GrĂŒn und zukunftsfĂ€hig: Drees & Sommer begleitet Helmut-Schmidt-UniversitĂ€t auf dem Weg zur KlimaneutralitĂ€t
03.01.2025 - 12:43:11"In den kommenden Jahren vergröĂert sich die BruttogrundflĂ€che des UniversitĂ€tscampus im Zuge umfangreicher Neu- und Umbauarbeiten von etwa 88.000 auf 107.000 Quadratmeter. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich dabei auf nahezu eine Milliarde Euro", sagt Prof. Dr. Klaus Beckmann, UniversitĂ€tsprĂ€sident der Helmut-Schmidt-UniversitĂ€t. Da die geplanten MaĂnahmen und Arbeiten im laufenden Betrieb durchgefĂŒhrt werden, steht das universitĂ€re Leben nicht still. Das ist dadurch möglich, dass in mehreren Bauabschnitten gearbeitet wird, bis sich das Puzzle der Einzelbaustellen ĂŒber die Zeit StĂŒck fĂŒr StĂŒck fĂŒgt. "Der neue Campus trĂ€gt kĂŒnftig aktiv zum Klimaschutz bei und schafft gleichzeitig einen attraktiven Raum fĂŒr Innovation und Gemeinschaft, der die UniversitĂ€t langfristig prĂ€gt", so Beckmann.
Nachhaltige MobilitĂ€t und innovative BegrĂŒnung im neuen Campus-Masterplan
Der neu konzipierte Masterplan bringt frischen Wind mit auf den Campus: Hier sind nicht nur begrĂŒnte DĂ€cher geplant, sondern auch die gezielte Bepflanzung der AuĂenanlagen, was in den heiĂen Sommermonaten fĂŒr kĂŒhlende Effekte sorgt. Gregor Grassl, Associate Partner und Experte fĂŒr klimafreundliche GebĂ€ude- und Stadtentwicklung bei Drees & Sommer, veranschaulicht das anhand konkreter Zahlen: "Kies- oder BitumendĂ€cher heizen sich im Sommer auf bis zu 40 bis 55 Grad auf. GrĂŒndĂ€cher haben dagegen das Potenzial, die OberflĂ€chentemperatur um bis zu 25 Grad zu senken. Das wirkt sich positiv auf das Klima der nĂ€heren Umgebung sowie die Artenvielfalt aus. Als grĂŒne Lunge produzieren die PflanzendĂ€cher auĂerdem Sauerstoff und filtern Schadstoffe." Auch die BestandsbĂ€ume werden berĂŒcksichtigt: Je nach Zustand bleiben sie erhalten, werden ergĂ€nzt oder komplett ersetzt.
Durch die Neustrukturierung des GelĂ€ndes fokussiert sich das zukĂŒnftige Leben im Lehr- und Lernbetrieb auf die Campusmitte, wobei die zentral angeordneten GebĂ€ude von einem grĂŒnen Saum umgeben sind. Ein speziell errichteter Mobility-Hub an der Hauptzufahrt sorgt dabei dafĂŒr, dass der Campus nahezu verkehrsfrei bleibt - abgesehen vom Lieferverkehr, der fĂŒr die Sicherung der Bewirtschaftung sorgt und ĂŒber eine RingstraĂe weiterhin alle notwendigen Bereiche erreicht. Die UniversitĂ€t fördert die umweltfreundliche Fortbewegung auf dem Campus zudem, indem sie Roller und FahrrĂ€der bereitstellt, was sich durch ein erweitertes Wegenetz mit zahlreichen FahrradstellplĂ€tzen an allen GebĂ€uden ergĂ€nzt. So wird der Campus nicht nur grĂŒner, sondern auch lebendiger.
Zukunftsweisende Strategien und nachhaltige Energieversorgung
Jörg De Tommaso, Projektleiter bei Drees & Sommer, setzt beim Um- und Neubau des Campus auf die Nutzung bereits vorhandener lokaler Potenziale der erneuerbaren Energien, um die Transformation hin zu einer nachhaltigeren Zukunft zu gestalten und den Ausstieg aus fossilen EnergietrĂ€gern zu fördern. "Im Rahmen der Erstellung eines klimaneutralen Energiekonzepts wurden die Herausforderungen des GebĂ€udebetriebs mit den Anforderungen der Forschung zusammengefĂŒhrt, wobei die Versorgungssicherheit einen hohen Stellenwert einnahm. Durch einen innovativen Technologiemix, der solare Strahlungsenergie, Grundwasser-, Abwasser- und AbwĂ€rme aus dem neuen Rechenzentrum integriert, wird eine zukunftsfĂ€hige und klimaneutrale Energieversorgung auf dem ForschungsgelĂ€nde realisiert", sagt De Tommaso.
Hinsichtlich der Nachhaltigkeitsaspekte ergĂ€nzt der Drees & Sommer-Fachmann auĂerdem: "Bei der Umgestaltung des Campus verfolgen wir einen innovativen Ansatz, der das Bestehende wertschĂ€tzt und gleichzeitig Alt und Neu auf harmonische Weise miteinander vereint. Auf diese Weise gewĂ€hrleisten wir, dass die bestehenden Strukturen sinnvoll in die neuen Konzepte integriert werden und wir nichts unnötig abreiĂen, das man noch weiter hĂ€tte verwerten können." In den Bereichen, in denen Neubauten entstehen, kommen Baustoffe aus der Region zum Einsatz. DarĂŒber hinaus sind die geplanten Materialien nachhaltig wiederverwendbar und recyclebar, was hilft, die Umweltbelastung deutlich zu reduzieren.
Schwammstadt-Prinzip: Aktives Wassermanagement fördert Klimaschutz und BiodiversitÀt
Besonders vorteilhaft wird die Anordnung der GebĂ€ude auf dem Campus in Anbetracht des aktiven Wassermanagements, das auf das sogenannte Schwammstadt-Prinzip ausgelegt ist. Bei einer Schwammstadt werden groĂe RetentionsflĂ€chen angelegt, die dafĂŒr sorgen, dass Regenwasser ĂŒber die begrĂŒnten FlĂ€chen versickert, verdunstet oder rĂŒckgehalten wird. Bildlich gesprochen: Die FlĂ€chen speichern das Wasser wie ein Schwamm. Das Risiko von Ăberschwemmungen wird somit gemindert und das Wasser kann zur BewĂ€sserung der Pflanzen genutzt werden, was die BiodiversitĂ€t positiv fördert.[i] Ein Prinzip, das in Zeiten von Klimawandel und vermehrt aufkommenden Wetterextremen immer wichtiger wird.
Zusammen mit Drees & Sommer arbeiteten das Stuttgarter Team aus h4a Gessert + Randecker Architekten GmbH, GlĂŒck Landschaftsarchitektur und der Brenner Plan GmbH gemeinschaftlich bei diesem Masterplan zur nachhaltigen Transformation zusammen.
[i] Schwammstadt - die Zukunft der Stadtentwicklung | AFRY
Pressekontakt:
presse@dreso.com
Original-Content von: Drees & Sommer SE ĂŒbermittelt durch news aktuell


