Heilpflanzen: Schisandrin C hemmt Tumorwachstum in Mausmodellen
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 21:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mehrere FachbeitrĂ€ge beleuchten die traditionelle Verwendung sowie die hĂ€usliche Zubereitung von Heilpflanzen wie Löwenzahn und Paliurus spina-christi. Das Spektrum traditioneller Pflanzenkunde reicht dabei von erprobten Hausmitteln ĂŒber schonende Konservierungsformen bis hin zu strukturierten Medizinsystemen wie der Traditionellen EuropĂ€ischen Medizin (TEM).
Hausgemachte AuszĂŒge und Tees
Die hĂ€usliche Verarbeitung stĂŒtzt sich auf etablierte Verfahren wie TeeaufgĂŒsse oder saure AuszĂŒge. FĂŒr ein Hagebutten-Oxymel mit Ingwer sieht eine traditionelle Rezeptur beispielsweise 300 Gramm Honig, 100 Milliliter Apfelessig, 100 Gramm Hagebutten sowie drei bis fĂŒnf Ingwerscheiben vor, verbunden mit einer Ziehzeit von drei bis sechs Wochen.
Die empfohlene Anwendung liegt bei einem Esslöffel in Wasser gelöst. WĂ€hrend Hagebutten reich an Vitamin C sind, lĂ€sst sich der genaue Vitamingehalt im fertigen Oxymel nicht zuverlĂ€ssig beziffern. Zudem gilt der grundsĂ€tzliche Hinweis, dass Honig fĂŒr Kinder unter einem Jahr verboten ist.
Bei der Zitronenverbene steht neben den Kulturbedingungen die Zubereitung im Fokus. Die Pflanze benötigt tĂ€glich mindestens sechs Stunden Sonne und muss vor dem ersten Frost zur Ăberwinterung ins Haus geholt werden; die Ernte erfolgt im September.
FĂŒr die Vermehrung werden Stecklinge mit einer LĂ€nge von 10 bis 15 Zentimetern etwa 3 bis 5 Zentimeter tief in die Erde gesetzt. FĂŒr einen Teeaufguss gilt eine Ziehzeit von fĂŒnf bis sieben Minuten. Die Pflanze liefert Ă€therische Ăle wie Citral, Citronellal, Geraniol und Linalool sowie Polyphenole, Vitamin C und A, Calcium und Eisen.
Ăberlieferung und ganzheitliche AnsĂ€tze
Die Weitergabe des Wissens ĂŒber Heilpflanzen stĂŒtzt sich seit Jahrhunderten auch auf das ErzĂ€hlen von Geschichten. Bei einem Aufbaukurs zur KrĂ€uterkunde im Wildpark Eekholt vermittelten Dr. Astrid Hadeler und Dr. Gaby BrĂŒssow-Harfmann 20 Teilnehmerinnen das Konzept von KrĂ€utermĂ€rchen. In ErzĂ€hlungen eingebundene pflanzliche Fakten bleiben demnach nachhaltiger im GedĂ€chtnis haften.
Die Mausstudie zu Schisandrin C aus Schisandra chinensis zeigt, wie viel Forschung in traditionellen Heilpflanzen steckt â doch zwischen Laborergebnis und eigener Anwendung liegt ein weiter Weg. Wer Wirkstoffe wie Silymarin oder BoswelliasĂ€uren richtig einordnen und selbst Tees und Oxymel zubereiten will, findet hier die wichtigsten Grundlagen. Kostenlosen Heilpflanzen-Guide anfordern
In Gesundheitseinrichtungen wie dem Curhaus in Bad MĂŒhllacken bildet die Traditionelle EuropĂ€ische Medizin den operativen Schwerpunkt. Nach einem von der Linzer Agentur upart begleiteten Markenrelaunch verweist die Gestaltung der Einrichtung auf die fĂŒnf SĂ€ulen dieses Medizinsystems.
Standardisierte Extrakte und Wirkstoffforschung
Ăber die hĂ€usliche Zubereitung hinaus finden standardisierte pflanzliche Wirkstoffe gezielten Einsatz. Mariendistel wird traditionell zur LeberunterstĂŒtzung bei Erkrankungen wie Zirrhose, Hepatitis und Fettleber herangezogen; moderne Kapselzubereitungen weisen dabei einen Mindestgehalt von 1,5 Prozent Silymarin auf.
Bei Weihrauchharzen unterscheidet die Phytotherapie zwischen Boswellia serrata aus Indien â reich an ?-BoswelliasĂ€ure, KBA und AKBA â sowie Boswellia carterii aus Somalia, Ăthiopien und dem Jemen. Letztere Art weist ein ausgewogeneres Triterpenprofil auf und enthĂ€lt Acetylboswelliaalkohol. Standardisierte Extrakte erreichen einen Gehalt von 65 bis 90 Prozent BoswelliasĂ€uren.
Viele greifen zu Kapseln und Extrakten, ohne die deklarierten Gehalte zu prĂŒfen â dabei entscheidet genau das ĂŒber die QualitĂ€t. Dieser Guide zeigt Ihnen, woran Sie standardisierte Extrakte erkennen und wie Sie Heilpflanzen sicher in den Alltag integrieren. Checkliste fĂŒr Heilpflanzen-Extrakte sichern
Zudem liefert die Ăberlieferung Impulse fĂŒr die pharmakologische Forschung. Eine in der Fachzeitschrift âPhytotherapy Researchâ veröffentlichte Studie vom 10. September 2026 von Xiao Wei und Forschungskollegen untersuchte Schisandrin C aus Schisandra chinensis.
Den Resultaten zufolge bindet der Stoff an PPAR?, induziert Ferroptose in Darmkrebszellen und fördert die M1-Makrophagen-Polarisation. In Modellversuchen an MĂ€usen hemmte Schisandrin C das Tumorwachstum und verlĂ€ngerte die Ăberlebenszeit.
