Herzenswünsche: Wie ASB und BRK schwer kranken Menschen Lebensfreude schenken
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 13:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Konfrontation mit einer schweren oder lebensverkürzenden Erkrankung bedeutet für Betroffene und Angehörige eine immense emotionale Belastung. Neben der rein medizinischen und pflegerischen Versorgung rückt die psychosoziale Begleitung zunehmend in den Fokus.
Aktuelle Medienberichte veranschaulichen, wie ehrenamtliche Organisationen und Hilfsdienste schwerkranken Menschen durch die Erfüllung persönlicher Herzenswünsche Lebensfreude und mentale Unterstützung schenken. Die Bandbreite dieser Einsätze reicht von weiten Reisen über symbolische Momente bis hin zu einfachen Begegnungen im vertrauten Umfeld.
Letzte Reisen und persönliche Begegnungen im vertrauten Kreis
Ein zentraler Pfeiler dieser Unterstützung sind spezialisierte Krankenfahrzeuge, die bettlägerigen oder intensivmedizinisch betreuten Personen Ausflüge ermöglichen. Der ASB-Wünschewagen, dessen Projekt im Jahr 2014 startete, finanziert sich überwiegend aus Spenden und bleibt für Fahrgäste sowie deren Angehörige kostenlos.
Wie ein Bericht vom 25. September 2026 darlegt, ermöglichte der Dienst der schwerkranken Gabi aus dem Rheinland eine zweitägige Fahrt nach Hamburg. Auf dem Programm standen ein Konzert im Großen Saal der Elbphilharmonie sowie Besuche der Landungsbrücken, des Fischmarkts, der Hauptkirche Sankt Michaelis und der Reeperbahn.
Dass Wünsche nicht immer spektakuläre Fernziele beinhalten müssen, verdeutlichte ein Bericht vom 23. September 2026 über den Wünschewagen Schleswig-Holstein. Das Team fuhr Dirk-Malte vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel für einige Stunden nach Hause.
Da seine Lebensgefährtin ihn zuvor nicht im Krankenhaus besuchen konnte, bot die Fahrt die Gelegenheit für ein Wiedersehen mit ihr und dem gemeinsamen Hund Karlchen. Nach der gemeinsamen Zeit kehrte er in die Klinik zurück, wobei die Begleiter den Abschied als tränenreich beschrieben.
Angepasste Erlebnisse bei eingeschränkter Mobilität
Auch das Bayerische Rote Kreuz unterhält ähnliche Angebote. Das BRK-Hospizmobil erfüllt schwer kranken und sterbenden Personen kostenfrei Wünsche und finanziert sich über Spendengelder. Nicht immer erlaubt der Gesundheitszustand jedoch weite Fahrten. Laut einem Bericht vom 24. September 2026 hegte die an Alzheimer erkrankte Gabi den Wunsch, Polarlichter zu beobachten.
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Da eine Reise nach Island oder Norwegen aus gesundheitlichen Gründen ausgeschlossen war, organisierte das Team des BRK-Herzenswunsch-Hospizmobs Mühldorf-Altötting eine Überraschung in einem mobilen Planetarium in Mühldorf. Zusammen mit elf Gästen erlebte sie eine halbstündige Vorführung, die neben Polarlichtern auch Sternbilder und eine Sonnenfinsternis zeigte.
Im oberfränkischen Hof begleitete das dortige BRK-Herzenswunsch-Hospizmobil den 83-jährigen Herrn M. zu Stationen seiner Vergangenheit. Wie am 24. September 2026 berichtet wurde, führte der Ausflug in das Hofer Stadtviertel „Vertl“, zur früheren Wohnadresse, an das Stadion Grüne Au sowie in das einstige Stammlokal Wolfsschlucht, wo er bei einer Cola Erinnerungen an frühere Tage nachging.
Lichtblicke für Kinder und Jugendliche nach schweren Erkrankungen
Besondere Aufmerksamkeit widmen Initiativen erkrankten Kindern. Der Verein Herzenswünsche organisierte für den vierjährigen Raphael einen Besuch im Allwetterzoo Münster.
Wie ein Bericht vom 24. September 2026 festhält, war bei dem Jungen im Alter von zwei Jahren eine Langerhans-Zell-Histiozytose diagnostiziert worden. Nach zwei Jahren auf der Kinderkrebsstation ist die Krankheit derzeit gestoppt. Für die Erfüllung seines Wunsches, Pinguine zu füttern, reiste die Familie aus der Nähe von Dresden nach Westfalen an.
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Eine andere Form der Begleitung setzt in der Nachsorge an. Der Verein Die Glücksfischer richtete gemeinsam mit der Kinderkrebsstation des UKSH Lübeck eine Ausfahrt für ehemals krebskranke Kinder und deren Geschwister aus.
Vom Fischereihafen Travemünde fuhr die Gruppe auf dem Vereinsboot „Prof. Oeftering“ auf die Ostsee hinaus und fing Flundern und Schollen. Wie am 24. September 2026 berichtet wurde, bestehen bereits erste Ideen, diese Zusammenarbeit im kommenden Jahr fortzusetzen.
