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Heizkörper entlüften: So lassen sich bis zu 90 Euro im Jahr sparen

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 03:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Heizkörperpflege, niedrigere Raumtemperaturen und Smart-Home-Steuerung können den Energieverbrauch im Haushalt reduzieren.

Heizkosten senken: Wartung, Temperatur und Technik sparen Energie
Ein minimalistisch eingerichteter, heller Wohnraum mit natürlichem Tageslicht und klarer architektonischer Struktur. Illustration mit AI erstellt.

Angesichts der Bedeutung der Energieausgaben im Haushaltsbudget zeigen aktuelle Auswertungen und Ratgeber verschiedene Wege auf, wie sich Betriebskosten durch einfache Wartungsarbeiten an Heizanlagen und ein angepasstes Nutzungsverhalten reduzieren lassen.

Nach Angaben des Umweltbundesamts entfallen über zwei Drittel des Energieverbrauchs privater Haushalte in Deutschland auf das Heizen. Entsprechend groß fallen die finanziellen Einspareffekte aus, wenn bestehende Anlagen effizient betrieben werden.

Heizkörperpflege und Entlüftung als direkte Hebel

Bereits geringfüge Verschmutzungen beeinträchtigen die Wärmeabgabe von Heizkörpern. Schon eine dünne Staubschicht erschwert die Wärmeerzeugung und erhöht den Energieverbrauch.

Eine gründliche Reinigung steigert die Wärmeleistung, wobei insbesondere in Feuchträumen wie dem Badezimmer eine Säuberung der Zwischenräume ratsam ist. Dafür kann die obere Abdeckung entfernt und der Heizkörper mit Bürsten, Staubsaugern oder bei hartnäckigem Schmutz mit einem Dampfreiniger gesäubert werden.

Ebenso wichtig ist die Kontrolle vor und während der Heizperiode. Wenn Heizkörper gluckern oder ungleichmäßig warm werden, deutet dies auf eingeschlossene Luft im System hin. Fachberichten zufolge spart das rechtzeitige Entlüften der Heizkörper bis zu 90 Euro im Jahr.

Raumtemperaturen regulieren und Wärmeverluste vermeiden

Ein wesentlicher Faktor für den Gesamtverbrauch ist das gewählte Temperaturniveau. Nach Berechnungen des Umweltbundesamts und der Beratungsgesellschaft co2online spart jedes Grad weniger Raumtemperatur rund 6 Prozent Heizenergie; kantonale Schweizer Fachstellen beziffern diesen Wert auf 5 bis 7 Prozent. Wer Räume auf 24 statt auf 20 Grad heizt, muss unter Umständen mit rund 24 Prozent höheren Kosten rechnen.

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Als Richtwerte für Wohnräume gelten rund 20 Grad, im Schlafzimmer etwa 17 Grad, in der Küche 18 Grad und im Badezimmer 22 bis 23 Grad. Die Ziffern auf gängigen Thermostaten markieren dabei feste Zieltemperaturen und nicht die Aufheizgeschwindigkeit: Stufe 3 entspricht in der Regel etwa 20 Grad, Stufe 4 rund 24 Grad.

Fachleute raten dazu, bewohnte Räume nicht dauerhaft unter 15 bis 16 Grad auskühlen zu lassen, um Schimmelbildung zu verhindern. Bei kürzerer Abwesenheit empfiehlt das Umweltbundesamt eine Absenkung auf rund 18 Grad, bei mehrtägiger Abwesenheit auf 15 Grad. Ergänzend sorgt mehrmaliges Stoßlüften mit weit geöffneten Fenstern für einen Luftaustausch ohne Auskühlung der Bausubstanz.

Einsparpotenziale bei Haushaltsgeräten und digitaler Steuerung

Über den Heizbereich hinaus bieten elektrische Geräte Potenzial zur Senkung der laufenden Ausgaben. Nach Angaben des Umweltbundesamts verursachen Leerlaufverluste durch Stand-by-Betrieb in deutschen Privathaushalten und Büros jährlich Verluste von mindestens 22 Milliarden Kilowattstunden beziehungsweise mindestens 4 Milliarden Euro, berechnet auf Basis eines Strompreises von 37,0 Cent pro Kilowattstunde.

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Zusätzliche Entlastung verspricht moderne Regelungstechnik. Einer Befragung des Branchenverbands Bitkom zufolge ist in 58 Prozent der Haushalte mit Smart-Home-Technik der Strom- und Energieverbrauch gesunken. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder verwies in diesem Kontext darauf, dass neben dem Klimaschutz vor allem wirtschaftliche Faktoren und Ressourcenknappheit treibende Gründe für das Energiesparen im häuslichen Umfeld darstellen.

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