Hitze-ErnÀhrung, Leichte

Hitze-ErnÀhrung: Leichte Kost und 0,2 Liter Wasser pro Stunde

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 00:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

RKI zÀhlt 9.800 hitzebedingte TodesfÀlle. Experten raten zu Wasser, leichter Kost und warnen vor Alkohol und Energy Drinks.

Hitzewelle 2026: ErnĂ€hrung und FlĂŒssigkeit als Schutz vor TodesfĂ€llen
Ein Glas mit Wasser, EiswĂŒrfeln und Zitronenscheiben auf einem Holztisch vor sommerlichem Hintergrund. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die Sommer werden heißer, die Gesundheitsrisiken steigen. Rund 9.800 hitzebedingte TodesfĂ€lle zĂ€hlte das Robert Koch-Institut (RKI) bis Mitte Juli 2026 in Deutschland. Angesichts dieser Zahlen rĂŒcken prĂ€ventive Strategien in den Fokus – vor allem die richtige ErnĂ€hrung und FlĂŒssigkeitszufuhr.

Warum Trinken bei Hitze so wichtig ist

Der FlĂŒssigkeitshaushalt ist bei hohen Temperaturen die wichtigste Schutzmaßnahme. Fachleute empfehlen, den Bedarf individuell an AktivitĂ€t und Umgebungstemperatur anzupassen. Bei starker Hitze gilt: alle ein bis zwei Stunden etwa 0,2 Liter Wasser trinken, um den Schweißverlust auszugleichen. Ein einfacher Indikator fĂŒr ausreichende Hydratation ist die Urinfarbe.

Doch nicht jedes GetrĂ€nk eignet sich als Durstlöscher. Energy Drinks und Alkohol sind bei Hitze tabu. Eine Standarddose Energy Drink (250 ml) enthĂ€lt rund 80 mg Koffein – das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) hĂ€lt zwar bis zu 200 mg als Einzeldosis fĂŒr unbedenklich, doch die stimulierende Wirkung belastet den Kreislauf bei WĂ€rme zusĂ€tzlich. Alkohol wirkt harntreibend, erweitert die BlutgefĂ€ĂŸe und senkt den Blutdruck – ein gefĂ€hrlicher Mix bei hohen Temperaturen.

Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) empfiehlt stattdessen Wasser, ungesĂŒĂŸte KrĂ€utertees und stark verdĂŒnnte Saftschorlen. Auch lauwarme GetrĂ€nke sind vorteilhaft: Eiskalte FlĂŒssigkeiten regen den Körper zur zusĂ€tzlichen WĂ€rmeproduktion an. Kaffee zĂ€hlt in moderaten Mengen zur FlĂŒssigkeitsbilanz, sollte aber nicht die Hauptquelle sein.

Lebensmittel, die kĂŒhlen und stĂ€rken

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Bei Temperaturen ĂŒber 30 Grad wird die richtige FlĂŒssigkeitszufuhr zur wichtigsten Schutzmaßnahme – gerade fĂŒr Ă€ltere Menschen. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie mit 0,2 Liter Wasser pro Stunde und leichter Kost Ihren Kreislauf entlasten. Jetzt kostenlosen Hitzeschutz-Leitfaden anfordern

Nicht nur die Trinkmenge zĂ€hlt – auch feste Nahrung liefert FlĂŒssigkeit. Gurken, Tomaten, Fenchel, Brokkoli, Wassermelone und Beeren bestehen zu großen Teilen aus Wasser und liefern wichtige Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium, die der Körper beim Schwitzen verliert.

ErnĂ€hrungsexperten raten außerdem zu leichter Kost. Schwere, fettreiche Mahlzeiten belasten Verdauung und Kreislauf zusĂ€tzlich. Suppen, Salate und leichte Proteinquellen sind die bessere Wahl. Auch eine moderate Salzzufuhr hilft den Zellen, FlĂŒssigkeit zu speichern. Wer mag, setzt auf Chili: SchĂ€rfe löst eine natĂŒrliche KĂŒhlreaktion des Körpers aus. Griechischer Joghurt mit Beeren, Guacamole oder GemĂŒsesticks liefern NĂ€hrstoffe ohne schwere Belastung.

Warnungen, Risiken und staatliche Maßnahmen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab Anfang August umfangreiche Warnungen vor WĂ€rmebelastung heraus – betroffen waren weite Teile Mittel-, Ost- und SĂŒddeutschlands. Ab 32 Grad gefĂŒhlter Temperatur gilt starke Hitze, ab 38 Grad extreme Belastung. Besonders gefĂ€hrdet: Ă€ltere Menschen, Kinder, Schwangere und Personen mit Vorerkrankungen.

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Ein Detail sollten Hitzeschutz-Experten nicht unerwĂ€hnt lassen: Ventilatoren können ab einer Raumtemperatur von etwa 39 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit kontraproduktiv wirken. Sie erhöhen den Schweißverlust um bis zu 60 Prozent, ohne die Luft effektiv zu kĂŒhlen.

Die Bundesregierung reagiert: Bis Sommer 2027 soll ein nationaler Hitzeaktionsplan entstehen. UmweltstaatssekretĂ€r Jochen Flasbarth verweist dabei auf internationale Vorbilder wie den französischen „Plan Canicule". Politikerinnen wie Ricarda Lang und Katharina Schulze (BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen) fordern zusĂ€tzlich Investitionen in KĂŒhlmaßnahmen fĂŒr Kitas und Pflegeeinrichtungen. Das Umweltbundesamt (UBA) hat bereits den „Hitzeknigge" in leichter Sprache veröffentlicht – praktische Tipps fĂŒr den Alltag bei hohen Temperaturen.

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