Hacker-Jagd, USA

Hacker-Jagd: USA setzen 9,2 Millionen Euro Belohnung aus

29.06.2026 - 06:28:49 | boerse-global.de

US-Behörden jagen russische Hackergruppen mit Millionenbelohnung. Ziel sind Angriffe auf Signal- und WhatsApp-Nutzer weltweit.

USA setzen 9,2 Mio. Euro Kopfgeld auf russische Hacker aus
Hacker-Jagd - Eine Person im Hoodie tippt auf einem Laptop, mit digitalem Code im Hintergrund, der Cybersicherheit und Hacking symbolisiert. 29.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das US-Außenministerium hat eine Belohnung von 9,2 Millionen Euro für Hinweise zu führenden Mitgliedern russischer Hackergruppen ausgesetzt. Die Maßnahme richtet sich gegen Banden, die gezielt Nutzer verschlüsselter Messenger wie Signal und WhatsApp angreifen.

Gezielte Attacken auf Signal und WhatsApp

Das FBI und die Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) warnen aktuell vor den Gruppen UNC5792 und UNC4221. Ihr Ziel: Wiederherstellungsschlüssel von verschlüsselten Kommunikationsdiensten stehlen. Im Visier stehen vor allem Regierungsbeamte, Militärangehörige und Journalisten.

Auch in Indien schlagen die Behörden Alarm. Das Computer-Notfallteam CERT-In entdeckte Ende Juni eine großangelegte Malware-Kampagne gegen WhatsApp-Nutzer. Die Angreifer nutzen kompromittierte Konten, um schädliche VBScript-Dateien zu versenden. Sicherheitsexperten raten: Keine unerwarteten Dateianhänge öffnen – selbst von bekannten Kontakten nicht.

Meta zwischen KI-Tests und Kritik

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Der WhatsApp-Betreiber Meta arbeitet derweil an neuen Funktionen. Am Wochenende wurden Tests zur lokalen KI-Verarbeitung unter dem Namen „Side Chat“ bekannt. Zudem führt das Unternehmen ein zentrales Meta-Konto für die plattformübergreifende Verwaltung ein.

Gleichzeitig kämpft Meta gegen Falschmeldungen: Berichte über eine angebliche KI-gestützte Überwachung privater Chats stufte die Organisation Mimikama als Fake ein. Dennoch steht die KI-Moderation des Konzerns in der Kritik. Rund 56.000 Unterzeichner fordern in einer Petition eine Überarbeitung der automatischen Systeme – diese hätten vermehrt zu fehlerhaften Kontosperrungen geführt. Auch intern rumorte es: Nach einer Petition von 2.000 Mitarbeitern stoppte Meta am 22. Juni die umstrittene MCI-Initiative.

Rechtsstreit und EU-Entscheidung

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In den USA droht weiteres Ungemach: Der Bundesstaat Texas verklagt Meta wegen angeblicher Verstöße gegen die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

In Europa steht heute eine richtungsweisende Entscheidung an. Am heutigen Montag verhandeln EU-Kommission und Parlament im Trilog über die Chat-Kontrolle 2.0. Das Gesetzesvorhaben zur Überwachung verschlüsselter Kommunikation stößt bei Tech-Branche und Datenschützern auf massiven Widerstand. Ihre Sorge: Hintertüren in der Verschlüsselung schwächen die IT-Sicherheit für alle Nutzer.

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