Honig ĂŒber 120 Grad: Acrylamid-Gefahr beim Erhitzen erkannt
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 22:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Honig gilt als natĂŒrliche Zucker-Alternative, doch Experten warnen vor gesundheitlichen Risiken. Vor allem starkes Erhitzen und verfĂ€lschte Produkte sind problematisch.
Acrylamid-Gefahr beim Erhitzen
Wird Honig auf ĂŒber 120 Grad Celsius erhitzt, kann sich Acrylamid bilden. Der Stoff entsteht bei der BrĂ€unung kohlenhydratreicher Lebensmittel und gilt als potenziell krebserregend.
Fachleute empfehlen deshalb, Honig erst nach dem AbkĂŒhlen von Speisen oder GetrĂ€nken unter die kritische Temperaturmarke hinzuzufĂŒgen. Diese Grenze ist sowohl in der Industrie als auch im Haushalt entscheidend fĂŒr die Lebensmittelsicherheit.
Uneinheitliche Studienlage
Die EuropĂ€ische Behörde fĂŒr Lebensmittelsicherheit (EFSA) und das Bundesamt fĂŒr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bewerten die Risiken differenziert. Ein kausaler Zusammenhang zwischen erhitztem Honig und Krebsentwicklung beim Menschen ist bisher weder bestĂ€tigt noch widerlegt.
Die Studienlage bleibt uneinheitlich. Zwar weisen einige Untersuchungen auf Acrylamid-Risiken hin, doch fehlen Langzeitbelege fĂŒr die konkreten Mengen im Honig. Die Empfehlung lautet dennoch: thermische Belastung so gering wie möglich halten.
Wer Honig ĂŒber 120 Grad erhitzt, riskiert die Bildung von Acrylamid â ein Stoff, der laut Studien Krebs begĂŒnstigen kann. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt, wie Sie Honig sicher genieĂen und verfĂ€lschte Produkte erkennen. Jetzt kostenlosen Honig-Ratgeber anfordern
Zucker und Gefahr fĂŒr SĂ€uglinge
Mit bis zu 80 Prozent Zuckeranteil ist Honig ein hochkalorisches Lebensmittel. ĂbermĂ€Ăiger Konsum kann Karies, Diabetes und EntzĂŒndungen fördern.
Besonders gefĂ€hrlich ist Honig fĂŒr SĂ€uglinge im ersten Lebensjahr. Er kann Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten. Im unreifen Darm von Babys kann daraus ein lebensbedrohliches Gift entstehen â Botulismus.
VerfÀlschte Produkte im Handel
Besonders fĂŒr Eltern: Honig kann fĂŒr SĂ€uglinge lebensbedrohlich sein â das Bakterium Clostridium botulinum kann im Baby-Darm Gift bilden. Unser Ratgeber erklĂ€rt, ab wann Honig unbedenklich ist und worauf Sie beim Kauf achten sollten. Ratgeber fĂŒr sicheren Honiggenuss jetzt sichern
Bereits im FrĂŒhjahr 2026 warnten Behörden vor sogenannten âPotenzhonigenâ. Diese Produkte enthalten teils gefĂ€hrliche, nicht deklarierte ZusĂ€tze und gelangen als verfĂ€lschter Honig in den Handel. Die Imkereibranche schlĂ€gt Alarm.
Regionale Imker reagieren derweil mit neuen Angeboten: Seit August 2026 setzen Erzeuger verstĂ€rkt auf Wabenhonig oder bringen nach lĂ€ngerer Pause wieder Sonnenblumenhonig auf den Markt â als Antwort auf die wachsende Nachfrage nach naturbelassenen Produkten.
