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hop für Windows: Linux lässt sich ohne bootfähigen USB-Stick installieren

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 09:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das kostenlose Open-Source-Tool bereitet Linux-Installationen unter Windows vor, unterstützt mehrere Distributionen und benötigt Administratorrechte.
Nahaufnahme einer internen Leiterplatte eines modernen Solid-State-Laufwerks mit detaillierten Schaltkreisen. Illustration mit AI erstellt.

Die parallele Einrichtung von Linux neben einem bestehenden Windows-Betriebssystem erforderte bislang in der Regel externe Speichermedien sowie manuelle Eingriffe in die Startkonfiguration.

Entwickler Arjun Ingole hat mit hop ein kostenloses Open-Source-Werkzeug für Windows bereitgestellt, das diesen Prozess grundlegend vereinfacht. Die Software richtet Linux-Distributionen als Zweitsystem ein, ohne dass Nutzer dafür eigens einen bootfähigen USB-Stick erstellen müssen.

Automatisierte Vorbereitung und Partitionierung

Das Programm übernimmt wesentliche Schritte der Systemvorbereitung direkt unter der laufenden Windows-Oberfläche. Wie die spanische Nachrichtenseite 20minutos.es berichtete, lädt das Werkzeug die gewünschte ISO-Abbilddatei entweder direkt von den offiziellen Servern der jeweiligen Distribution herunter oder greift auf eine bereits lokal vorhandene Datei zurück.

Vor der weiteren Verarbeitung überprüft die Anwendung die Prüfsummen des Abbilds sowie den Zustand des Ziellaufwerks, um Fehler während des Installationsprozesses zu vermeiden.

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Um den notwendigen Speicherplatz für das Zweitsystem bereitzustellen, greift hop auf ungenutzten Speicher zu oder verkleinert auf Wunsch die bestehende Windows-Partition. Anschließend richtet das Tool eine kleine FAT32-Partition ein, auf der die erforderlichen Installationsdateien abgelegt werden.

Gleichzeitig wird über den signierten Bootloader der gewählten Linux-Distribution ein temporärer Starteintrag im System hinterlegt. Beim folgenden Neustart des Rechners wird nicht Windows, sondern unmittelbar das Installationsprogramm der Linux-Distribution geladen.

Breite Unterstützung für gängige Distributionen

Hinsichtlich der unterstützten Systeme konzentriert sich das Projekt vor allem auf populäre Einsteiger- und Desktop-Distributionen. Die Software ist mit Ubuntu sowie dessen offiziellen Derivaten kompatibel, darunter Xubuntu, Lubuntu, Ubuntu Budgie, Ubuntu Cinnamon, Ubuntu Studio, Ubuntu Unity und Edubuntu.

Darüber hinaus lassen sich auch Linux Mint, elementary OS und Pop!_OS über diesen Weg einrichten. Neben dem eigentlichen Installationsablauf stellt das Werkzeug integrierte Anleitungen bereit und enthält Funktionen für eine Rückabwicklung der vorgenommenen Änderungen.

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Das Konzept weckt Erinnerungen an frühere Ansätze: Vor über einem Jahrzehnt bot das Projekt Wubi eine ähnliche Möglichkeit, Ubuntu aus Windows heraus zu installieren, verzichtete damals jedoch auf eine reguläre Partitionierung und nutzte stattdessen virtuelle Festplattendateien. Im Gegensatz dazu arbeitet hop mit echten Festplattenpartitionen, wodurch das installierte Linux-System nativ auf der Hardware ausgeführt wird.

Einschränkungen bei Sicherheit und Zertifizierung

Trotz der Erleichterungen für Nutzer weist das Projekt derzeit noch einige typische Merkmale früher Entwicklungsstadien auf. Da es sich um ein sehr neues Vorhaben mit einer bislang noch kleinen Anwenderbasis handelt, verfügt das Programm über keine digitale Signatur. Dies führt beim Start unter Windows dazu, dass die Sicherheitsfunktion Microsoft SmartScreen eine Warnmeldung anzeigt, die manuell übergangen werden muss.

Zudem setzt die Ausführung zwingend administrative Berechtigungen voraus, da tiefgreifende Modifikationen an der Partitionsstruktur und am Boot-Manager vorgenommen werden.

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