Hitzewelle 41,3 Grad: Ärzte warnen vor Dehydrierung und Nierenversagen
28.06.2026 - 12:52:39 | boerse-global.de
Juni 2026. Die extreme Hitzewelle treibt nicht nur die Temperaturen nach oben, sondern auch die Zahl der Notfälle. Ärzte schlagen Alarm – und geben konkrete Tipps, wie ihr gesund durch die heißen Tage kommt.
Trinken, aber richtig
Die wichtigste Regel: Wartet nicht, bis ihr Durst habt. Zwei bis drei Liter Wasser täglich sind Pflicht. Besonders Senioren haben oft ein vermindertes Durstgefühl – das erhöht das Risiko einer Dehydrierung massiv.
Greift zu lauwarmen Getränken statt zu Eiskaltem. Das entlastet den Kreislauf. Verzichtet weitgehend auf Koffein und Alkohol, sie belasten den Körper zusätzlich.
Achtung bei Elektrolyten: Schwitzt ihr stark, braucht ihr Mineralstoffe zurück. Wassermelonen und Gurken sind ideale Lieferanten. Auch Nüsse helfen, den Haushalt zu stabilisieren.
Leichte Kost für heiße Tage
Schwere Mahlzeiten sind tabu. Die Verdauung produziert nämlich zusätzliche Körperwärme. Setzt stattdessen auf Vollkornprodukte, mageres Eiweiß wie Fisch oder Tofu und viel Gemüse.
Lebensmittelvergiftung vorbeugen: Gekochte Speisen dürfen maximal zwei Stunden ungekühlt stehen. Plant größere Erledigungen für die kühlen Vormittagsstunden. Zwischen 11 und 16 Uhr heißt es: ab in den Schatten.
Wenn der Körper Alarm schlägt
Die Hitze kann gefährlich werden. Sogar junge Erwachsene riskieren ein akutes Nierenversagen durch Flüssigkeitsmangel. Warnsignale sind:
- Deutlich weniger Urin oder dunkler Urin
- Muskelschmerzen
- Extreme Müdigkeit
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Bei Schwindel, Übelkeit, Herzrasen oder Verwirrtheit sofort den Notarzt rufen. Ein Hitzschlag treibt die Körpertemperatur auf über 40 Grad.
Vorsicht bei Medikamenten
Wer Psychopharmaka nimmt, muss besonders aufpassen. Antidepressiva, Antipsychotika oder Lithium verändern bei Hitze und Dehydrierung ihre Wirkung. Die Nieren arbeiten langsamer – die Wirkstoffkonzentration im Blut steigt.
Setzt Medikamente niemals eigenständig ab. Bei neuen Symptomen wie Verwirrtheit oder ungewöhnlich trockener Haut zum Arzt.
Hitzeschutz für alle
Pflegeheime und Kliniken kontrollieren inzwischen die Trinkmengen ihrer Patienten genau. Auch bei Sportveranstaltungen im Freien gibt es mehr Sicherheitsvorkehrungen: zusätzliche Wasserstationen, Sprinklerduschen und reduzierte Intensitätsvorgaben.
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Für Sportler gilt: Reduziert die Belastung um fünf bis 15 Prozent. Trainiert nur in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Tragt helle, atmungsaktive Kleidung und sucht Schattenplätze.
