HBM5, Samsung

HBM5: Samsung und SK hynix zeigen nÀchste Speichergeneration

Veröffentlicht: 03.06.2026 um 09:48 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Samsung zeigt HBM5-Prototyp, SK hynix verdoppelt KapazitÀt. Der Kampf um den KI-Speichermarkt verschÀrft sich.

KI-Markt spaltet sich: Riesen saugen Kapital auf, Agenten helfen dem Mittelstand - Bild: ĂŒber boerse-global.de
KI-Markt spaltet sich: Riesen saugen Kapital auf, Agenten helfen dem Mittelstand - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Auf der Computex 2026 in Taipeh haben die beiden sĂŒdkoreanischen Speicherriesen Samsung Electronics und SK hynix ihre Visionen fĂŒr die achte Generation des Hochleistungsspeichers HBM5 prĂ€sentiert. Die Konkurrenz im Milliardenmarkt fĂŒr KI-Speicher wird damit immer intensiver.

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Samsung setzt auf KĂŒhlung und 2-Nanometer-Technik

Samsung zeigte am 2. Juni erstmals einen physischen Prototypen des HBM5 und untermauerte damit den Anspruch, die verlorene MarktfĂŒhrerschaft zurĂŒckzuerobern. Der Chip basiert auf einem 2-Nanometer-Base-Die und verfĂŒgt ĂŒber eine neuartige KĂŒhltechnologie namens „Heat Path Block" (HPB) – im Prinzip eine Kaminlösung fĂŒr Chips.

Diese KĂŒhlung soll den WĂ€rmewiderstand senken und die StabilitĂ€t verbessern. Ein entscheidender Faktor, denn die Speicherstapel wachsen auf 12, 16 und sogar 20 Lagen. Die Massenproduktion des HBM5 peilt Samsung fĂŒr 2028 an.

Schon einen Tag zuvor, am 1. Juni, hatte der Konzern einen wichtigen Etappensieg vermeldet: Samsung liefert die ersten Muster des 12-Lagen-HBM4E aus. Diese Chips erreichen eine Bandbreite von bis zu 3,6 TB/s pro Stapel und sind 16 Prozent energieeffizienter als die VorgÀngergeneration.

SK hynix verdoppelt KapazitĂ€t – und setzt auf Nvidia

SK hynix nutzte die Messe in Taipeh, um die eigene Vormachtstellung zu zementieren. Konzernchef Chey Tae-won kĂŒndigte an, die Wafer-ProduktionskapazitĂ€t in den nĂ€chsten fĂŒnf Jahren zu verdoppeln. Seine Prognose: Der weltweite Mangel an KI-Speicher werde mindestens bis 2030 anhalten, die AngebotslĂŒcke liege bei ĂŒber 20 Prozent.

Die enge Bindung an den wichtigsten Kunden wurde durch einen prominenten Besuch unterstrichen: Nvidia-CEO Jensen Huang persönlich stattete dem SK-hynix-Stand einen Besuch ab, begutachtete einen HBM4E-Wafer und hinterließ eine handschriftliche Bitte um Produktionssteigerung. Kein Wunder – Analysten schĂ€tzen SK hynix' Marktanteil im HBM-Segment fĂŒr 2026 auf rund 50 Prozent, Samsung kommt auf etwa 28 Prozent.

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Auch SK hynix zeigte seine HBM5-Technologie mit einer „iHBM"-KĂŒhlung, die den WĂ€rmewiderstand um mehr als 30 Prozent senken soll. Die Massenproduktion ist hier fĂŒr 2029 bis 2030 geplant. Um die Expansion zu finanzieren, hat der Konzern offenbar einen Börsengang an der New York Stock Exchange beantragt – geplant fĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte 2026.

Vera Rubin treibt den Markt an

Der Wettlauf um die nÀchste Speichergeneration wird durch die rasanten Produktionszyklen der KI-Hardware befeuert. Am 1. Juni bestÀtigte Nvidia, dass die Vera-Rubin-Plattform in die Serienproduktion gegangen ist. Dieses KI-Beschleunigersystem wird HBM4-Chips von Samsung, SK hynix und Micron nutzen. SK hynix soll dabei 60 bis 70 Prozent der AuftrÀge erhalten, Samsung 25 bis 30 Prozent.

Die Marktforscher heben ihre Prognosen immer weiter an. Einige Analysten erwarten, dass der HBM-Market bis 2028 die 100-Milliarden-Dollar-Marke erreicht. Omdia rechnet mit einem Wachstum von 58,9 Milliarden Dollar im Jahr 2026 auf 198,3 Milliarden Dollar im Jahr 2029.

Die Folgen sind in den Bilanzen bereits sichtbar: SK hynix meldete fĂŒr das erste Quartal 2026 einen Umsatz von umgerechnet rund 36 Milliarden Euro – ein Plus von 198 Prozent im Jahresvergleich. Der operative Gewinn schoss um 405 Prozent auf umgerechnet etwa 25,7 Milliarden Euro in die Höhe, die operative Marge liegt bei beeindruckenden 72 Prozent. Beide Hersteller bestĂ€tigten zudem, dass ihre HBM-ProduktionskapazitĂ€ten fĂŒr den Rest des Jahres 2026 bereits komplett ausgelastet sind.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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