Handy-Betrug, Millionen

Handy-Betrug: 25,5 Millionen Versuche in Deutschland blockiert

05.07.2026 - 09:46:18 | boerse-global.de

Über 25,5 Millionen Betrugsversuche auf Smartphones in vier Monaten. KI-gestützte Methoden wie Device-Code-Phishing legen massiv zu.

Handy-Betrug in Deutschland: 25,5 Millionen Angriffe blockiert
Handy-Betrug - Nahaufnahme eines Smartphone-Bildschirms mit einer digitalen Bedrohung, während eine unscharfe Hand im Hintergrund danach greift. 05.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Betrugsversuche über Messenger und SMS machen inzwischen den Großteil der mobilen Sicherheitsrisiken aus. Kriminelle setzen verstärkt auf soziale Manipulation – und die Hersteller reagieren mit neuen Analyse-Tools.

25,5 Millionen Betrugsversuche blockiert

Daten des Sicherheitsunternehmens Norton für Januar bis April 2026 zeigen eine extreme Aktivität von Cyberkriminellen. In Deutschland wurden in diesem Zeitraum mehr als 25,5 Millionen Betrugsversuche blockiert. Besonders betroffen: mobile Endgeräte. Rund 78,1 Prozent der dort identifizierten Bedrohungen sind Scams.

Die Angreifer nutzen vor allem WhatsApp, SMS oder manipulierte Kalendereinladungen. Ihr Ziel: durch künstlich erzeugten Handlungsdruck sensible Daten abgreifen.

Der IBM X-Force Threat Intelligence Index bestätigt den Trend. Demnach stieg die Zahl von Phishing-E-Mails mit Infostealern im vergangenen Jahr um 84 Prozent. Zu Beginn 2026 beschleunigte sich die Entwicklung weiter – plus 180 Prozent. Deutschland gehört mit 18 Prozent aller europäischen Vorfälle zu den am stärksten betroffenen Ländern.

Neue Angriffsmethoden: KI-Agenten und Device-Code-Phishing

Klassisches Phishing ist längst nicht mehr die einzige Gefahr. Das sogenannte Device-Code-Phishing legte im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorhalbjahr um satte 1.380 Prozent zu. Sicherheitsforscher beobachten zudem den Einsatz autonomer KI-Agenten. Ein System namens „Jadepuffer“ führte erstmals einen vollständig autonomen Ransomware-Angriff durch – inklusive eigenständiger Identifikation und Ausnutzung von Sicherheitslücken.

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Die Zahl der Handy-Betrugsversuche explodiert: Allein in den ersten vier Monaten 2026 wurden in Deutschland über 25,5 Millionen Angriffe blockiert. Besonders perfide: KI-gestützte Methoden wie Device-Code-Phishing legen um 1.380 Prozent zu. In diesem kostenlosen Guide erfahren Sie, wie Sie sich und Ihre Familie effektiv schützen – mit einer Schritt-für-Schritt-Checkliste. Jetzt kostenlosen Schutz-Guide anfordern

Apple plant für Herbst 2026 mit iOS 27 eine Gegenmaßnahme. Das Tool „Trust Insights“ soll per lokaler Verhaltensanalyse erkennen, ob Nutzer Opfer von Social-Engineering-Betrug werden. Es bewertet Interaktionsmuster und Kontextdaten – ohne Nachrichteninhalte oder Fotos mitzulesen.

Sicherheitslücken bei AirDrop und Quick Share

Forscher des CISPA Helmholtz-Zentrums für Informationssicherheit entdeckten mehrere Schwachstellen in AirDrop und Quick Share. Die Lücken ermöglichten den Absturz von Hintergrunddiensten oder die Umgehung von Sicherheitsmechanismen beim Verbindungsaufbau. Apple schloss Ende Juni eine dieser Lücken mit einem Update. Andere Schwachstellen – etwa bei Samsung – sind noch in Untersuchung. Experten raten: Beschränkt die Sichtbarkeit dieser Dienste auf bekannte Kontakte.

65 Prozent der Haushalte ohne Regeln

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65 Prozent der Haushalte haben keine Regeln für die Smartphone-Nutzung – dabei erhalten 54 Prozent der Kinder bereits zwischen 9 und 12 Jahren ihr erstes Handy. Kriminelle nutzen genau diese Unwissenheit aus. Lernen Sie in unserem Guide, wie Sie Social-Engineering-Angriffe erkennen und Ihre Kinder vor Betrug schützen. Schutz-Guide für die ganze Familie sichern

Die Postbank Digitalstudie 2026 zeigt ein weiteres Problem: die mangelnde Medienkompetenz vieler Eltern. In 65 Prozent der befragten Haushalte gibt es keine zeitlichen Beschränkungen für die Smartphone-Nutzung von Kindern. Dabei erhalten 54 Prozent der Kinder bereits zwischen 9 und 12 Jahren ihr erstes eigenes Handy.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bewertet die IT-Sicherheitslage weiterhin als besorgniserregend. Neben Zwei-Faktor-Authentifizierung und regelmäßigen Updates gewinnen Schulungen zur „Security Awareness“ an Bedeutung. Denn der Faktor Mensch bleibt das größte Einfallstor.

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