarausfall. Mit 25,5 Millionen verkauften Packungen gehört Vitamin D zu den meistgefragten Supplementen – nach Magnesium und Vitamin C. Als Treiber gelten die Trends Longevity und Women's Health.

Alopecia Areata: Keine KostenĂŒbernahme in Sicht

Trotz wissenschaftlicher Fortschritte bleibt die politische Einordnung bestimmter Haarausfall-Formen umstritten. Im Mai betonte Patricia Lips (CDU), dass eine GesetzesĂ€nderung zur Anerkennung von Alopecia Areata als Autoimmunerkrankung nicht geplant sei. Eine KostenĂŒbernahme von Therapien durch die Krankenkassen bleibt damit aus. Der Gemeinsame Bundesausschuss schließt sogenannte Lifestyle-Medikamente von der Erstattung aus.

Immerhin: Seit April ist eine Wirkstoffkombination aus Prednisolon und SalicylsĂ€ure bei entzĂŒndlichen Kopfhauterkrankungen rezeptfrei erhĂ€ltlich. Auch der Kosmetikmarkt zeigt Dynamik: Vergleiche von Wimpernseren belegen eine breite Preisspanne und hohe Nachfrage. Produkte von M2 BEAUTÉ oder Aphro Celina erzielten in Tests besonders gute Bewertungen.

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