Hark Pro: Erste 100.000 Nutzer sollen einen Bezahlplan gratis erhalten
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 09:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das von Brett Adcock gegründete Technologieunternehmen Hark hat seinen proaktiven Software-Assistenten Hark Pro auf den Markt gebracht. Wie Medien am 6. Oktober 2026 berichteten, steht die Anwendung für das Web sowie für die mobilen Betriebssysteme iOS und Android bereit.
Das Modell umfasst neben einer kostenlosen Version mit eingeschränktem Kontingent zwei kostenpflichtige Abonnementstufen: Ein Tarif für 20 US-Dollar pro Monat bietet das doppelte Kontingent, während eine Version für 100 US-Dollar pro Monat den zehnfachen Nutzungsumfang bereitstellt.
Bereits am 4. Oktober 2026 hatte Adcock auf der Plattform X angekündigt, dass die ersten 100.000 registrierten Nutzer einen kostenlosen Zugang zu einem der Bezahlpläne erhalten sollen.
Tief greifende Systemrechte für eigenständige Aufgaben
Hark Pro ist als digitaler Helfer konzipiert, der auf persönliche Daten und Konten zugreifen kann, um Anwender im Alltag zu entlasten. Dazu gehören Schnittstellen zu E-Mail-Postfächern, Kalendern, Festplatten sowie Online-Zugängen und Kreditkarten. Das System übernimmt Aufgaben wie das Bestellen von Mahlzeiten, das Buchen von Fahrten, die Organisation von Reisen oder das Bezahlen von Rechnungen.
Über rein reaktive Antworten hinaus soll die Software proaktiv agieren. So erkennt Hark Pro unter anderem Terminkonflikte und schlägt eigenständig Verschiebungen vor, sucht nach passenden Zahnärzten mit entsprechender Kassenabdeckung oder weist auf fehlerhaft ausgewählte Mietwagenstationen hin, um Korrekturen anzubieten. Die Benutzeroberfläche umfasst konfigurierbare Widgets für Kommunikationsdienste, Termine, Wetterberichte und tägliche Zusammenfassungen.
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Web-Navigation über Handoff und Sicherheitszusagen
Die technische Ausführung im Netz erfolgt über das integrierte Cloud-System Handoff, das bereits im August vorgestellt worden war. Die Komponente kann bis zu sechs Browserfenster parallel steuern und Logins auf Millionen von Webseiten durchführen.
Um dem Nutzer Transparenz zu bieten, navigiert der Agent in einem einsehbaren kleinen Fenster durch das Netz. Passwörter und Bezahlinformationen werden nach Unternehmensangaben in einem verschlüsselten Speicher abgelegt.
Hark betont, gesammelte Nutzerdaten weder zu verkaufen noch mit werbetreibenden Unternehmen zu teilen; zudem könnten Profile jederzeit gelöscht werden. Bestimmte Aktionen wie Vertragsbeendigungen oder Transaktionen lassen sich zudem über Schaltflächen direkt autorisieren.
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Rechtliche Fragen zur automatisierten Zahlungsabwicklung durch Software im Rahmen der europäischen SCA-Vorgaben bleiben vorerst offen; das Unternehmen machte bislang keine Angaben zu einem europäischen Start.
Hohe Bewertung und Pläne für eigene Hardware
Der Marktstart erfolgt in einem Umfeld wachsender Konkurrenz durch Angebote wie Dots von OpenAI oder Meta Muse, wobei Hark dasselbe dreistufige Preisschema nutzt, das Meta Muse vier Wochen zuvor eingeführt hatte. Finanziell stützt sich das Unternehmen auf eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 700 Millionen US-Dollar, die das Startup mit sechs Milliarden US-Dollar bewertet.
Zu den Geldgebern zählen unter anderem Nvidia, AMD Ventures, Intel Capital sowie Qualcomm Ventures. Adcock selbst brachte 100 Millionen US-Dollar an eigenem Kapital ein. Für die Entwicklung rekrutierte das Startup Fachkräfte von Apple und Tesla.
Für das Jahr 2027 kündigte Hark zudem eigene Hardware an, die gemeinsam mit dem Partner AT&T für die Mobilfunkanbindung entwickelt wird. Das tragbare Gerät soll sowohl zu Hause als auch am Arbeitsplatz zum Einsatz kommen. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich dabei ausdrücklich weder um eine am Körper getragene Kamera noch um smarte Brillen, Pins oder einen humanoiden Roboter.
