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High Bandwidth Flash: SK Hynix und Sandisk stellen KI-Speicher vor

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 13:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neuer HBF-Standard kombiniert NAND-KapazitĂ€t mit HBM-Geschwindigkeit. Erste Muster 2026, kommerzielle GerĂ€te fĂŒr 2027 erwartet.

SK Hynix und Sandisk prĂ€sentieren HBF-Standard: Neuer Speicher fĂŒr KI-Inferenz
Nahaufnahme von Halbleiter-Wafern und fortschrittlicher Chiplet-Architektur in einer hochtechnologischen Laborumgebung. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die Halbleiterhersteller SK Hynix und Sandisk haben am 4. August 2026 auf der Fachkonferenz FMS 2026 die erste Spezifikation fĂŒr High Bandwidth Flash (HBF) veröffentlicht. Die ĂŒber das Open Compute Project (OCP) vorgestellte Technologie zielt darauf ab, die hohe SpeicherkapazitĂ€t von NAND-Flash mit Übertragungsraten zu kombinieren, die bisher primĂ€r mit High Bandwidth Memory (HBM) assoziiert wurden. HBF wird dabei ausdrĂŒcklich als ErgĂ€nzung und nicht als Ersatz fĂŒr bestehende HBM-Lösungen positioniert.

BrĂŒckenschlag zwischen NAND-KapazitĂ€t und HBM-Geschwindigkeit

Der neue HBF-Standard definiert umfassende Richtlinien fĂŒr Schnittstellen, elektrische Eigenschaften, die physische Verpackung sowie Software-Protokolle. Ein zentrales Merkmal ist die Nutzung der UCIe-Schnittstelle (Universal Chiplet Interconnect Express), um eine hohe InterkonnektivitĂ€t zu gewĂ€hrleisten. Die Spezifikation sieht drei Geschwindigkeitsstufen vor, die eine Bandbreite von 400 GB/s bis hin zu 3 TB/s abdecken.

In Bezug auf die Speicherdichte ermöglicht HBF KapazitĂ€ten von bis zu 512 GB pro Stack. Zum Vergleich: Die Spezifikationen fĂŒr HBM4 sehen derzeit eine KapazitĂ€t von 48 GB vor. Damit bietet ein HBF-Stack mit 16 Schichten (16-Layer-NAND) etwa die 8- bis 16-fache KapazitĂ€t herkömmlicher HBM-Lösungen. Neben der 16-Layer-Konfiguration umfasst die Spezifikation auch Stacks mit 8 Schichten.

Fokus auf KI-Inferenz und Mixture-of-Experts-Modelle

Die Entwicklung von HBF adressiert laut den beteiligten Unternehmen spezifische EngpĂ€sse bei der AusfĂŒhrung von KĂŒnstlicher Intelligenz (KI), insbesondere im Bereich der Inferenz. Moderne Architekturen wie Mixture-of-Experts-Modelle (MoE) profitieren von der Kombination aus hoher Bandbreite und großem Speicherplatz. Zu den UnterstĂŒtzern des Konsortiums gehören namhafte Branchenakteure, darunter Google beziehungsweise Google DeepMind sowie das Prozessor-Design-Unternehmen Tenstorrent.

Alper Ilkbahar, CTO von Sandisk, erklĂ€rte im Rahmen der Vorstellung, dass HBF die spezifischen Speicheranforderungen moderner KI-Inferenz-Prozesse erfĂŒlle. Kim Cheon-seong, Executive Vice President bei SK Hynix, ergĂ€nzte, dass die Nutzung von KI eine grundlegende Neugestaltung der Datenverarbeitungsstrukturen erforderlich mache. HBF stelle hierbei eine SchlĂŒsselkomponente dar, um den wachsenden Datenhunger großer Modelle zu bewĂ€ltigen.

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Zeitplan fĂŒr MarkteinfĂŒhrung und ergĂ€nzende Hardware-Innovationen

Parallel zur Vorstellung des HBF-Standards prĂ€sentierte SK Hynix auf der FMS 2026 weitere technologische Fortschritte im NAND-Bereich. Das Unternehmen zeigte einen 375-Layer-4D-NAND, der eine 2,5-fache Effizienz pro Watt im Vergleich zu VorgĂ€ngermodellen aufweisen soll. Die Massenproduktion von Enterprise-SSDs (eSSDs) auf Basis dieser 375-Layer-Technologie kĂŒndigte SK Hynix fĂŒr den Beginn des nĂ€chsten Jahres an.

FĂŒr den neuen High Bandwidth Flash zeichnet sich ebenfalls ein konkreter Zeitplan ab. Sandisk plant die Bereitstellung erster HBF-Muster fĂŒr die zweite HĂ€lfte des Jahres 2026. Mit der VerfĂŒgbarkeit der ersten kommerziellen InferenzgerĂ€te, die auf der HBF-Technologie basieren, rechnen Marktbeobachter und die beteiligten Unternehmen fĂŒr den Anfang des Jahres 2027.

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