Herzrhythmusstörungen, StimCardio

Herzrhythmusstörungen: StimCardio sammelt 30 Millionen Dollar für Rhyvive

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 13:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die abgeschlossene Series-A-Runde finanziert StimCardios Pivotalstudie und die Vorbereitung des FDA-Zulassungsantrags für Rhyvive.
Ein minimalistischer, heller klinischer Untersuchungsraum mit medizinischer Ausrüstung in einer ruhigen, sterilen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Das Medizintechnikunternehmen StimCardio Medical hat eine überzeichnete Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 30 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Angeführt wurde das Investment von Metis Medtech, dem Family Office von John Slump, unter Beteiligung von Catalyst Health Ventures sowie weiteren strategischen Investoren.

Die bereitgestellten Mittel sollen den klinischen Entwicklungs- und Zulassungsweg für eine neuartige Therapiemethode zur Nachbehandlung von Herzrhythmusstörungen ebnen.

Pivotalstudie und FDA-Zulassungsprozess für Rhyvive

Die frischen Finanzmittel fließen nach Unternehmensangaben vor allem in die Durchführung der multizentrischen Pivotalstudie NeuroPulse 2 sowie in die Vorbereitung eines De-Novo-Zulassungsantrags bei der US-Arzneimittelbehörde FDA. Das von CEO Amir Soltanianzadeh geführte Unternehmen entwickelt mit Rhyvive ein am Handgelenk getragenes Closed-Loop-System.

Das Gerät arbeitet mit einer medianen Nervenstimulation und ist als begleitende Heimtherapie nach einer Katheterablation vorgesehen, um das erneute Auftreten atrialer Arrhythmien im häuslichen Umfeld zu verringern.

Grundlage für die anstehende Zulassungsstudie bildet die vorangegangene Pilotstudie NeuroPulse 1. Die randomisierte, doppelblinde und scheinkontrollierte Untersuchung wurde in der Fachzeitschrift Heart Rhythm publiziert und auf der Fachtagung HRX Live 2026 präsentiert. Die Ergebnisse zeigten eine statistisch signifikante Reduktion wiederkehrender atrialer Arrhythmien nach Katheterablationen im Vergleich zur Scheinstimulation.

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Rund 30 bis 40 Prozent der Patienten erleiden nach einer initialen Katheterablation ein Rezidiv — und die Heimüberwachung nach dem Eingriff bleibt vielerorts eine Lücke. Ein neuer 30-Millionen-Dollar-Schub für ein am Handgelenk getragenes Closed-Loop-System zeigt, wohin die Nachsorge steuert. Der kostenlose Report ordnet ein, welche Hebel zur Rezidivprävention heute tragen. Kostenlosen Kardiologie-Report anfordern

Hohe Rezidivraten treiben Nachfrage nach Heimtherapien

Der klinische Bedarf an wirksamen Maßnahmen nach rhythmologischen Eingriffen ist hoch. Laut einer im Journal of the American College of Cardiology veröffentlichten Analyse von Daten der Global Burden of Disease aus dem Jahr 2025 leben weltweit schätzungsweise 59 Millionen Menschen mit Vorhofflimmern. Trotz moderner Ablationsverfahren erleiden rund 30 bis 40 Prozent der Patienten nach einem initialen Eingriff ein Rezidiv.

Die Initiativen von StimCardio Medical fügen sich in eine breitere Branchenentwicklung ein, die auf digital gestützte Systeme zur ambulanten kardialen Überwachung und Versorgung setzt.

So erhielt Masimo von der FDA die 510(k)-Zulassung für das System smartSET, das über Pulsoximetriedaten mittels Mustererkennung und Algorithmen Hinweise auf Vorhofflimmern sowie opioidinduzierte Atemdepressionen aufspüren soll.

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Weltweit leben schätzungsweise 59 Millionen Menschen mit Vorhofflimmern — und digitale Monitoring-Systeme drängen in den ambulanten Alltag. Wer als Investor oder Kliniker Medtech-Studien bewerten muss, braucht einen klaren Blick auf Studiendesign und Zulassungspfad. Die Checkliste im kostenlosen Report hilft, Pivotal- und Sham-kontrollierte Ansätze sauber einzuordnen. Bewertungs-Checkliste jetzt abrufen

Auch das US-Unternehmen Rhythm Express baute sein Monitoringangebot mit RX-1 Sleep aus, um Herzrhythmusstörungen über einen Zeitraum von bis zu 30 Tagen hinweg parallel zu schlafbezogenen Atemstörungen zu erfassen. Zudem treibt VUNO mit dem Heim-EKG-Gerät HATIV KI-basierte Kurzzeitmessungen voran.

Während diagnostische Systeme vor allem die Lücke in der Erkennung von Rhythmusstörungen im Alltag schließen sollen, zielt der therapeutische Ansatz von StimCardio auf die Verringerung von Rezidiven nach invasiven kardiologischen Eingriffen ab.

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